{"id":114499,"date":"2026-04-08T05:07:06","date_gmt":"2026-04-08T03:07:06","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=114499"},"modified":"2026-04-08T05:07:06","modified_gmt":"2026-04-08T03:07:06","slug":"eu-guidance-on-the-ppwr-what-it-really-says","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/eu-leitfaden-zur-ppwr-was-wirklich-drinsteht\/","title":{"rendered":"EU Guideline on the PPWR: What's really in it"},"content":{"rendered":"<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Die Zeit der Interpretation ist vorbei. Mit dem <a href=\"https:\/\/environment.ec.europa.eu\/document\/download\/3d59ca88-539c-4b6b-a623-0f61068e853e_en?filename=Annex%20to%20the%20Communication%20to%20the%20Commission.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leitfaden C(2026) 2151 final<\/a> hat die Europ\u00e4ische Kommission ein Dokument ver\u00f6ffentlicht, das die Verpackungswirtschaft dringend braucht: eine offizielle Auslegung der Verordnung (EU) 2025\/40, kurz PPWR, bevor diese am 12. August 2026 in weiten Teilen G\u00fcltigkeit erlangt. Die Guidance reagiert auf konkrete Stakeholder-Fragen aus der Industrie und schlie\u00dft Interpretationsl\u00fccken, die in der t\u00e4glichen Compliance-Arbeit zu erheblicher Rechtsunsicherheit gef\u00fchrt haben.<\/strong><\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr Verpackungsmanager, Nachhaltigkeitsverantwortliche, Eink\u00e4ufer und Juristen bedeutet das: Die strategische Ausrichtung der eigenen Prozesse und Produktentscheidungen muss jetzt \u2013 vor dem Stichtag \u2013 an diesen offiziellen Interpretationen gemessen werden. Wer wartet, riskiert nicht nur Konformit\u00e4tsverluste, sondern im Zweifel auch Haftungsrisiken. packaging journal hat die wichtigsten Punkte des Leitfadens f\u00fcr Sie systematisch aufbereitet.<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"#was-ist-verpackung\">Was ist Verpackung und was nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#hersteller-erzeuger\">Hersteller oder Erzeuger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#franchise\">Franchise-Unternehmen und Zweigniederlassungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#pfas\">PFAS in Lebensmittelverpackungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#recyclingfaehigkeit\">Recyclingf\u00e4higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#rezyklateinsatz\">Rezyklateinsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kompostierbarkeit\">Kompostierbarkeit und Verpackungsminimierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#wiederverwendbare-verpackungen\">Wiederverwendbare Verpackungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#kennzeichnung\">Kennzeichnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#pfandsysteme\">Pfandsysteme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#einwegkunststoff\">PPWR schl\u00e4gt Einwegkunststoff-Richtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#fazit\">Fazit<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"was-ist-verpackung\"><\/a>Was ist Verpackung \u2013 und was ist es nicht?<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die scheinbar einfache Frage, was als Verpackung im Sinne der PPWR gilt, hat in der Praxis f\u00fcr erhebliche Unsicherheit gesorgt. Der Leitfaden kl\u00e4rt mehrere Zweifelsf\u00e4lle, die f\u00fcr bestimmte Branchen von unmittelbarer Relevanz sind.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-3001008342\"><div id=\"packa-3365152815\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Ausgangspunkt ist Artikel 3(1) der PPWR. Ma\u00dfgeblich f\u00fcr die Einstufung als Verpackung sind Funktion (Schutz, Handhabung, Lieferung) und Verwendungszweck \u2013 nicht das Material und nicht die \u00e4u\u00dfere Form. Der Leitfaden wendet diese Kriterien auf konkrete Produktkategorien an.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Blumen- und Kulturt\u00f6pfe:<\/strong> T\u00f6pfe, die prim\u00e4r f\u00fcr den Verkauf und den Transport von Pflanzen bestimmt sind \u2013 einschlie\u00dflich solcher, in denen die Pflanze zuletzt kultiviert wurde \u2013 gelten als Verpackung. Gr\u00f6\u00dfere T\u00f6pfe mit einem Durchmesser von mehr als zehn Zentimetern, die ausschlie\u00dflich den Produktionszyklus in der G\u00e4rtnerei erm\u00f6glichen und nicht f\u00fcr den Handel bestimmt sind, fallen dagegen nicht unter den Verpackungsbegriff. Die Grenze liegt also nicht beim Material oder der Gr\u00f6\u00dfe allein, sondern bei der prim\u00e4ren Funktion im Warenfluss.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Medizinische Applikationshilfen:<\/strong> Vorgef\u00fcllte Spritzen und Infusionsbeutel (IV-Beutel) sind integrale Bestandteile des jeweiligen Medizinprodukts. Da sie f\u00fcr die Verabreichung und nicht prim\u00e4r f\u00fcr Transport oder Schutz konzipiert sind, fallen sie nicht unter den Verpackungsbegriff der PPWR. F\u00fcr die Pharmaindustrie und Medizintechnikbranche ist das eine wichtige Klarstellung, die aufwendige Doppelzertifizierungen vermeidet.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Textilverpackungen:<\/strong> Staubbeutel f\u00fcr Schuhe oder Kleidungsst\u00fccke gelten als Verpackung, sofern sie f\u00fcr die Pr\u00e4sentation oder Lieferung an den Endnutzer bestimmt sind. Relevant f\u00fcr die Modebranche: Textile Verkaufsverpackungen sind gem\u00e4\u00df Artikel 6(11)(g) explizit von den Recyclingf\u00e4higkeitsanforderungen ausgenommen. Diese Ausnahme betrifft allerdings ausschlie\u00dflich die Recyclingf\u00e4higkeitspflicht \u2013 andere PPWR-Anforderungen k\u00f6nnen dennoch gelten.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Keine Verpackung:<\/strong> Ausdr\u00fccklich nicht als Verpackung eingestuft werden Teelicht-Beh\u00e4lter und Grablichter sowie Klebefilme, die rein prozessbedingt in der Fertigung verbleiben (sogenannte Prozessfilme) und nie in den Handel gelangen.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"hersteller-erzeuger\"><\/a>Hersteller oder Erzeuger? Eine Unterscheidung mit erheblichen Konsequenzen<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Eine der folgenreichsten Klarstellungen des Leitfadens betrifft die Rollenverteilung innerhalb der Lieferkette. Die PPWR unterscheidet konsequent zwischen der Design-Verantwortung und der finanziellen Entsorgungsverantwortung \u2013 und ordnet diese zwei verschiedenen Akteuren zu.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Der <strong>Hersteller<\/strong> (Manufacturer) tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr die Konformit\u00e4t des Verpackungsdesigns und das Labelling gem\u00e4\u00df den Artikeln 5 bis 12 der PPWR. Entscheidend: Es gibt EU-weit nur einen einzigen Hersteller pro Verpackung \u2013 das Prinzip des Single Point of Responsibility. Hersteller ist, wer die Verpackung unter eigenem Namen oder eigener Marke gestaltet oder in Auftrag gibt. In der Praxis trifft diese Rolle typischerweise den Markeninhaber oder den Abf\u00fcller.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Der <strong>Erzeuger<\/strong> (Producer) hingegen ist f\u00fcr die Finanzierung der Abfallentsorgungssysteme im Rahmen der Erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) zust\u00e4ndig. Hier gilt das Territorialprinzip: F\u00fcr jeden Mitgliedstaat, in dem eine Verpackung erstmals bereitgestellt wird, entsteht eine eigenst\u00e4ndige Erzeugereigenschaft. Das bedeutet: Ein Unternehmen, das in zw\u00f6lf EU-M\u00e4rkten aktiv ist, kann in zw\u00f6lf Mitgliedstaaten als Erzeuger im Sinne der EPR-Pflichten auftreten. Diese Rolle trifft typischerweise den Importeur oder den H\u00e4ndler im jeweiligen Zielland.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die Konsequenz f\u00fcr die Praxis ist erheblich: Unternehmen, die beide Funktionen in sich vereinen \u2013 etwa ein Markeninhaber, der seine Produkte selbst importiert und vertreibt \u2013 m\u00fcssen beide Rollen intern sauber trennen und entsprechend dokumentieren. Eine falsche Einordnung kann zu Haftungsrisiken bei der Konformit\u00e4tsdokumentation (Herstellerrolle) ebenso f\u00fchren wie bei den EPR-Geb\u00fchren (Erzeugerrolle).<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"franchise\"><\/a>Franchise-Unternehmen und Zweigniederlassungen: Wo Konzernstrukturen zur Falle werden<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr Unternehmensgruppen und internationale Konzerne kl\u00e4rt der Leitfaden zwei weitere Punkte, die in der Compliance-Praxis regelm\u00e4\u00dfig zu Unsicherheiten f\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Die Franchise-Regel:<\/strong> Kleinstunternehmen (Micro-enterprises) sind nach der PPWR in bestimmten Bereichen von Herstellerpflichten befreit. Diese Befreiung gilt jedoch nicht automatisch f\u00fcr Franchisenehmer. Ein Franchisenehmer kann nur dann als Mikrounternehmen eingestuft werden, wenn der Franchisegeber weniger als 25 Prozent des Kapitals oder der Stimmrechte h\u00e4lt. Liegt die Beteiligung dar\u00fcber, werden die wirtschaftlichen Daten des gesamten Konzerns aggregiert \u2013 und die Schwellenwerte f\u00fcr Kleinstunternehmen sind damit in aller Regel \u00fcberschritten.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Zweigniederlassungen:<\/strong> Eine reine Zweigniederlassung ohne eigene Rechtspers\u00f6nlichkeit kann nach dem Leitfaden nicht als \u201eImporteur&#8220; im Sinne der PPWR agieren. F\u00fcr Nicht-EU-Hersteller hat das praktische Konsequenzen: Sie m\u00fcssen entweder eine rechtlich selbstst\u00e4ndige Tochtergesellschaft in der EU gr\u00fcnden oder einen bevollm\u00e4chtigten Vertreter benennen, der die Importeur-Pflichten \u00fcbernimmt. Eine reine Umsatzsteuer-Registrierung im EU-Mitgliedstaat ist nicht ausreichend, um die Importeur-Haftung abzubilden.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"pfas\"><\/a>PFAS in Lebensmittelverpackungen: Das dreistufige Pr\u00fcfprotokoll<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Ab dem 12. August 2026 gelten f\u00fcr per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) in Lebensmittelkontaktmaterialien strikte Grenzwerte, die faktisch einem Verbot gleichkommen. Der Leitfaden definiert die relevanten Grenzwerte und beschreibt ein Pr\u00fcfverfahren, das f\u00fcr viele Unternehmen eine erhebliche Kostenentlastung bedeuten kann.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die drei ma\u00dfgeblichen Grenzwerte lauten:<\/p>\n<ul class=\"[li_&amp;]:mb-0 [li_&amp;]:mt-1 [li_&amp;]:gap-1 [&amp;:not(:last-child)_ul]:pb-1 [&amp;:not(:last-child)_ol]:pb-1 list-disc flex flex-col gap-1 pl-8 mb-3\">\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>25 ppb<\/strong> f\u00fcr jedes einzelne PFAS (gezielte Einzelsubstanz-Analyse)<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>250 ppb<\/strong> als Summe der gemessenen PFAS (gegebenenfalls inklusive Vorl\u00e4ufer-Abbauprodukte)<\/li>\n<li class=\"whitespace-normal break-words pl-2\"><strong>50 ppm<\/strong> als Gesamtsumme aller PFAS, einschlie\u00dflich polymerer PFAS<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die Kommission empfiehlt ein dreistufiges Pr\u00fcfprotokoll, das aufwendigere Analysen nur dort erfordert, wo ein erster Screening-Schritt einen Verdacht begr\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Schritt 1<\/strong> ist die Gesamtfluor-Quantifizierung (Total Fluorine, TF). Liegt der gemessene TF-Wert unter 50 mg\/kg, gilt die Probe als vollst\u00e4ndig konform \u2013 und zwar nicht nur in Bezug auf den 50-ppm-Grenzwert, sondern automatisch auch in Bezug auf die komplexeren Pr\u00fcfschritte 2 und 3. Weitere Tests er\u00fcbrigen sich in diesem Fall vollst\u00e4ndig. Das ist der entscheidende Punkt f\u00fcr die Kostenkalkulation: Unternehmen, deren Verpackungen diesen Eingangstest bestehen, k\u00f6nnen aufwendige Folgeanalysen einsparen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Schritt 2<\/strong> kommt zum Einsatz, wenn der TF-Screening-Wert \u00fcberschritten wird. Die Pyrolyse-GC\/MS-Analyse dient der Unterscheidung zwischen organischem Fluor (das auf PFAS hinweist) und anorganischem Fluor, das von der Regulierung nicht erfasst wird.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Schritt 3<\/strong> ist die TOP-Analyse (Total Oxidizable Precursors), die zur finalen Verifikation der ppb-Grenzwerte f\u00fcr Einzelsubstanzen und Summenparameter eingesetzt wird.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Zum Thema Lagerbest\u00e4nde h\u00e4lt der Leitfaden fest: Eine \u00dcbergangsfrist f\u00fcr die laufende Neuproduktion gibt es nicht. Verpackungen, die vor dem 12. August 2026 jedoch bereits rechtm\u00e4\u00dfig \u201ein Verkehr gebracht&#8220; wurden \u2013 also nach Abschluss der Fertigung bereits Gegenstand eines Verkaufsangebots waren \u2013 d\u00fcrfen als Altbest\u00e4nde abverkauft werden. Der entscheidende Zeitpunkt ist das Inverkehrbringen, nicht das Datum der physischen Lieferung oder des Verkaufs an den Endkunden.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"recyclingfaehigkeit\"><\/a>Recyclingf\u00e4higkeit: Ein Phasenmodell mit klaren Zeitmarken<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die PPWR setzt f\u00fcr die Recyclingf\u00e4higkeit von Verpackungen ein Stufenmodell in Kraft, das Unternehmen unterschiedliche Fristen f\u00fcr unterschiedliche Anforderungsniveaus einr\u00e4umt.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Ab August 2026<\/strong> gilt die grunds\u00e4tzliche Pflicht zur Recyclingf\u00e4higkeit gem\u00e4\u00df Artikel 6(1). Dieser Einstiegspflicht muss zun\u00e4chst jede neu auf den Markt gebrachte Verpackung entsprechen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Ab 2030<\/strong> \u2013 pr\u00e4ziser: 24 Monate nach Erlass der entsprechenden delegierten Rechtsakte \u2013 wird die Einhaltung der spezifischen \u201eDesign for Recycling&#8220;-Kriterien (DfR) gem\u00e4\u00df Artikel 6(2)(a) verpflichtend. Diese Kriterien werden von der Kommission noch erarbeitet. Bis dahin bleibt die europ\u00e4ische Norm EN 13430:2004 die ma\u00dfgebliche Referenz f\u00fcr die Konformit\u00e4tsvermutung \u2013 Unternehmen, die dieser Norm entsprechen, k\u00f6nnen bis zum Inkrafttreten der neuen DfR-Kriterien von einer regelkonformen Recyclingf\u00e4higkeit ausgehen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\"><strong>Ab 2035<\/strong> schlie\u00dflich muss die Recyclingf\u00e4higkeit im industriellen Ma\u00dfstab nachgewiesen werden k\u00f6nnen \u2013 das sogenannte \u201eRecycled at scale&#8220;-Kriterium. Verpackungen, f\u00fcr die kein ausreichend skalierter Recyclingprozess existiert, werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr als recyclingf\u00e4hig im Sinne der PPWR anerkannt.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"rezyklateinsatz\"><\/a>Rezyklateinsatz: Ausnahmen sind m\u00f6glich, aber nicht automatisch<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Artikel 7 der PPWR schreibt Mindestquoten f\u00fcr den Einsatz von Post-Consumer-Rezyklaten (PCR) in Kunststoffverpackungen vor. Der Leitfaden kl\u00e4rt, unter welchen Bedingungen Ausnahmen von diesen Quoten in Anspruch genommen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Von den Mindestquoten sind zwei Kategorien automatisch ausgenommen: Erstens Kunststoffteile, die weniger als f\u00fcnf Prozent des Gesamtgewichts der Verpackungseinheit ausmachen. Zweitens Lebensmittelkontaktverpackungen, wenn der Einsatz von Rezyklaten die Produktsicherheit gef\u00e4hrdet \u2013 etwa weil die eingesetzte Recyclingtechnologie noch keine lebensmittelrechtliche Zulassung besitzt.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Wichtig: Diese Ausnahmen gelten nicht pauschal und ohne weiteren Nachweis. Hersteller m\u00fcssen die Inanspruchnahme einer Ausnahme aktiv in ihrer technischen Dokumentation begr\u00fcnden und nachweisen, warum keine geeignete Technologie verf\u00fcgbar ist. Eine blo\u00dfe Behauptung der Ausnahmevoraussetzungen gen\u00fcgt nicht.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"kompostierbarkeit\"><\/a>Kompostierbarkeit und Verpackungsminimierung: Ein Paradigmenwechsel f\u00fcr das Premium-Segment<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Zum Thema Kompostierbarkeit stellt der Leitfaden klar, dass Mitgliedstaaten die M\u00f6glichkeit haben, f\u00fcr bestimmte Produktkategorien \u2013 konkret genannt werden Kaffeepads und sehr leichte Kunststofftragetaschen \u2013 eine ausschlie\u00dfliche Kompostierbarkeit vorzuschreiben, um die Bioabfallsammlung zu optimieren. Dies ist jedoch eine nationale Option, kein EU-weiter Zwang. Unternehmen m\u00fcssen hier die jeweiligen nationalen Umsetzungsma\u00dfnahmen beobachten.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Weitreichender sind die Implikationen des Artikels 10 zur Verpackungsminimierung. Der Leitfaden enth\u00e4lt an dieser Stelle eine Klarstellung, die f\u00fcr das Premiumsegment der Verpackungsindustrie erhebliche Konsequenzen hat: Die Kriterien \u201eMarketing&#8220; und \u201eVerbraucherakzeptanz&#8220; wurden als zul\u00e4ssige Performance-Begr\u00fcndungen gestrichen. Ein erh\u00f6htes Verpackungsgewicht l\u00e4sst sich k\u00fcnftig nicht mehr allein mit der optischen Wertigkeit, der Haptik oder dem Markenerlebnis rechtfertigen. Nur funktionale Kriterien \u2013 Produktschutz, Logistikanforderungen, gesetzliche Vorgaben \u2013 bleiben als Begr\u00fcndungen anerkennungsf\u00e4hig.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr Transport- und E-Commerce-Verpackungen gilt dar\u00fcber hinaus ab 2030 eine strikte Leerraumgrenze von 50 Prozent gem\u00e4\u00df Artikel 24. Verpackungen, die mehr als die H\u00e4lfte ihres Innenvolumens als Leerraum enthalten, sind ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zul\u00e4ssig.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"wiederverwendbare-verpackungen\"><\/a>Wiederverwendbare Verpackungen: Wer tr\u00e4gt die Verantwortung f\u00fcr die Quote?<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Artikel 11 der PPWR definiert die Voraussetzungen f\u00fcr die Wiederverwendbarkeit. Eine Verpackung gilt nicht allein aufgrund ihrer physischen Stabilit\u00e4t als wiederverwendbar. Sie muss ohne Besch\u00e4digung entleert und wieder bef\u00fcllt werden k\u00f6nnen, den Anforderungen des Gesundheitsschutzes gen\u00fcgen und \u2013 wenn sie das Ende ihres Nutzungslebens erreicht \u2013 recyclingf\u00e4hig sein.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr Transportverpackungen gilt ab 2030 eine Wiederverwendungsquote von 40 Prozent. Der Leitfaden pr\u00e4zisiert dabei die Frage der Machbarkeit: Eimer oder Trommeln f\u00fcr viskose Stoffe wie Lacke m\u00fcssen nur dann als wiederverwendbar konzipiert werden, wenn die Reinigung keine unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Kosten oder Ressourcen erfordert. Bei Trockeng\u00fctern wie Getreide hingegen wird die Wiederverwendbarkeit generell als technisch machbar eingestuft.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Eine f\u00fcr die Praxis wichtige Frage betrifft die Verantwortlichkeit f\u00fcr die Erreichung der Quoten: Verantwortlich ist der Nutzer der Verpackung \u2013 also beispielsweise der Abf\u00fcller \u2013, nicht der Hersteller der leeren Verpackung. Das bedeutet, dass die Compliance-Verantwortung in der Lieferkette nicht auf den Verpackungsproduzenten abgew\u00e4lzt werden kann.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr den HORECA-Bereich stellt der Leitfaden klar: Getr\u00e4nkekegs (F\u00e4sser) z\u00e4hlen im B2B-Bereich nicht zu den Verpackungen, die in die Endverbraucher-Quoten einflie\u00dfen. Nur Formate, die direkt an Konsumenten abgegeben werden \u2013 etwa Flaschen \u2013, werden bei der Quotenberechnung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"kennzeichnung\"><\/a>Kennzeichnung: Das Ende nationaler Sonderwege ab August 2028<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Ab dem 12. August 2028 gilt EU-weit eine einheitliche Kennzeichnungspflicht f\u00fcr die Materialzusammensetzung von Verpackungen. Der Leitfaden stellt klar: Die Weiternutzung der bisherigen nationalen Abk\u00fcrzungen gem\u00e4\u00df Entscheidung 97\/129\/EG ist ab diesem Datum untersagt. Es handelt sich um einen harten Stopp ohne \u00dcbergangsfrist f\u00fcr Best\u00e4nde, die ab diesem Datum neu in Verkehr gebracht werden.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr die Bestandsplanung bedeutet das: Verpackungsdesigns, die aktuell noch nationale Kennzeichnungssysteme nutzen, m\u00fcssen bis August 2028 auf die harmonisierten EU-Kennzeichnungen umgestellt worden sein. Unternehmen mit langen Druckzyklen oder gro\u00dfen Vorproduktionsmengen sollten diesen Termin bereits jetzt in ihre Planungskalender einarbeiten.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Hinsichtlich der Form der Kennzeichnung hat die Kommission eine wichtige Weichenstellung vorgenommen: Die Priorisierung digitaler Labels f\u00fcr die Materialzusammensetzung wird von der Kommission derzeit nicht verfolgt. Physische Labels bleiben hier der Standard. Umgekehrt gilt f\u00fcr EPR-bezogene Informationen das genaue Gegenteil: Physische Labels f\u00fcr EPR-Informationen sind ausdr\u00fccklich verboten. Diese Informationen d\u00fcrfen ausschlie\u00dflich digital bereitgestellt werden.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"pfandsysteme\"><\/a>Pfandsysteme: Das einmalige Ausnahmefenster schlie\u00dft sich 2028<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die PPWR verpflichtet Mitgliedstaaten grunds\u00e4tzlich zur Einf\u00fchrung von Pfand-R\u00fcckgabesystemen (Deposit Return Systems, DRS) f\u00fcr Kunststoffflaschen und Metalldosen bis zum Jahr 2029. Ziel ist eine Sammelquote von 90 Prozent. Eine Ausnahme von dieser Pflicht ist nur m\u00f6glich, wenn ein Mitgliedstaat im Jahr 2026 bereits eine Sammelquote von 80 Prozent nachweisen kann.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Der entscheidende Punkt des Leitfadens: Der Antrag auf diese Ausnahme ist eine einmalige Option. Mitgliedstaaten, die das Meldefenster bis Januar 2028 nicht nutzen, verlieren das Recht auf eine Ausnahme dauerhaft und sind zur Einf\u00fchrung eines DRS verpflichtet. F\u00fcr die Getr\u00e4nke- und Verpackungsindustrie bedeutet das: Die Frage, ob ein Mitgliedstaat ein DRS einf\u00fchren wird oder nicht, ist sp\u00e4testens Anfang 2028 f\u00fcr alle relevanten M\u00e4rkte beantwortet.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">F\u00fcr den Handel regelt der Leitfaden die R\u00fccknahmepflicht: Letztvertreiber m\u00fcssen Pfandgut der Materialarten zur\u00fccknehmen, die sie selbst f\u00fchren. Die Auszahlung des Pfandbetrags darf dabei nicht vom Vorliegen eines Kassenbons abh\u00e4ngig gemacht werden.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"einwegkunststoff\"><\/a>PPWR schl\u00e4gt Einwegkunststoff-Richtlinie: Die 5-Prozent-Schwelle als Schl\u00fcsselgr\u00f6\u00dfe<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Das Verh\u00e4ltnis zwischen PPWR und der bestehenden Einwegkunststoff-Richtlinie (SUPD) war in der Praxis ein h\u00e4ufiger Streitpunkt. Der Leitfaden kl\u00e4rt das Rangverh\u00e4ltnis eindeutig: Bei Konflikten im Bereich der in Anhang V der PPWR gelisteten Verbote \u2013 insbesondere f\u00fcr Einweg-Verpackungen im HORECA-Bereich \u2013 hat die PPWR Vorrang gegen\u00fcber der SUPD.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Entscheidend f\u00fcr die Produktentwicklung ist die sogenannte 5-Prozent-Schwelle: Besteht eine Verbundverpackung zu mehr als f\u00fcnf Prozent ihres Gewichts aus Kunststoff, fallen die PPWR-Verbote des Anhangs V vollst\u00e4ndig zur Anwendung. Liegt der Kunststoffanteil bei f\u00fcnf Prozent oder weniger, gilt die Verpackung als Mono-Material \u2013 und ist damit von den spezifischen Verboten des Anhangs V ausgenommen.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Diese Schwelle ist die zentrale Messgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Produktentwickler, die mit Verbundmaterialien arbeiten. Eine pr\u00e4zise Dokumentation der Kunststoffanteile in den Produktdatenbl\u00e4ttern ist ab sofort Pflicht \u2013 nicht nur f\u00fcr die interne Compliance, sondern auch f\u00fcr die korrekte Einstufung in Bezug auf Anhang-V-Verbote.<\/p>\n<hr class=\"border-border-200 border-t-0.5 my-3 mx-1.5\" \/>\n<h2 class=\"text-text-100 mt-3 -mb-1 text-[1.125rem] font-bold\"><a id=\"fazit\"><\/a>Fazit: Die Weichen m\u00fcssen jetzt gestellt werden<\/h2>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Die Ver\u00f6ffentlichung des <a href=\"https:\/\/environment.ec.europa.eu\/document\/download\/3d59ca88-539c-4b6b-a623-0f61068e853e_en?filename=Annex%20to%20the%20Communication%20to%20the%20Commission.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Leitfadens C(2026) 2151<\/a> final markiert den Beginn der finalen Compliance-Phase vor dem PPWR-Inkrafttreten im August 2026. Die Kommission hat damit die wichtigsten Interpretationsfragen beantwortet \u2013 und den Unternehmen gleichzeitig klargemacht, dass Abwarten keine Option mehr ist.<\/p>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Vier strategische Priorit\u00e4ten sollten jetzt ganz oben auf der Agenda stehen:<\/p>\n<ul>\n<li class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Erstens das <strong>PFAS-Screening<\/strong>: Lebensmittelkontaktverpackungen m\u00fcssen nach dem neuen dreistufigen Protokoll gepr\u00fcft werden. Das Verfahren bietet bei richtiger Anwendung erhebliche Einsparungen bei den Analysekosten \u2013 es muss aber formalisiert und dokumentiert sein.<\/li>\n<li class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Zweitens das <strong>Stammdaten-Update<\/strong>: Die 5-Prozent-Schwelle f\u00fcr Kunststoffanteile in Verbundmaterialien muss in den Produktdatenbl\u00e4ttern hinterlegt sein. Nur auf dieser Basis k\u00f6nnen die Anhang-V-Verbote korrekt angewendet werden.<\/li>\n<li class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Drittens die <strong>Rollen-Inventur<\/strong>: Unternehmen mit internationalen Strukturen m\u00fcssen pr\u00fcfen, ob ihre EU-Niederlassungen als eigenst\u00e4ndige Rechtspers\u00f6nlichkeiten agieren k\u00f6nnen und ob Importeur- sowie Herstellerrolle korrekt zugeordnet sind.<\/li>\n<li class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">Viertens der <strong>Minimierungs-Check<\/strong>: Verpackungen, deren Gewicht oder Volumen bisher mit Marketingargumenten begr\u00fcndet wurde, verlieren ab 2030 ihre Konformit\u00e4tsbasis. Die Entwicklungsabteilungen m\u00fcssen jetzt funktionale Rechtfertigungen erarbeiten \u2013 oder die Designs anpassen.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"font-claude-response-body break-words whitespace-normal leading-[1.7]\">In den kommenden 24 bis 36 Monaten werden weitere Durchf\u00fchrungsrechtsakte folgen, insbesondere die spezifischen Design-for-Recycling-Kriterien. Die technische Dokumentation muss jedoch bereits heute auf die Anforderungen ausgerichtet sein, die der Leitfaden jetzt verbindlich klargestellt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"The EU has published the PPWR guidelines, answering many outstanding questions. What counts as packaging? Who is liable where? Which PFAS limits apply from August 2026? An overview of the most important points for your compliance planning.","protected":false},"author":7,"featured_media":114502,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"Der EU-Leitfaden C(2026) 2151 final kl\u00e4rt die wichtigsten PPWR-Auslegungsfragen. Was Verpackungsverantwortliche jetzt konkret wissen m\u00fcssen.","rank_math_focus_keyword":"PPWR","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[22],"tags":[59942,60115,58757,32,60586],"class_list":{"0":"post-114499","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-packmittel-und-packstoffe","8":"tag-eu-kommission","9":"tag-eu-verpackungsverordnung","10":"tag-gesetze-und-verordnungen","11":"tag-packmittel-und-packstoffe","12":"tag-pj_home","13":"cs-entry","14":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114499","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/7"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=114499"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114499\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":114503,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/114499\/revisions\/114503"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/114502"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114499"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=114499"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=114499"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}