{"id":1647,"date":"2017-08-21T04:06:00","date_gmt":"2017-08-21T02:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.packaging-journal.de\/track-trace-spezialfall-russland\/"},"modified":"2018-06-26T14:35:04","modified_gmt":"2018-06-26T12:35:04","slug":"track-trace-special-case-russia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/track-trace-spezialfall-russland\/","title":{"rendered":"Track &amp; Trace: Special case Russia"},"content":{"rendered":"<p>Russland plant einen sehr umfassenden Track-&amp;-Trace-Ansatz. Er ist darauf ausgerichtet, den Weg der Arzneimittel vom Hersteller bis zum Endverbraucher l\u00fcckenlos und kontinuierlich zu erfassen. Das geht so weit, dass die Beh\u00f6rden Informationen \u00fcber die Lagerzeit derjenigen Medikamente abrufen k\u00f6nnen, die gerade im Umlauf sind.<\/p>\n<p>Was Russland von anderen M\u00e4rkten abhebt, sind zwei Dinge: die F\u00fclle an Daten, die erhoben werden, und insbesondere auch das erkl\u00e4rte Ziel, diese Daten dann nach sehr unterschiedlichen Kriterien auswerten zu k\u00f6nnen bzw. den Marktteilnehmern nach bestimmten Kriterien wieder zur Verf\u00fcgung zu stellen. Es handelt sich im Grunde um ein Instrument zur intensiven <strong>Beobachtung<\/strong> und <strong>Auswertung<\/strong> des <strong>kompletten Arzneimittelmarktes<\/strong>. Es soll vor allem verhindern, dass gef\u00e4lschte Arzneimittel in die Logistik- und Lieferketten eindringen k\u00f6nnen. Ein zentrales Element soll nach den vorliegenden Informationen darin liegen, die Preise von wichtigen und unverzichtbaren Medikamenten kontrollieren zu k\u00f6nnen. Zum Beispiel sollen Endverbraucher in die Lage versetzt werden, den Preis, den sie bezahlt haben, mit der offiziellen Preisgrenze zu vergleichen. Aber auch die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden k\u00f6nnen dann sehr viele Informationen aus den Daten herauslesen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1646\" aria-describedby=\"caption-attachment-1646\" style=\"width: 298px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1646\" style=\"margin-right: 10px; float: left;\" title=\"Stefan \u00d6ing, Track &amp; Trace Bereichsleiter bei Atlantic Zeiser\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing.jpg\" alt=\"Stefan \u00d6ing, Track &amp; Trace Bereichsleiter bei Atlantic Zeiser\" width=\"298\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing.jpg 655w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing-300x300.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing-100x100.jpg 100w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing-600x600.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/FS_Atlantic_Zeiser_Stefan_Oeing-150x150.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1646\" class=\"wp-caption-text\">Stefan \u00d6ing<\/figcaption><\/figure>\n<p>Softwarespezialist<strong> Stefan \u00d6ing<\/strong> ist bei Atlantic Zeiser Leiter des Bereichs Track &amp; Trace. Er erl\u00e4utert, welche L\u00f6sungen den besonderen Herausforderungen gerecht werden und was dies in der Praxis bedeutet.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-2738757179\"><div id=\"packa-670216980\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Herr \u00d6ing, der \u00e4u\u00dferst umfassende Ansatz, den Russland f\u00fcr die R\u00fcckverfolgung von Medikamenten vorgesehen hat, wird weit \u00fcber das hinausgehen, was von der EU im \u201eRegelfall\u201c vorgesehen ist \u2026<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan \u00d6ing:<\/strong> Das ist richtig, das russische Konzept, das unter seiner Abk\u00fcrzung <strong>FSIS DCM<\/strong> bekannt ist, wird sogar in den Schatten stellen, was sich Brasilien urspr\u00fcnglich vorgenommen hatte, aber bislang nicht vollumf\u00e4nglich realisieren konnte.<\/p><div id=\"packa-4277088320\" class=\"packa-inhalt\"><!--noptimize--><script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2686439340972671\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script>\r\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display:block;text-align:center\" data-ad-layout=\"in-article\" data-ad-format=\"fluid\" data-ad-client=\"ca-pub-2686439340972671\" data-ad-slot=\"6171251825\"><\/ins>\r\n<script>\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n<\/script><!--\/noptimize--><\/div>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Und was ist so besonders daran?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan \u00d6ing:<\/strong> Das geht so weit, dass die Beh\u00f6rden vorliegende Informationen \u00fcber die Lagerzeit derjenigen Medikamente abrufen k\u00f6nnen, die gerade im Umlauf sind. Oder dass sie genau nachvollziehen k\u00f6nnen, welche Medikamente wann, wo und in welcher Menge aufgrund von Qualit\u00e4tsproblemen, fehlerhafter Zulassung oder F\u00e4lschungsverdacht aus dem Verkehr gezogen wurden.<\/p>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Welche Identifizierungstechnologie soll zum Einsatz kommen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan \u00d6ing:<\/strong> F\u00fcr die maschinenlesbare Serialisierung soll nach unserem Wissensstand ein <strong>Data-Matrix-Code<\/strong> verwendet werden. Das geht aus mehreren Stellungnahmen und Pr\u00e4sentationen zu diesem Thema hervor, insbesondere auch von solchen, die von offiziellen russischen Stellen verbreitet werden. Dar\u00fcber hinaus kommt der <strong>Aggregatio<\/strong>n eine Schl\u00fcsselfunktion zu. Ohne die Aggregation wird sich der umfassende Track-&amp;-Trace-Ansatz nicht realisieren lassen.<\/p>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Welches Zeitfenster ist f\u00fcr die Umsetzung vorgesehen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan \u00d6ing:<\/strong> Den russischen Beh\u00f6rden ist schon bewusst, dass sie ein sehr komplexes System errichten wollen. Deshalb sind zun\u00e4chst nur Medikamente f\u00fcr sieben besonders umsatzstarke Krankheitstypen betroffen. Daf\u00fcr gilt als Deadline der <strong>1. Januar 2018<\/strong>. Ein Jahr sp\u00e4ter gilt die FSIS DCM dann generell f\u00fcr \u201ebesonders wichtige\u201c Medikamente. Wiederum ein Jahr sp\u00e4ter, also ab 1. Januar 2020, m\u00fcssen alle Humanarzneimittel entsprechend serialisiert werden. Im Moment laufen schon Pilotprojekte, an denen 16 Pharmahersteller mit insgesamt 30 Medikamenten beteiligt sind.<\/p>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Dann m\u00fcssen die L\u00f6sungen ja bis zum Jahreswechsel auch in der Praxis funktionieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan Oeing:<\/strong> Das stimmt. Die Zeitvorgaben sind eine ernst zu nehmende Herausforderung. Vertreter der russischen Beh\u00f6rden haben die Pharmaunternehmen schon ermahnt, Serialisierungs- und GxP-Projekte nicht mutwillig zu verschleppen, um dann sagen zu k\u00f6nnen, die Zeit reiche nicht aus. Es besteht in diesem Land eine <strong>hohe Erwartungshaltung<\/strong>, die man nicht untersch\u00e4tzen sollte. Und die Vorgaben sind ja in der Tat nicht einfach dadurch zu l\u00f6sen, dass die Verpackungslinien mit zus\u00e4tzlichen Ger\u00e4ten ausger\u00fcstet werden. Hier geht es um die Entwicklung und Anbindung ganzer Informationssysteme.<\/p>\n[infotext icon]Es werden auch <strong>Tamper-Evident-Vorkehrungen<\/strong> eine Rolle spielen: In offiziellen Dokumenten oder Pr\u00e4sentationen ist davon zwar im Moment kaum die Rede. Aber es deutet vieles darauf hin, dass Bestimmungen zum Originalit\u00e4tsnachweis Bestandteil der finalen Vorschriften sein werden. Die Frage wird wahrscheinlich nur sein, ob billigere Medikamente dabei au\u00dfen vor bleiben. Und wenn das der Fall ist, wo dann genau die Preisgrenze liegt.[\/infotext]\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Wie ist Atlantic Zeiser auf die russischen Herausforderungen vorbereitet?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan Oeing:<\/strong> Um die sehr umfangreichen Anforderungen in Russland zu erf\u00fcllen, kommt es in hohem Ma\u00df auf die <strong>Flexibilit\u00e4t der Software<\/strong> an. Wir haben unseren MEDTRACKER von Anfang so ausgelegt, dass auch neue, derzeit noch unbekannte und komplexe Serialisierungsvorschriften mit ihm abgedeckt werden k\u00f6nnen. Da bilden die Vorgaben in Russland keine Ausnahme. Die umfangreiche Schnittstellenbibliothek, die die L\u00f6sung auszeichnet, kommt uns au\u00dferdem zugute, wenn es jetzt darum geht, in einem Land ganz unterschiedliche Datenbanken, Institutionen, Beh\u00f6rden und Hersteller zu verkn\u00fcpfen. Nat\u00fcrlich darf man den Zeitaufwand nicht untersch\u00e4tzen, wenn es darum geht, die Schnittstellen im Einzelfall noch zu konfigurieren. Da ist Feintuning notwendig.<\/p>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Wie sieht es auf der Hardwareseite aus?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan Oeing:<\/strong> Wir haben die Softwarearchitektur von MEDTRACKER so entwickelt, dass sie unter gewissen Voraussetzungen mit bestehenden, auch heterogenen Dritt-Hardware-Ausr\u00fcstungen kompatibel ist. Sie ist in der Lage, Hardwarekomponenten wie Kamera-, Drucksysteme oder Sensoren etc. direkt anzusteuern. Es besteht also nicht unbedingt die Notwendigkeit, in neue Hardware zu investieren, wenn die bestehende Ausr\u00fcstung grunds\u00e4tzlich die Anforderungen erf\u00fcllen kann.<\/p>\n<p><em><em><strong>pj:<\/strong> <\/em>Was empfehlen Sie, wenn aber tats\u00e4chlich ein Track &amp; Trace-Modul neu integriert werden muss?<\/em><\/p>\n<p><strong>Stefan \u00d6ing:<\/strong> Wir k\u00f6nnen eine komplette Soft- und Hardwarel\u00f6sung aus einer Hand planen und realisieren. Zur interpack haben wir z. B. ein neues Track &amp; Trace-Modul vorgestellt, das bei Bedarf auf engstem Raum serialisieren, kontrollwiegen und Tamper-Evident-versiegeln kann \u2013 nat\u00fcrlich mit eingebauter Schnittstelle zum MEDTRACKER. Damit kann man auch die russische Herausforderung zuverl\u00e4ssig meistern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Russia, the path of medicines from the manufacturer to the end consumer is to be recorded seamlessly and continuously. Atlantic Zeiser is developing the MEDTRACKER software to fulfil this requirement.","protected":false},"author":1,"featured_media":1645,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[21],"tags":[42,89,66,40,39],"class_list":{"0":"post-1647","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-verpackungstechnik","8":"tag-etikettieren-kennzeichnen-codieren","9":"tag-interview","10":"tag-markenschutz-und-faelschungssicherheit","11":"tag-pharma-kosmetik-chemie","12":"tag-verpackungstechnik","13":"cs-entry","14":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1647"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1647\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1645"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}