Der Behälterglasmarkt in Deutschland sieht sich im ersten Quartal 2026 mit einem Absatzrückgang konfrontiert. Insgesamt wurden rund 929.000 Tonnen Behälterglas verkauft, was einem Rückgang von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Sowohl der Inlands- als auch der Auslandsabsatz sind von dieser Entwicklung betroffen.
Besonders stark zeigt sich der Rückgang im Segment der Getränkeflaschen, wo der Absatz um 5,0 Prozent gesunken ist. Alle Teilsegmente verzeichneten einen Rückgang, wobei das Segment für Bier und Spirituosen um 1,1 Prozent und das für Wein und Schaumwein um 8,6 Prozent zurückging. Auch das nicht-alkoholische Segment, das Wasser, Milch und Saft umfasst, musste einen Absatzrückgang von 5,4 Prozent hinnehmen. Diese Zahlen zeigen, dass die positiven Entwicklungen aus der Jahresbilanz 2025 nicht fortgesetzt werden konnten.
Unterschiedliche Entwicklungen bei Verpackungsglas
Im Bereich Verpackungsglas für Lebensmittel sowie für Pharma und Kosmetik blieb der Absatz stabil. Innerhalb der Teilsegmente zeigt sich jedoch ein differenziertes Bild. Während der Absatz von Verpackungsglas für Lebensmittel ohne Obst, Gemüse und Sauerkonserven um 1,7 Prozent zurückging, konnte das Teilsegment mit diesen Produkten um 2,6 Prozent zulegen.
„Die Absatzentwicklung im Bereich Getränkeflaschen zeigt, dass sich der Behälterglasmarkt noch nicht erholt hat. Zusätzliche regulatorische Belastungen in wichtigen Abnehmerbranchen könnten die angespannte Lage weiter verschärfen. Dazu zählt auch die geplante Erhöhung der Verbrauchsteuer auf Schaumwein und Spirituosen.“
Dorothée Richardt, Sprecherin des Aktionsforums Glasverpackung
Sinkende Absätze würden dabei nicht nur die Erzeuger treffen, sondern die gesamte Wertschöpfungskette – von den Produzenten bis hin zu Zulieferern wie der Glasindustrie, so Richardt. „Weitere fiskalische Belastungen können Nachfragerückgänge verstärken. Deshalb ist es wichtig, die Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette sorgfältig abzuwägen und zu prüfen, ob der erwartete Nutzen der Maßnahme in einem angemessenen Verhältnis zu den wirtschaftlichen Belastungen steht.“
Quelle: Aktionsforum Glasverpackung






