Denner startet Pilotprojekt für die Sammlung von RecyBags

Der Schweizer Detailhändler Denner startet ein Pilotprojekt für die Sammlung von RecyBags in den Kantonen Schaffhausen, Schwyz und Zürich. Getestet werden zwei Sammelkonzepte.
(Bild: RecyPac)

Die Schweizer Kreislaufwirtschaft schaltet einen Gang höher. Nach dem Entscheid des Bundesrates zur neuen Verpackungsverordnung wird das vertraute Sammelsystem ‚Bring Plastic Back‘ schrittweise durch den nationalen ‚RecyBag‘ abgelöst. Seit Anfang Juli 2026 können RecyBags im Rahmen eines Pilotprojekts in sieben Denner-Filialen in den Kantonen Schaffhausen, Schwyz und Zürich zurückgeben werden.

Der Schweizer Bundesrat hat am 24. Juni 2026 eine neue Verpackungsverordnung verabschiedet, die Plastikverpackungen und Getränkekartons aus dem staatlichen Abfallmonopol entlässt. Das Prinzip der erweiterten Produzentenverantwortung tritt in Kraft, wodurch Unternehmen, die Verpackungen in Umlauf bringen, auch für deren Rücknahme verantwortlich sind. Die Verordnung setzt verbindliche Verwertungsquoten von 55 Prozent für Plastikverpackungen und 70 Prozent für Getränkekartons fest. Diese gesetzlichen Neuerungen bieten Organisationen wie RecyPac die nötige Planungssicherheit, um die Separatsammlung in Zusammenarbeit mit den Gemeinden auszubauen.

Der ‚RecyBag‘ als zukunftsorientierte Lösung

RecyPac, eine Branchenorganisation, übernimmt das bisherige ‚Bring Plastic Back‘-System von InnoRecycling und führt den ‚RecyBag‘ ein. Diese neue Lösung wird bereits von über 1,4 Millionen Personen genutzt und bietet eine einheitliche Möglichkeit zur Rückgabe von Plastikverpackungen und Getränkekartons. Die InnoRecycling AG hat sich darauf konzentriert, die Sortierung und hochwertige Verwertung von Kunststoffen zu optimieren, was auch den Bau einer modernen Sortieranlage umfasst.

Pilotprojekt in drei Kantonen

Der Detailhändler Denner, ein Gründungsmitglied von RecyPac, startet ein Pilotprojekt, um die Rücknahme der vollen Sammelsäcke direkt in den Filialen zu testen. Getestet werden zwei verschiedene Sammelkonzepte: In fünf Filialen stehen speziell entwickelte Sammelcontainer im Aussenbereich bereit. In zwei Filialen erfolgt die Rückgabe bei einem klar gekennzeichneten Standort im Innenbereich der Filiale neben der PET-Sammelstelle. Die dort abgegebenen RecyBags werden von den Mitarbeitenden in einen dafür vorgesehenen Sammelbehälter im Aussenbereich überführt. Die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt bilden die Grundlage für die weiteren Schritte.

(Bild: Denner)

Was gehört in den ‚RecyBag‘?

Für die Haushalte ändert sich beim Sortieren zu Hause wenig. In den ‚RecyBag‘ dürfen sämtliche Plastikverpackungen sowie Getränkekartons wie Milch- oder Safttüten. Dazu zählen auch Plastikflaschen von Kosmetika, Plastikbecher von Joghurt sowie Schalen von Eiern und Fleisch. Ein aufwendiges Ausspülen der Behältnisse ist nicht notwendig; die Verpackungen müssen lediglich restentleert sein. PET-Getränkeflaschen sind weiterhin von dieser Sammlung ausgeschlossen und gehören in separate PET-Behälter.

Quelle: RecyPac