{"id":18154,"date":"2018-11-21T07:45:57","date_gmt":"2018-11-21T06:45:57","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=18154"},"modified":"2018-11-28T15:03:28","modified_gmt":"2018-11-28T14:03:28","slug":"kautex-eight-decades-of-history","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/kautex-acht-jahrzehnte-geschichte\/","title":{"rendered":"Kautex: A brand makes history"},"content":{"rendered":"<p>Die Geschichte von Kautex geht bis in das Jahr 1935 zur\u00fcck. Firmengr\u00fcnder Reinhold Hagen konnte noch nicht ahnen, dass er in den folgenden Jahren ein Unternehmen von internationaler Bekanntheit aufbauen w\u00fcrde \u2013 sowohl in Bezug auf die Produktion von Kunststoffhohlk\u00f6rpern als auch in Bezug auf den dazu notwendigen Maschinenbau.<\/p>\n<p>Durch den fr\u00fchen Tod seines Vaters war <strong>Reinold Hagen<\/strong> schon im Alter von 22 Jahren gezwungen, seine junge Ingenieurskarriere bei Robert Bosch in Feuerbach bei Stuttgart abzubrechen. Er kehrte in seine Geburtsstadt Siegburg zuru\u0308ck, machte sich 1935 mit einem Metall- und Galvanisierbetrieb selbstst\u00e4ndig und sorgte als \u00e4ltestes von sieben Geschwistern fu\u0308r das wirtschaftliche Auskommen der Familie.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18402\" aria-describedby=\"caption-attachment-18402\" style=\"width: 548px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18402\" title=\"Der Firmengr\u00fcnder Reinold Hagen im Jahr 1938.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Reinold_Hagen-e1541769642206.jpg\" alt=\"Der Firmengr\u00fcnder Reinold Hagen im Jahr 1938.\" width=\"548\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Reinold_Hagen-e1541769642206.jpg 852w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Reinold_Hagen-e1541769642206-600x438.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Reinold_Hagen-e1541769642206-300x219.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Reinold_Hagen-e1541769642206-768x561.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 548px) 100vw, 548px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18402\" class=\"wp-caption-text\">Der Firmengr\u00fcnder Reinold Hagen im Jahr 1938.<\/figcaption><\/figure>\n<p>1945 musste er das Unternehmen in der N\u00e4he von Bonn neu aufbauen. Der Krieg hatte einen gro\u00dfen Teil des Betriebs zerst\u00f6rt. Dies bot aber auch die M\u00f6glichkeit, etwas Neues zu erschaffen und nach vorne zu blicken.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-2194909426\"><div id=\"packa-358558326\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<h2><strong>Die Geburt von Kautex<\/strong><\/h2>\n<p>Weil w\u00e4hrend der Kriegsjahre ein Ersatz f\u00fcr die ben\u00f6tigten Rohstoffe gefunden werden musste, betrat Reinold Hagen zun\u00e4chst mit der <strong>Verarbeitung des thermoplastischen Kunststoffs Polyvinylchlorid<\/strong> verfahrenstechnisches Neuland. Das Ende des Kautschuks als Werkstoff schien nahe. Dies nahm Reinold Hagen zum Anlass, die galvanischen Werkst\u00e4tten mit dem Neuanfang 1945 umzubenennen: Aus einer Laune heraus entstand der Name \u201eKautex\u201c im Sinne von <strong>\u201eKautschuk Ex\u201c<\/strong> fu\u0308r den Abschied vom Kautschuk in der Industrie und die Hinwendung zu neuen Werkstoffen, ohne dass Hagen selbst jemals Kautschuk verarbeitet hatte.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18380\" aria-describedby=\"caption-attachment-18380\" style=\"width: 412px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-18380\" title=\"Ein Logo mit dem \u201eK im Kreis\u201c existiert seit 1947. Es wurde 1964 als Warenzeichen eingetragen.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947-293x300.jpg\" alt=\"Ein Logo mit dem \u201eK im Kreis\u201c existiert seit 1947. Es wurde 1964 als Warenzeichen eingetragen.\" width=\"412\" height=\"422\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947-293x300.jpg 293w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947-600x615.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947-768x787.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947-999x1024.jpg 999w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Logo_um_1947.jpg 1181w\" sizes=\"(max-width: 412px) 100vw, 412px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18380\" class=\"wp-caption-text\">Ein Logo mit dem \u201eK im Kreis\u201c existiert seit 1947. Es wurde 1964 als Warenzeichen eingetragen.<\/figcaption><\/figure>\n<p>1949 entwickelte sein Bruder Theo ein Verfahren zum<strong> Aufblasen von PVC-Schrumpfschl\u00e4uchen<\/strong>. Reinold Hagen experimentierte weiter und fand schlie\u00dflich eine Methode, den thermoplastischen Kunststoff gezielt so aufzublasen, dass er seine Form behielt. Dank Stabilisierung der Rohstoffsituation nach der W\u00e4hrungsreform stand kurze Zeit sp\u00e4ter blasf\u00e4higes Polyethylen erstmals im gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab zur Verf\u00fcgung. Mit dem auf einer Kautex-Maschine geblasenen Zehn-Liter-Ballon entstand noch im selben Jahr der <strong>weltweit erste nahtlos hergestellte Kunststoff-Gro\u00dfbeh\u00e4lter<\/strong>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18384\" aria-describedby=\"caption-attachment-18384\" style=\"width: 421px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-18384\" title=\"Ein Logo mit dem \u201eK im Kreis\u201c existiert seit 1947. Es wurde 1964 als Warenzeichen eingetragen.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Zehnliterflasche_Reklame_1950-718x1024.jpg\" alt=\"Reklame f\u00fcr den weltweit ersten nahtlos hergestellten Kunststoff-Gro\u00dfbeh\u00e4lter: die Zehn-Liter-Flasche aus Polyethylen.\" width=\"421\" height=\"600\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18384\" class=\"wp-caption-text\">Reklame f\u00fcr den weltweit ersten nahtlos hergestellten Kunststoff-Gro\u00dfbeh\u00e4lter: die Zehn-Liter-Flasche aus Polyethylen.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Weltweite Expansion<\/strong><\/h2>\n<p>Mit der Blasformmaschine V8 entstand <strong>1954 die erste Standardanlage<\/strong> zur Herstellung von Hohlk\u00f6rpern bis zu f\u00fcnf Liter Inhalt. Ihr Formbewegungsprinzip blieb bis in die 1980er-Jahre g\u00fcltig. Kautex entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem global operierenden Unternehmen. 1960 wurde auch die erste Kautex-Niederlassung in den USA errichtet. Mit dem Export erster Maschinen in die USA legte man den Grundstein f\u00fcr die internationale Expansion. Der Weg f\u00fchrte \u00fcber den Wachstumsmarkt USA bis hin zum Aufbau einer eigenen zus\u00e4tzlichen Maschinenproduktion in China.<\/p>\n<h2><strong>Maschinenbau plus Service<\/strong><\/h2>\n<p>Das Unternehmen produzierte nicht mehr ausschlie\u00dflich fu\u0308r den Eigenbedarf, sondern belieferte die Kunststoff verarbeitende Industrie weltweit. Dazu geh\u00f6rten vornehmlich Extrusionsblasformmaschinen, aber auch Siebdruckmaschinen zum Bedrucken vieler Hohlk\u00f6rper sowie Maschinen fu\u0308r die Bearbeitung und die Aufbereitung der Kunststoffe. Der Absatz von <strong>Kunststoffflaschen<\/strong> bewegte sich zu dieser Zeit haupts\u00e4chlich im Bereich der Verpackungsindustrie und sprach Hersteller der chemischen, chemisch-technischen, kosmetischen und pharmazeutischen Industrie an.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18383\" aria-describedby=\"caption-attachment-18383\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18383 size-large\" title=\"Das Kautex Werk in Hangelar (heute ein Stadtteil von Bonn) 1962.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Werk_Hangelar_1962-1024x523.jpg\" alt=\"Das Kautex Werk in Hangelar (heute ein Stadtteil von Bonn) 1962.\" width=\"1024\" height=\"523\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18383\" class=\"wp-caption-text\">Das Kautex Werk in Hangelar (heute ein Stadtteil von Bonn) 1962.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein weltweiter Wirtschaftsaufschwung spiegelte sich in der zunehmenden Diversit\u00e4t der Konsumentenwelt. Auch im Blasverfahren hergestellte technische Teile nahmen zu Beginn der 1960er-Jahre schon einen Platz im Kautex-Programm ein: Fu\u0308r die Automobilindustrie fertigte Kautex beispielsweise komplizierte Kan\u00e4le fu\u0308r Warm- und Kaltluftzufu\u0308hrung, Faltenb\u00e4lge und Bremsflu\u0308ssigkeitsbeh\u00e4lter. Bis Mitte der 1970er-Jahre entwickelte das Unternehmen seinen Kundenservice und machte mit dem weltweit ersten serienm\u00e4\u00dfigen Kunststoffbenzintank (1973) oder Superlativen wie dem 5.000-Liter-Heiz\u00f6ltank (1974) auf sich aufmerksam.<\/p>\n<h2><strong>Die Krupp-Jahre<\/strong><\/h2>\n<p>1977 kam es zur Spaltung des Unternehmens. Die Maschinenbausparte wurde von den Kautex-Werken an den Krupp-Konzern verkauft und ihr so die Chance zur eigenst\u00e4ndigen Weiterentwicklung gegeben. Der Kunststoff verarbeitende Teil der Kautex-Werke firmiert heute unter dem Namen <strong>Kautex Textron<\/strong>.<\/p>\n<p>Unter der Firmierung Krupp-Kautex folgte f\u00fcr den Maschinenbauer rund ein Vierteljahrhundert Zugeh\u00f6rigkeit zum global agierenden Krupp-Konzern. Kautex Maschinenbau entwickelte sich unter Krupp zum kundenorientierten Unternehmen, das eine gro\u00dfe Bandbreite an Produkten fu\u0308r <strong>unterschiedliche Anwendungsbereiche des Blasformens<\/strong> auslieferte. Das Unternehmen widmete sich von nun an verst\u00e4rkt der Automobilindustrie. Nachdem sich der Benzintank aus Kunststoff etabliert hatte, setzten sich im Pkw immer mehr seriengefertigte Einzelteile aus Kunststoff durch. Neuerungen im Fahrzeugbau hatten nach wie vor Gewichtsreduktion, Verbrauchssenkung und Emissionsminderung zum Ziel. Begu\u0308nstigt wurden diese Ziele auch durch Polyurethan, das sich als vielfach zu verwendender und elastischer Werkstoff im Kraftfahrzeugbau anbot. Krupp-Kautex pr\u00e4parierte 1979 erstmals Maschinen fu\u0308r die Herstellung extrusionsgeblasener Faltenb\u00e4lge, die auch aus Polyurethan und nicht mehr nur aus Gummi hergestellt wurden. 1981 wurden die ersten blasgeformten Heckspoiler und Sto\u00dff\u00e4nger fu\u0308r Pkw auf Krupp-Kautex-Blasformmaschinen hergestellt.<\/p>\n<p>Das Unternehmen reagierte auf die steigenden Anforderungen, die ab den 1980er-Jahren aus Umwelt- und Gesundheitsschutzgru\u0308nden an die <strong>Barriereeigenschaften<\/strong> der Kunststoff-Kraftstoff-Beh\u00e4lter (KKB) gestellt wurden. Ein wichtiger Meilenstein in dieser Dekade war der Verkauf der weltweit ersten Sechs-Schicht-CoEx-Anlage f\u00fcr Kraftstoffbeh\u00e4lter. Das <strong>Mehrschichtverfahren<\/strong> fu\u0308r Kraftstoffbeh\u00e4lter, aber auch fu\u0308r Lebensmittel- und Chemieverpackungen setzte sich als vollautomatisiertes Produktionskonzept durch.<\/p>\n<h2><strong>Zeiten des Aufbruchs<\/strong><\/h2>\n<p>Die \u00c4ra Krupp-Kautex endete im Jahr 2000 durch den Verkauf an den Schweizer Konzern SIG. Nach vier schwierigen Jahren fu\u0308r Kautex erfolgte 2004 die Anteilsu\u0308bertragung auf den Finanzinvestor Adcuram. Mit Adcuram begann bei Kautex Maschinenbau eine Zeit der betriebsorganisatorischen Neuerungen und eine Zeit des bewussten Aufbruchs und mutigen Eroberns neuer Wege. So setzte sich Kautex Maschinenbau mit einem neuen Managementteam aus eigener Kraft wieder an die Spitze der fu\u0308hrenden Blasmaschinenbauer und konnte sich besonders auf dem schnell wachsenden asiatischen Markt behaupten.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18378\" aria-describedby=\"caption-attachment-18378\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18378 size-large\" title=\"Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung seit 2005: Andreas Lichtenauer (Managing Partner, links) und Dr. Olaf Weiland (CEO &amp;amp; Partner).\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Andreas_Lichtenauer_und_Dr._Olaf_Weiland-e1541762155611-1024x600.jpg\" alt=\"Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung seit 2005: Andreas Lichtenauer (Managing Partner, links) und Dr. Olaf Weiland (CEO &amp; Partner).\" width=\"1024\" height=\"600\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18378\" class=\"wp-caption-text\">Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung seit 2005: Andreas Lichtenauer (Managing Partner, links) und Dr. Olaf Weiland (CEO &amp; Partner).<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsfu\u0308hrung liegt seitdem in den H\u00e4nden von <strong>Dr. Olaf Weiland<\/strong> und <strong>Andreas Lichtenauer<\/strong>. Beide sind Ingenieure mit gro\u00dfer Vertriebserfahrung. Weiland hatte schon in den 1990er-Jahren fu\u0308r Kautex Maschinenbau gearbeitet, bevor er 1998 nach Hamburg wechselte, um bei dem dort ans\u00e4ssigen Schwesterunternehmen Krupp Corpoplast (heute KHS Corpoplast) Vertrieb und Kundendienst zu modernisieren und auszubauen. Lichtenauer war bis 2004 fu\u0308r den Ausbau des Kautex-Gesch\u00e4fts in China verantwortlich. Er verfu\u0308gt inzwischen u\u0308ber 30 Jahre Berufserfahrung im Blasformmaschinenbau.<\/p>\n<p>Nach weiteren Investorenwechseln zwischen 2007 und 2018 liegt nun die Mehrheitsbeteiligung erstmals bei einem nicht reinen Finanzinvestor. Den k\u00fcrzlichen Erwerb durch die Plastech Beteiligungs GmbH versteht das Unternehmen als entscheidende Weichenstellung, um die langfristige Weiterentwicklung des Unternehmens an der Seite eines mittelst\u00e4ndisch gepr\u00e4gten Hauptgesellschafters voranzutreiben.<\/p>\n<p>Besonders erfreut ist man \u00fcber dessen Fokussierung auf die Kunststofftechnik-Branche, auf profitables Wachstum durch Kundenorientierung, Innovation sowie Digitalisierung \u2013 und dies auf der Grundlage eines langfristigen unternehmerischen Ansatzes.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18403\" aria-describedby=\"caption-attachment-18403\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18403 size-large\" title=\"Die Montagehalle 3 in Bonn 2017.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Halle_3_Bonn-1024x548.jpg\" alt=\"Die Montagehalle 3 in Bonn 2017.\" width=\"1024\" height=\"548\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18403\" class=\"wp-caption-text\">Die Montagehalle 3 in Bonn 2017.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Das Unternehmen heute<\/strong><\/h2>\n<p>Kautex Maschinenbau hatte in den zur\u00fcckliegenden Jahren viel Kraft und Konzentration in den Ausbau seiner Technologie- und Marktfu\u0308hrerschaft bei Tankblasanlagen gesteckt. Dies wurde mehr und mehr bestimmend fu\u0308r die Wahrnehmung der Marke von au\u00dfen. Dabei entwickelte, baute und verkaufte das Unternehmen schon immer <strong>leistungsstarke Verpackungsmaschinen<\/strong>.<\/p>\n<p>Um dies zu verdeutlichen, pr\u00e4sentierte Kautex Maschinenbau zur K 2007 eine Hochleistungsmaschine zur Herstellung von HDPE-Flaschen. Die ausgestellte KLS6 hatte zw\u00f6lf Kavit\u00e4ten und produzierte 5.800 Flaschen pro Stunde, erstmals in drei verschiedenen Farben gleichzeitig.<\/p>\n<p>Zur darauffolgenden K 2010 wurde eine KLS8 vorgefu\u0308hrt, erstmals nicht als einzelne Blasformmaschine, sondern als Teil einer <strong>kompletten und vollautomatischen Produktionslinie<\/strong>, einschlie\u00dflich Qualit\u00e4tskontrolle, Beschriftung und Palettierung. Kamen fu\u0308r die Bewegungsabl\u00e4ufe in diesen Maschinen noch hydraulische Systeme zum Einsatz, legte Kautex Maschinenbau zur K 2013 entscheidend nach und pr\u00e4sentiert eine Maschine seiner neuen, vollelektrischen KBB-Baureihe.<\/p>\n<p>Die ausgestellte KBB60 zog nicht nur wegen ihrer hochwertigen Optik und ihrer schnellen, aber ruckfreien Prozessbewegungen das Publikum an. Die Maschine strahlt Pr\u00e4zision und Perfektion bis ins kleinste Detail aus. Kompakte Ausma\u00dfe, \u00e4u\u00dferst kurze Zykluszeiten und ein System zur Energieru\u0308ckgewinnung machen sie zu einem neuen Ma\u00dfstab in ihrem Segment. J\u00fcngste Messungen des Energieverbrauchs nach den Euromap-46.1-Standards belegen den Erfolg: Zahlreiche KBB-Maschinen erreichen bereits die h\u00f6chste Energieeffizienzklassifikation 10.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18396\" aria-describedby=\"caption-attachment-18396\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18396 size-large\" title=\"Durch sogenannte IntelliGate-Module wird der Downstream zum integralen Bestandteil der Maschine.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration-1024x653.jpg\" alt=\"Durch sogenannte IntelliGate-Module wird der Downstream zum integralen Bestandteil der Maschine.\" width=\"1024\" height=\"653\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration-1024x653.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration-600x383.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration-300x191.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration-768x490.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_IntelliGate-Module_mit_Downstream_Integration.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18396\" class=\"wp-caption-text\">Durch sogenannte IntelliGate-Module wird der Downstream zum integralen Bestandteil der Maschine.<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Neuartige, digitale L\u00f6sungen<\/strong><\/h2>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem Megatrend Industrie 4.0 wird durch sogenannte <strong>IntelliGate-Module<\/strong> der Downstream zum integralen Bestandteil der Maschine gemacht. Durch diese Vernetzung entstehen nun auf Kundenwunsch vollst\u00e4ndige Fertigungsanlagen. Wesentlicher Bestandteil des IntelliGate-Integrationssystems ist die neu entwickelte Schnittstelle Connext. Damit werden nachgelagerte Downstream-Prozesse, wie zum Beispiel Qualit\u00e4tspr\u00fcfverfahren, in die Maschinen integriert. Die einzelnen Module k\u00f6nnen von den Kautex-Experten auf Maschinen der KBB-Baureihe abgestimmt und per Plug &amp; Play \u00fcber die Connext-Schnittstelle verbunden werden. Kautex-Kunden erhalten so einen vollst\u00e4ndigen, integrierten Produktionsprozess aus einer Hand.<\/p>\n<p>Eine weitere digitale L\u00f6sung sind Schulungen an sogenannten virtuellen Maschinen. Angehende Piloten absolvieren ihre ersten \u00dcbungsstunden auf einem Flugsimulator, bevor sie an das Steuer eines echten Flugzeugs d\u00fcrfen. Solche \u00dcbungssimulatoren gibt es seit 2013 auch f\u00fcr Blasformmaschinen von Kautex Maschinenbau.<\/p>\n<figure id=\"attachment_18382\" aria-describedby=\"caption-attachment-18382\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-18382 size-large\" title=\"Virtuelle \u00dcbungssimulatoren gibt es seit 2013 auch f\u00fcr Blasformmaschinen von Kautex Maschinenbau.\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/TU_Kautex_Virtual_machine_MK2_-_KBB_version-1024x658.jpg\" alt=\"Virtuelle \u00dcbungssimulatoren gibt es seit 2013 auch f\u00fcr Blasformmaschinen von Kautex Maschinenbau.\" width=\"1024\" height=\"658\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-18382\" class=\"wp-caption-text\">Virtuelle \u00dcbungssimulatoren gibt es seit 2013 auch f\u00fcr Blasformmaschinen von Kautex Maschinenbau.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es handelt sich dabei um ein praxisnahes Trainingstool, das die <strong>exakte Simulation realistischer Produktionsabl\u00e4ufe<\/strong> erm\u00f6glicht. Die kompakte Workstation-Einheit, bestehend aus einem Simulationsrechner, zwei Monitoren, einem Projektor und einem Original-Bedienpult befindet sich inzwischen in der zweiten Generation und steht f\u00fcr verschiedene Baureihen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n[infotext icon]Kautex Maschinenbau ist in den letzten zw\u00f6lf Jahren \u00fcberdurchschnittlich gewachsen. Im Vergleich zum Jahr 2006, in dem der Umsatz bei rund 60 Millionen Euro lag, erreichte das Unternehmen im Jahr 2017 einen Umsatz von rund 144 Millionen Euro.[\/infotext]\n<p>Alle Bilder: Kautex Maschinenbau GmbH\/Dr. Reinold Hagen Stiftung<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"The history of Kautex dates back to 1935. The company name \u201eKautex\u201c, meaning \u201erubber ex\u201c, was once created on a whim. 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