Wie gemacht für Molkereien: der Linx 8900 Tintenstrahldrucker von Bluhm

Der Linx-Drucker druckt das Mindesthaltbarkeitsdatum und eine Chargennummer auf die Produkte. (Bild: Bluhm Systeme)Der Linx-Drucker druckt das Mindesthaltbarkeitsdatum und eine Chargennummer auf die Produkte. (Bild: Bluhm Systeme)

Im Sommer geht’s auf die Weide, im Winter gibt’s Heu! Im Allgäu können sich manche Kühe glücklich schätzen, denn sie fressen ausschließlich frisches Gras oder Heu. Und nur ihre Milch darf Heumilch genannt werden. Tintenstrahldrucker Linx 8900 von Bluhm Systeme bedrucken die wertvollen Produkte schnell, zuverlässig und hygienisch mit Mindesthaltbarkeitsdatum und Chargennummer.

Am Standort Missen-Wilhams verarbeitet die Allgäuer Hof-Milch GmbH an mehreren Produktions- und Abfülllinien Milch, Milchprodukte und Joghurts. In diese Linien wurden mehrere Continuous-Inkjet-Drucker vom Typ Linx 8900 integriert, die sich aus verschiedenen Gründen besonders für Molkereibetriebe eignen: Aufgrund ihrer Bauform lassen sie sich auch problemlos in beengte Produktionsbedingungen einpassen. Darüber hinaus kann das System wahlweise auf kleinster Fläche aufgestellt oder an der Wand montiert werden.

Ein sechs Meter langer Druckkopfschlauch erlaubt nicht nur eine gewisse Ortsunabhängigkeit von Drucksystem und „Kennzeichnungsgeschehen“, sondern die Schlauchlänge ermöglicht zudem die Montage des Druckkopfes an einer Traverse, die oberhalb der Produktionslinie hin- und herfahren kann. Sollen z. B. Becherstiegen gekennzeichnet werden, kann der Linx 8900 blitzschnell von Vorwärts- auf Rückwärtsdruck umschalten und die Produkte reihenweise im Zickzack kennzeichnen.

Das System muss nicht wie bei Allgäuer Hofmilch unmittelbar an der Produktionslinie aufgestellt werden. Ein sechs Meter langer Druckkopfschlauch macht’s möglich. (Bild: Bluhm Systeme)

Das System muss nicht wie bei Allgäuer Hofmilch unmittelbar an der Produktionslinie aufgestellt werden. Ein sechs Meter langer Druckkopfschlauch macht’s möglich. (Bild: Bluhm Systeme)

Auch die hohen Druckgeschwindigkeiten eignen sich ideal für den Einsatz in der Milchindustrie: Je nach Druckkopf können über 2.000 Zeichen pro Sekunde gedruckt werden, das entspricht einer Kennzeichnung in einer Spitzengeschwindigkeit von mehr als neun Metern pro Sekunde (546 Meter pro Minute). Bei der Allgäuer Hof-Milch laufen pro Stunde im Schnitt 4.000 Becher und Milchkartons über das Band. Das entspricht etwa einem Produkt pro Sekunde.

Einfach zu bedienen

Jedes dieser Produkte erhält eine einzeilige Kennzeichnung, die aus einem Mindesthaltbarkeitsdatum und einer Chargennummer besteht. Die Drucker der Linx-89er-Serie können abhängig vom Systemtyp zwischen einer und fünf Zeilen in Schriftgrößen von 1,8 bis 20 Millimetern drucken. Wird mit der Option „Kartonschrift“ die größte Schrift ausgewählt, erhöht sich der empfohlene Druckkopfabstand je nach Ausführung auf 35 bis 45 Millimeter. Die Druckinhalte wurden im Vorfeld fest im Drucker hinterlegt, um die Bedienung zu erleichtern und Fehleingaben auszuschließen. Auf Tastendruck können die Bediener ein Eingabefeld aufrufen, in das die veränderlichen Daten wie das Haltbarkeitsdatum bequem eingefügt werden können.

Die Textlayouts sind abgespeichert und schnell aufrufbar. Variable Daten kann der Bediener einfach eingeben. (Bild: Bluhm Systeme)

Die Textlayouts sind abgespeichert und schnell aufrufbar. Variable Daten kann der Bediener einfach eingeben. (Bild: Bluhm Systeme)

„Neben der einfachen Bedienbarkeit war uns die Zuverlässigkeit des Kennzeichnungssystems sehr wichtig“, erklärt Geschäftsführer Matthias Haug. Aus seinen früheren Tätigkeiten in der Milchindustrie kannte er unterschiedlichste Kennzeichnungssysteme und entschied sich deshalb ganz bewusst für einen Linx-Drucker.

Höchste Verfügbarkeit

In Milch verarbeitenden Betrieben sind die Produktoberflächen oftmals mit einem Kondensat bedeckt. Für solche Fälle verfügen die Linx-Drucker über eine spezielle Tinte, die eine zuverlässige Codierung auf leicht feuchten Oberflächen gewährleistet. Hohe Systemverfügbarkeit wird durch das einfache, sichere und saubere Nachfüllen der Verbrauchmaterialien garantiert. Mit einem Blick auf das Display des Drucksystems können sich die Bediener jederzeit über die Füllstände von Tinte und Solvent informieren. Die Meldung über zur Neige gehende Materialien erfolgt zudem so frühzeitig, dass genügend Zeit bleibt, das Nachfüllen in den Produktionsablauf einzuplanen.

Matthias Haug, Geschäftsführer der Allgäuer Hof-Milch GmbH.

Matthias Haug, Geschäftsführer der Allgäuer Hof-Milch GmbH. (Bild: Allgäuer Hofmilch)

„Wenn das Kennzeichnungssystem ausfällt, steht die komplette Produktionslinie still. Daher waren für uns hohe Verfügbarkeit, schneller Service im Notfall sowie direkte Ansprechpartner beim Lieferanten kaufentscheidend“, betont Matthias Haug, Geschäftsführer der Allgäuer Hof-Milch GmbH.

Mehrere Features verhindern Fehleinfüllungen und Verwechslungen der Tinten- und Solventkartuschen: Neben unterschiedlichen Gebindeformen und -größen (500 Milliliter für Tinte und 1.000 Milliliter für Solvent) verfügt jede Kartusche über einen RFID-Tag. Durch Abgleich der auf dem RFID-Chip abgespeicherten Daten erkennt das Drucksystem nicht nur das Haltbarkeitsdatum, sondern auch den Typ der Materialien. So kann der Drucker das Mischungsverhältnis von Tinte und Solvent individuell an den Tintentyp anpassen und ein jederzeit optimales Druckergebnis gewährleisten. Dank spezieller Kartuschenverschlüsse erfolgt das Nachfüllen zudem ohne Verschmutzungsgefahr. Das kommt den Hygienevorgaben der Milch verarbeitenden Industrie entgegen.

Kinderleicht zu warten

Auch die Druckköpfe sind dank ihrer speziellen Versiegelung vor Verschmutzung geschützt und machen daher nur etwa alle drei Monate eine Reinigung erforderlich. Nach etwa 24 Monaten müssen Filter und Tinten im Rahmen einer Wartung gewechselt werden. Dazu führt das Drucksystem selbst ungeschulte Bediener Schritt für Schritt durch das Wartungsmenü. Letztlich muss hierbei lediglich ein Easy-Change®-Modul in Form einer kleinen Schublade ausgetauscht werden.

Gründer Matthias Haug weiß diese Qualitäten zu schätzen. Decken sie sich doch mit den Qualitätsansprüchen, die die Allgäuer Hof-Milch GmbH an ihre Produkte stellt. Neben der speziellen Fütterung der Tiere garantiert der Betrieb z. B., dass die Milch ausschließlich im Allgäu gewonnen, verarbeitet und vertrieben wird. Daher verlieh die Europäische Union der Milch auch das Gütesiegel „Heumilch g. t. S.“ (garantiert traditionelle Spezialität).

Die erst im Jahr 2016 in Missen-Wilhams gegründete Allgäuer Hof-Milch GmbH bezieht ihre Heumilch von einer Handvoll Milchbauern aus der Region. Zum Dank zahlen die Molkereitechniker und Gründer Matthias Haug und Johannes Nußbaumer ihren Lieferanten einen garantierten Milchpreis von 40 Cent pro Liter.