{"id":21649,"date":"2019-03-29T09:09:30","date_gmt":"2019-03-29T08:09:30","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=21649"},"modified":"2019-04-24T18:12:57","modified_gmt":"2019-04-24T16:12:57","slug":"sig-paper-straw-and-wisefood-super-straw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/sig-papiertrinkhalm-und-wisefood-superhalm\/","title":{"rendered":"Paper straws and super straws: mobile beverage enjoyment without plastic"},"content":{"rendered":"<p>Einwegprodukte aus Kunststoff sind in die Diskussion geraten. Wenn die EU-Mitgliedsstaaten die Einwegplastik-Richtlinie in nationales Recht umgesetzt haben, sollen Einweg-Kunststoffprodukte wie Plastiktrinkhalme verschwinden. Alternativen sind aber in Sicht. SIG hat jetzt den nach eigenen Angaben ersten marktreifen Papiertrinkhalm vorgestellt.<\/p>\n<p>In Kraft treten soll die <strong>Einwegplastik-Richtlinie<\/strong> etwa im Jahr 2021, wenn die EU-Mitgliedsstaaten ihre Rechtsrahmen angepasst haben. Fachverb\u00e4nde wie die <strong>Industrievereinigung Kunststoffverpackungen<\/strong> (IK) bem\u00e4ngeln die nach ihrer Ansicht \u00fcbereilte Entscheidung und verweisen darauf, dass die beschlossenen Ma\u00dfnahmen am eigentlichen Problem des Plastikm\u00fclls in den Weltmeeren vorbeigingen. Gleichwohl sucht die Industrie bereits nach Alternativen zu Einwegprodukten aus Kunststoff.<\/p>\n<p><strong>SIG<\/strong> pr\u00e4sentiert jetzt die nach eigenen Angaben erste marktreife <strong>Alternative zum Plastikstrohhalm<\/strong>. Gemeinsam mit Nestl\u00e9 werde man noch im ersten Quartal des laufenden Jahres einen <strong>Trinkhalm aus Papier<\/strong> auf den Markt bringen, k\u00fcndigte das Linnicher Unternehmen an. Nach und nach sollen die Produktionskapazit\u00e4ten dann erh\u00f6ht und die Trinkhalme f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Auswahl an Verpackungsformaten verf\u00fcgbar sein.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-3120927455\"><div id=\"packa-3742433220\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<figure id=\"attachment_21650\" aria-describedby=\"caption-attachment-21650\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-21650\" title=\"Papier-Trinkhalm von SIG (Bild: SIG)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk.jpg\" alt=\"Papier-Trinkhalm von SIG (Bild: SIG)\" width=\"580\" height=\"506\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk-600x524.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk-300x262.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk-768x670.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/sig-paper-straw-solution_cmyk-1024x893.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21650\" class=\"wp-caption-text\">Mit dem ersten marktreifen Papiertrinkhalm bietet SIG eine nachhaltige Alternative zu den bislang \u00fcblichen Einwegprodukten aus Kunststoff. (Bild: SIG)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Warum hat sich SIG \u00fcberhaupt mit Trinkhalmen befasst? Der System- und L\u00f6sungsanbieter f\u00fcr aseptische Verpackungen stellt solche Produkte \u00fcberhaupt nicht her. Der Ansatz sei gewesen, den Kunden einen Mehrwert zu bieten, \u201eindem wir sie dabei unterst\u00fctzen, den W\u00fcnschen von Verbrauchern und Gesetzgebern zu entsprechen\u201c, erl\u00e4utert SIG-Chief-Market-Officer <strong>Markus Boehm<\/strong>.<\/p>\n<h2>Halm bleibt 30 Minuten in Fl\u00fcssigkeiten stabil<\/h2>\n<p>SIG stellt beispielsweise die <strong>Kleinformatgetr\u00e4nkepackungen<\/strong> her, aus denen man unterwegs bequem mit dem mitgelieferten angeklebten Trinkhalm seinen Durst stillen kann. Entsprechend ging man eine enge Entwicklungskooperation mit dem <strong>Trinkhalmlieferanten<\/strong> ein. Dabei entstand mit dem Papiertrinkhalm eine \u201einnovative und exklusive L\u00f6sung\u201c, freut sich SIG. Noch in diesem Jahr soll die FSC-Zertifizierung erfolgen.<\/p>\n<p>Papier und Fl\u00fcssigkeiten, das passt zun\u00e4chst einmal schlecht zusammen. Das von SIG pr\u00e4sentierte Produkt bleibt trotzdem mindestens 30 Minuten in Fl\u00fcssigkeiten stabil. Daf\u00fcr sorgt seine Konstruktion. Er besteht aus <strong>drei Schichten Papier<\/strong>, die durch zwei Lagen Haftmittelemulsion verbunden werden, wie das Unternehmen dem <strong>packaging journal<\/strong> verriet. Der Premieren-Papiertrinkhalm bringt es auf diese Weise auf einen trotzdem noch schlanken Durchmesser von sechs Millimetern. Er sei robust genug, um die geschlossenen <strong>Trinkhalml\u00f6cher<\/strong> der aseptischen Kartonpackungen zu durchsto\u00dfen.<\/p>\n<h2>Umverpackung ist vorerst noch aus Polypropylen<\/h2>\n<p>Vorerst ist die <strong>Umverpackung<\/strong> der Trinkhalme noch aus Polypropylen und nicht aus Papier. Dies habe ganz praktische Gr\u00fcnde, erl\u00e4utert die SIG-Unternehmenskommunikation: \u201eDerzeit k\u00f6nnen Umverpackungen aus Papier noch nicht mit den installierten <strong>Trinkhalm-Applikatoren<\/strong> verarbeitet werden.\u201c<\/p>\n<p>Um zu verhindern, dass die <strong>Kunststofftrinkhalmh\u00fcllen<\/strong> nach dem Entnehmen als Abfall in der Gegend herumfliegen, wurden sie so konzipiert, dass sie nach dem Herausnehmen des Halmes an der Packung haften bleibt. Getr\u00e4nkeverpackung und Trinkhalm-Umverpackung k\u00f6nnen dann dem Recycling zugef\u00fchrt werden. Durch die Fixierung der Umverpackungen werde das Herausnehmen der Trinkhalme nicht komplizierter, beruhigt SIG: \u201eDie <strong>Blister<\/strong> sind leicht zu \u00f6ffnen, sodass der Trinkhalm sehr leicht zu entnehmen ist.\u201c<\/p>\n[infotext]\n<h2>Essbare Trinkhalme halten deutlich l\u00e4nger<\/h2>\n<p>Aufmerksame Zuschauer der TV-Show \u201eDie H\u00f6hle der L\u00f6wen\u201c erinnern sich beim Thema \u201eTrinkhalme\u201c m\u00f6glicherweise noch an \u201e<strong>EatApple<\/strong>\u201c. Drei junge Berliner, die im April 2017 das Unternehmen <strong>Wisefood<\/strong> gegr\u00fcndet hatten, pr\u00e4sentierten dort einen essbaren Trinkhalm aus Pflanzenfasern. Das Konzept gefiel den Show-Investoren nicht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_21651\" aria-describedby=\"caption-attachment-21651\" style=\"width: 581px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-21651\" title=\"Packaging des Superhalms (Bild: Wisefood GmbH)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell.jpg\" alt=\"Packaging des Superhalms (Bild: Wisefood GmbH)\" width=\"581\" height=\"447\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell-600x462.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell-300x231.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell-768x591.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Superhalm-vorne-2-final-hell-1024x788.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 581px) 100vw, 581px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-21651\" class=\"wp-caption-text\">Den Superhalm gibt es in Gebunden \u00e0 50 St\u00fcck oder in Gro\u00dfpackungen mit 1.200 Trinkhalmen. (Bild: Wisefood GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Nach einer intensiven \u00dcberarbeitung der Rezeptur im Oktober 2018 gibt es den <strong>essbaren Trinkhalm<\/strong> weiterhin, und er ist unter dem neuen Namen \u201eSuperhalm\u201c sogar in manchen Superm\u00e4rkten zu finden. Der vegane \u201eSuperhalm\u201c sei eine nachhaltige Alternative zum Plastikstrohhalm, betont Wisefood-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Konstantin Neumann: \u201eMan kann unsere Superhalme genauso verwenden wie normale Halme und kann sie nach dem Gebrauch einfach aufessen. Wenn man das nicht m\u00f6chte, k\u00f6nnen sie auch einfach im <strong>Biom\u00fcll<\/strong> entsorgt werden.\u201c<\/p>\n<p>Hergestellt wird der <strong>Superhalm<\/strong> nach Angaben des Unternehmens aus Langenbernsdorf in Sachsen im Wesentlichen aus Apfeltrester und Weizen. F\u00fcr den besseren Geschmack werden das S\u00fc\u00dfungsmittel <strong>Stevia<\/strong> und Zitronens\u00e4ure zugesetzt.<\/p>\n<h3>Superhalm soll \u201eStandardwerkzeug\u201c von Barkeepern werden<\/h3>\n<p>Standardm\u00e4\u00dfig gibt es ihn in <strong>Natur- und Schwarzfarbt\u00f6nen<\/strong> sowie in zwei L\u00e4ngen von 205 und 225 Millimetern. Auch beim Durchmesser stehen zwei Varianten zur Auswahl: f\u00fcnf und acht Millimeter.<\/p>\n<p>Kontinuierlich verbessert hat das Wisefood-Team \u2013 mittlerweile hat das Start-up acht Besch\u00e4ftigte \u2013 die <strong>Haltbarkeit<\/strong> des Superhalms in Fl\u00fcssigkeit. Erst nach einer Stunde beginne der Halm damit, sich in Kaltgetr\u00e4nken aufzul\u00f6sen, betont Maximilian Lemke vom Wisefood-Vertrieb auf Nachfrage. Die Haltbarkeit \u00fcbersteige dabei die von <strong>Papierhalmen<\/strong> deutlich. Wichtig ist dem Unternehmen auch, dass der essbare Halm den Geschmack der Getr\u00e4nke nicht ver\u00e4ndere.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir wollen das Standardwerkzeug f\u00fcr Barkeeper und Co. werden.\u201c<br \/>\n<strong>Konstantin Neumann<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Wisefood GmbH<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Zielgruppe des Superhalms liegt derzeit noch nicht bei <strong>Verpackungsherstellern<\/strong>, sondern bei den Nutzerinnen und Nutzern. Entsprechend gibt es die Trinkhalme f\u00fcr Endkunden in Gebinden \u00e0 50 St\u00fcck oder f\u00fcr die Gastronomie in Gro\u00dfpackungen mit 1.200 Halmen.<\/p>\n<p>Eine <strong>Einzelverpackung<\/strong> der Trinkhalme, um sie beispielsweise an Getr\u00e4nkepackungen kleben zu k\u00f6nnen, sei perspektivisch denkbar, werde derzeit aber nicht konkret umgesetzt, sagt Maximilian Lemke.[\/infotext]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Following the EU's announced ban on plastic drinking straws, alternatives are coming onto the market, such as the paper straw from SIG or the super straw. The latter is made from plant fibres and can be disposed of in organic waste.","protected":false},"author":1,"featured_media":21652,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[28,22,113],"tags":[48,31,1487],"class_list":{"0":"post-21649","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aus-dem-magazin","8":"category-packmittel-und-packstoffe","9":"category-produkte","10":"tag-getraenke","11":"tag-nachhaltigkeit-und-green-packaging","12":"tag-papier-pappe-karton","13":"cs-entry","14":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21649"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/21649\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=21649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=21649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}