Coca-Cola baut Dosenabfüllung in Halle aus

Die Inbetriebnahme der neuen Dosenlinie ist für November 2026 vorgesehen.
Bild: Coca-Cola Europacific Partners Deutschland

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland investiert 45 Millionen Euro in eine neue Dosenabfüllanlage im Werk Halle. Die für November 2026 geplante Linie soll Coca-Cola, Fanta und Sprite in 0,25- und 0,33-Liter-Dosen für den deutschen Markt abfüllen. Herzstück der Anlage ist ein Füller von Krones mit einer Leistung von bis zu 120.000 Dosen pro Stunde.

Mit der Investition wird Halle zum dritten deutschen Produktionsstandort von Coca-Cola Europacific Partners Deutschland für die Dosenabfüllung neben Karlsruhe und Dorsten. Gleichzeitig kehren kohlensäurehaltige Getränke in das Werk zurück. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden dort nach Unternehmensangaben ausschließlich kohlensäurefreie Getränke der Marken Fuze Tea und Powerade abgefüllt. Im Zuge des Ausbaus sollen 25 neue Arbeitsplätze in der Produktion und angrenzenden Bereichen entstehen.

Krones-Füller schafft bis zu 120.000 Dosen pro Stunde

Ein wichtiger Schritt beim Aufbau der neuen Linie erfolgte am 17. Juli 2026 mit der Anlieferung des 21 Tonnen schweren Füllers von Krones. Die Maschine wurde in Neutraubling gefertigt und per Kran in die Produktionshalle eingebracht. Sie soll künftig bis zu 120.000 Dosen pro Stunde beziehungsweise rund 33 Dosen pro Sekunde befüllen.

„Das ist keine abstrakte Zahl. Das sind 33 Dosen jede Sekunde, die diese Maschine befüllt. Wenn man das zum ersten Mal laufen sieht, versteht man die Dimension dessen, was wir hier in Halle aufbauen“, sagt Arne Rosenberg, Projektleiter der neuen Dosenlinie bei Coca-Cola in Halle.

Der Einbau erforderte umfangreiche Vorbereitungen im Werk. Über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr wurden nach Angaben von Coca-Cola sechs Lagerhallen zusammengeführt, Wände entfernt sowie bestehende Betonflächen aufgebrochen und neu gegossen. Damit wurden die baulichen Voraussetzungen für die Installation der Anlage geschaffen.

Aufbau bei laufender Getränkeproduktion

Die Montage der Dosenlinie erfolgt bei laufendem Betrieb der übrigen Produktionsanlagen. Bis zu 50 externe Fachkräfte sind nach Angaben des Unternehmens an dem Projekt beteiligt.

„Das erfordert ein hohes Maß an Kommunikation, Präzision und ein starkes Miteinander“, sagt Rosenberg. In den kommenden Wochen soll der Aufbau der Linie fortgesetzt werden. Die Inbetriebnahme ist für November 2026 vorgesehen.

Coca-Cola Europacific Partners Deutschland investiert in den Jahren 2025 und 2026 insgesamt 45 Millionen Euro in das Projekt. Die neue Linie ist zugleich Teil der für 2026 vorgesehenen Investitionen von rund 100 Millionen Euro in die deutschen Standorte des Unternehmens. Nach Unternehmensangaben werden 97 Prozent der in Deutschland angebotenen Coca-Cola-Getränke in 13 deutschen Werken abgefüllt.

Quelle: Coca-Cola Europacific Partners Deutschland