Deutschland trennt: Erfolgreiche Aufklärung zur Mülltrennung

Die Aktion ‚Deutschland trennt.‘ motiviert Bürger zur richtigen Mülltrennung und zeigt positive Ergebnisse. Über 500 Events klärten über Recycling auf.
(Bild: Initiative "Mülltrennung wirkt" / Gaby Gerster)

Recycling funktioniert nur mit richtiger Abfalltrennung. Doch die korrekte Mülltrennung bleibt eine Herausforderung für viele Bürger. Eine aktuelle Aufklärungskampagne der dualen Systeme zeigt, dass gezielte Informationen und persönliche Ansprache die Bereitschaft zur richtigen Trennung erheblich steigern können.

Mehr als 500 Veranstaltungen in ganz Deutschland bildeten das Herzstück der Aktion „Deutschland trennt.“, die von den dualen Systemen initiiert wurde. Diese Tour zielte darauf ab, Bürger über die richtige Mülltrennung aufzuklären. Mit 20 Showtrucks und auffälligen XXL-Verpackungen wurden Städte und Gemeinden von Berlin bis zum pfälzischen Kusel besucht, um direkt vor Ort Wissen zu vermitteln und bestehende Mythen zu klären.

Kooperation für mehr Recycling

Die Aktion ist das Ergebnis einer breiten Zusammenarbeit zwischen den dualen Systemen, kommunalen Abfallberatungen, Entsorgungsunternehmen und großen Handelsketten. Die Partner nutzten eine Vielzahl von Kanälen, um die Bürger zu erreichen, darunter Plakate, Social-Media und direkte Aktionen in über 13.700 Märkten.

„Mit der Aktion ‚Deutschland trennt.‘ wollen wir gemeinsam mehr Recycling ermöglichen. Die Voraussetzung dafür ist richtige Mülltrennung. Dafür haben wir unsere Kräfte und Expertisen gebündelt: Wir wollen so viele Menschen wie möglich in ihrem Alltag erreichen und zu richtiger Mülltrennung motivieren.“

Axel Subklew, Sprecher der Initiative „Mülltrennung wirkt“

Aufklärung im Alltag

Vor Ort standen Expertenteams bereit, um Fragen zu beantworten und über lokale Besonderheiten aufzuklären. Die Aktion umfasste auch Besuche in Kitas, Schulen und Unternehmen, wo maßgeschneiderte Materialien zur Verfügung gestellt wurden. Zudem gaben lokale Entsorgungsunternehmen Einblicke in die Praxis der Sortieranlagen.

„Die positive Resonanz vor Ort zeigt: Die Bereitschaft richtig zu trennen ist groß. Manchmal fehlt es einfach an Detailwissen. Diese Lücken konnten wir in unseren vielen persönlichen Gesprächen schließen“, so Axel Subklew.

Recycling funktioniert nur mit richtiger Abfalltrennung

Hintergrund der gemeinsamen Aufklärungsoffensive ist die weiterhin hohe Fehlwurfquote von rund 30 Prozent in den Gelben Tonnen und Gelben Säcken. Fehlwürfe, beispielsweise gebrauchte Windeln oder Reste von Lebensmitteln, erschweren oder verhindern das Recycling von Verpackungen.

Wie wirkungsvoll hingegen richtige Abfalltrennung ist, belegt eine Studie des Öko-Instituts: Rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe werden durch Verpackungsrecycling im Jahr erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte.

Auch das Klima profitiert: Die Verwertung von Verpackungen aus der Gelben Tonne und dem Gelben Sack, aus Glas, Papier, Pappe und Karton spart in Deutschland jährlich 1,95 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente ein. Doch nicht alle Potenziale werden ausgeschöpft: Trennen Verbraucher ihre Abfälle noch konsequenter, kann die Klimaentlastung bis 2030 auf 2,55 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente steigen.

Quelle: Die dualen Systeme