Der Verpackungshersteller Canpack hat seinen vollständigen Rückzug aus Russland abgeschlossen. Das Unternehmen verkaufte am 10. September 2026 seine verbliebenen nominellen Beteiligungen an den früheren russischen Aktivitäten an einen Drittkäufer. Der Bruttoerlös liegt bei 122 Millionen US-Dollar.
Bereits Ende 2025 hatte Canpack die Kontrolle über sein Geschäft in Russland verloren. Am 31. Dezember 2025 waren die dortigen Aktivitäten per Dekret des russischen Präsidenten unter externe Verwaltung gestellt worden. Canpack hatte damit nach eigenen Angaben keine finanzielle, operative oder unternehmerische Kontrolle mehr über die russischen Unternehmen, Vermögenswerte und Beschäftigten. Einige Tochtergesellschaften blieben jedoch zunächst nominelle Anteilseigner.
Verkauf nach behördlichen Genehmigungen
In der Folge entkonsolidierte Canpack die früheren russischen Aktivitäten und stufte sie als aufgegebene Geschäftsbereiche ein. Nach US-GAAP verbuchte das Unternehmen einen finanziellen Verlust von 354,7 Millionen US-Dollar. Dieser Betrag habe deutlich unter dem damals von Canpack geschätzten Marktwert gelegen.
Anschließend vereinbarten die betreffenden Tochtergesellschaften den Verkauf ihrer verbliebenen Anteile für brutto 122 Millionen US-Dollar. Nach Erteilung der erforderlichen behördlichen und regulatorischen Genehmigungen wurde die Transaktion am 10. September abgeschlossen.
Canpack-Marke verschwindet aus Russland
Durch den Verkauf soll sich der zuvor verbuchte Verlust teilweise reduzieren. Canpack ist nach eigenen Angaben nun nicht mehr in Russland vertreten. Auch die ehemaligen russischen Aktivitäten werden künftig nicht mehr unter dem Namen oder der Marke Canpack geführt.
Canpack produziert unter anderem Aluminium-Getränkedosen und weitere Verpackungslösungen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Glasflaschen und Metallverschlüsse. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 8.500 Menschen und ist in 15 Ländern tätig.
Quelle: Canpack






