Etikettierung nach Maß

In der Packhalle in Andijk werden an Förderlinien pro Minute bis zu 140 Brokkoli verpackt und etikettiert.
In der Packhalle in Andijk werden an Förderlinien pro Minute bis zu 140 Brokkoli verpackt und etikettiert.

Gebr. Hoff en Zonen bereitet frischen Brokkoli aus eigenem Anbau für die Zustellung in Supermärkte vor. In der Packhalle in Andijk werden an Förderlinien pro Minute bis zu 140 Brokkoli vollautomatisch in Folie eingeschweißt, gewogen, etikettiert und sortiert. Die Etikettierlösung haben cab und der lokale Systemintegrator Tegra Systems entwickelt.

Bis 2018 stand zur Verarbeitung der Brokkoli bloß eine Förderlinie zur Verfügung. Eine zweite Linie sollte in die Anlage integriert und somit der Durchsatz erhöht werden.

„Der Kunde forderte stabile Technologie, die die Arbeit der Mitarbeiter unterstützt und die auch im Langzeitbetrieb schnell, präzise und fehlerfrei arbeitet. Die Technologie erfasst auch alle Daten, die für den Erzeuger des Produkts, dessen Abnehmer im Einzel- und Großhandel oder den Verbraucher von Interesse sind. Sie trägt zur Identifizier- und Rückverfolgbarkeit des Brokkoli, zur Lebensmittelsicherheit und -qualität bei.“

André van Teeffelen, Vertriebsingenieur bei Tegra Systems

Etikettierung nach Maß

Für Gebr. Hoff en Zonen hat Tegra Systems eine automatisierte Anlage umgesetzt, die Brokkoli nach dem Vorsortieren in der Förderlinie in Folie einschweißt, wiegt, etikettiert und sortiert. Für den Etikettendruck und die Etikettierung sind an jeder Förderlinie zwei cab Hermes+ Systeme verbaut.

Das erste druckt Produktinformationen eindeutig lesbar auf Etiketten und appliziert diese rasant auf jeden verpackten Brokkoli: Um welches Gemüse es sich handelt, das Gewicht, die jeweilige Handelsklasse und an welchen Händler das Gemüse geht.

Der zweite Hermes+ bringt vorbedruckte Schmucketiketten an. Abschließend erfolgt die Kommissionierung der in schneller Abfolge auf dem Förderband ankommenden Brokkoli nach Gewicht in den richtigen Zielbereich.

Da jeder Brokkoli verschieden ist, müssen die Etiketten innerhalb der Förderlinie dynamisch auf unterschiedliche Größen und Formen angebracht werden. Weitere kritische Faktoren sind die unebene Oberfläche des Folienmaterials zum Einschweißen des Gemüses sowie die schnelle Frequenz, in der die Brokkoli nacheinander an der Etikettierstation vorbeikommen.

 Innerhalb der Förderlinie werden Etiketten dynamisch auf unterschiedliche Größen und Formen gedruckt. (Bild: cab Produkttechnik GmbH & Co KG)

Innerhalb der Förderlinie werden Etiketten dynamisch auf unterschiedliche Größen und Formen gedruckt. (Bild: cab Produkttechnik GmbH & Co KG)

Etikettierung ohne Ausnahme

„Die Hermes“, sagt André van Teeffelen, „lassen sich mit Stativen, Montagehilfen, Sensoren oder Tastern sehr gut in Förderlinien integrieren. Die Firmware ermöglicht eine schnelle Druckerprogrammierung und der Aufwand für die Wartung der Geräte beschränkt sich auf ein Minimum. Das ist genau das, was wir in unseren Anlagen brauchen.“

Für Hermes-Systeme stellt cab zur Übergabe gedruckter Etiketten auf Produkte eine Vielzahl verschiedener Module bereit – zum Andrücken, Anrollen oder Anblasen von Etiketten, über Eck, auf Rundmaterialien wie Kabel oder Rohre. Jede denkbare Aufgabe wird gelöst. Diese Vielseitigkeit ist am Markt einmalig.

Im Fall Gebr. Hoff en Zonen wählte Tegra Systems die Blasbox 6114. Sie saugt die von der Hermes-Druckeinheit gedruckten Etiketten mit einem Lüfter an. Ein starker Luftstoß bläst Etiketten rund 20 cm weit kontaktlos auf den verpackten Brokkoli. Es wird kein Druck auf das Gemüse ausgeübt.

Rund 200 Kilometer von Andijk entfernt sortiert die Pakstation in Venlo Tomaten, Paprika, Zitronen und Zucchini in Netze oder Folienverpackungen. Für die Kennzeichnung wurden vom Systemintegrator Zomerdam an jeder Packlinie zwei Hermes+Druck- und Etikettiersysteme von cab verbaut: ein System klassisch, das andere kopfüber.

So können durchlaufende Waren von oben und von unten gekennzeichnet werden. Anspruch der Pakstation Venlo ist es, wenn nötig anstatt 30 Verpackungen pro Minute auch 60 oder 100 zu schaffen. Die Etiketten müssen dabei gut sichtbar auf der Verpackung angebracht werden und die Informationen auf dem Etikett gut lesbar bleiben.

Quelle: cab Produkttechnik GmbH & Co KG