{"id":2188,"date":"2017-12-14T07:30:00","date_gmt":"2017-12-14T06:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.packaging-journal.de\/generation-z-umweltfreundlichkeit-von-verpackungen\/"},"modified":"2018-11-30T16:47:59","modified_gmt":"2018-11-30T15:47:59","slug":"packaging-study-on-generation-z-environmental-friendliness-and-functionality","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/verpackungsstudie-zu-generation-z-umweltfreundlichkeit-und-funktionalitaet\/","title":{"rendered":"\"Generation Z\" and packaging: environmental friendliness and functionality are in demand"},"content":{"rendered":"<p>Die Verpackungswirtschaft stellt sich auf eine neue Zielgruppe ein: Die heranwachsende \u201eGeneration Z\u201c der ab 1995 Geborenen kauft bevorzugt online und hat besondere Anspr\u00fcche. Die Dresdner Verpackungstagung 2017 widmete ihre \u201eKeynote\u201c dieser Altersgruppe, die sich ein Leben ohne Smartphone und mobiles Internet nicht mehr vorstellen kann.<\/p>\n<p>Mit der \u201e<strong>Generation Z<\/strong>\u201c w\u00e4chst eine neue Konsumentengeneration heran. Diese ab 1995 geborene Altersgruppe wird nicht mehr mit Schlagworten wie \u201eNull Bock\u201c, \u201eGolf\u201c oder \u201eMillenial\u201c beschrieben, sondern mit \u201eMobile First\u201c. Die jungen Erwachsenen kennen kein Leben ohne <strong>Smartphone<\/strong> und <strong>soziale Medien<\/strong>. Deutlich wird das an Zahlen, die die Schweizer \u201eTriple-a-Team AG\u201c in einer Metastudie aus dem vorigen Jahr zusammengetragen hat: Junge Menschen sind durchschnittlich 17,8 Stunden pro Woche online. T\u00e4glich nutzen sie 2,3 Stunden Mobilger\u00e4te, 2,7 Stunden PCs oder Laptops und schauen noch 1,7 Stunden fern.<\/p>\n<p>Da kommt etwas auf Hersteller und Entwickler von Verpackungen zu, haben sich die Organisatoren der <strong>Dresdner Verpackungstagung 2017<\/strong> gedacht. Entsprechend widmeten sie das einleitende Grundsatzreferat der zweit\u00e4gigen Konferenz, die am 30. November begann, der \u201eGeneration Z\u201c. Inhaber Frank M\u00fcller und Kreativchef Ralf Wolfermann von der Chemnitzer Werbeagentur \u201eHaus\u00a0E\u201c pr\u00e4sentierten die Studie \u201eVerpackungen und die Generation Z\u201c. Sie war eigens f\u00fcr die Tagung erstellt worden.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-382256679\"><div id=\"packa-944379461\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n[infotext icon]<strong>Interview: Welche Verpackungen mag die\u00a0\u201eGeneration Z\u201c?<\/strong><br \/>\nWas sagen Frank M\u00fcller, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Chemnitzer Werbeagentur \u201eHaus\u00a0E\u201c, und dvi-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Winfried Batzke zur gro\u00dfen Generation-Z-Verpackungsstudie? Wir haben sie gefragt. Lesen Sie das vollst\u00e4ndige Interview:<br \/>\n<a title=\"Interview Verpackungen und Generation Z mit Frank M\u00fcller und Winfried Batzke\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/verpackungen-generation-z-produktkampagnen-vorteilskommunikation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Produktkampagnen und Vorteilskommunikation gefragt<\/a>[\/infotext]\n<h2>Junge Leute legen Wert auf Wiederverwertbarkeit und geringen Materialeinsatz<\/h2>\n<p>Obwohl 73 Prozent der Befragten der Aussage \u201eVerpackungen sind Abfall!\u201c zustimmten, m\u00fcsse die Packaging-Branche nicht einpacken, beruhigten die Referenten das Publikum. Es gebe durchaus \u201eHoffnung auf ein Happy End\u201c, hatte bereits das Tagungsprogramm versprochen. Denn junge Menschen stellen andere Anforderungen an Verpackungen \u2013 allein schon deshalb, weil der Griff zum Produkt zunehmend einem Klick im <strong>Online-Shop<\/strong> entspricht. 71 Prozent geben der Funktionalit\u00e4t den Vorzug vor schickem Aussehen. \u00dcberragend ist die Bedeutung von Aspekten wie <strong>Wiederverwertbarkeit<\/strong>, <strong>Umweltfreundlichkeit<\/strong> und geringem Materialeinsatz. 66 Prozent der Befragten legen darauf gro\u00dfen Wert.<\/p>\n<p>Frank M\u00fcller sagt dazu im Gespr\u00e4ch mit dem \u201epackaging journal\u201c: \u201eDie \u201aGeneration Z\u2018 ist mit der Ma\u00dfgabe gro\u00df geworden, M\u00fcll und Abfall zu vermeiden oder zumindest auf ein Mindestma\u00df zu verringern. Deshalb werden Verpackungen fast ausschlie\u00dflich unter dem Aspekt des Umweltschutzes und der <strong>Ressourcenschonung<\/strong> bewertet.\u201c Man erkl\u00e4re sich sogar bereit, f\u00fcr umweltfreundliche Verpackungen mehr zu zahlen.<\/p>\n<p>Egal sind Verpackungen den jungen Leuten nicht. Ganz besonders trifft das auf Produkte wie <strong>Lebensmittel<\/strong>, <strong>Kosmetik<\/strong> und <strong>Pflegemittel<\/strong> zu, bei denen die Verpackung f\u00fcr den Inhalt steht. Manche Beh\u00e4ltnisse werden sogar aufbewahrt. 49 Prozent nutzen alte Verpackungen f\u00fcr andere Dinge, 44 Prozent heben sie f\u00fcr einen eventuellen R\u00fcckversand auf, 38 Prozent f\u00fcr einen sp\u00e4teren Transport.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2187\" aria-describedby=\"caption-attachment-2187\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2187 size-full\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" title=\"Der Orangen-Versender \u201eOh!Saft\u201c informiert auch online \u00fcber seine Verpackungen\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/OhSaft_Saftabo.jpg\" alt=\"Der Orangen-Versender \u201eOh!Saft\u201c informiert auch online \u00fcber seine Verpackungen\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/OhSaft_Saftabo.jpg 500w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/OhSaft_Saftabo-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2187\" class=\"wp-caption-text\">Der Karton kommt mit aufs Bild. Der Orangen-Versender \u201eOh!Saft\u201c macht, was die \u201eGeneration Z\u201c interessiert: Online wird auch \u00fcber die Verpackung informiert. (Bild: Oh!Saft\/Viktor Strasse)<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Wegfallende Informationsfunktion schafft neue Designm\u00f6glichkeiten<\/h2>\n<p>Warum beurteilt die \u201eGeneration Z\u201c Verpackungen so anders als vorhergehende Altersgruppen? Ein wichtiger Grund ist das ge\u00e4nderte <strong>Konsumverhalten<\/strong>. Gesucht werden spezifische Produkte. Selbstverst\u00e4ndlich ist die intensive Recherche im Internet und in den sozialen Medien. Die H\u00e4ndler- und Markentreue l\u00e4sst nach. Darauf verweist beispielsweise das internationale Beratungsunternehmen \u201eAccenture\u201c, das Ende 2016 eine internationale Befragung in 13 L\u00e4ndern zur \u201eGeneration Z\u201c durchf\u00fchrte. Eine gro\u00dfe Rolle spielen Tipps von \u201e<strong>Influencern<\/strong>\u201c auf YouTube, Facebook, Instagram oder Snapchat.<\/p>\n<p>Wie werden sich Verpackungen von Produkten entwickeln, die von jungen Menschen direkt im Internet bestellt werden? Ideen dazu hat Stephan Ango, Gr\u00fcnder und Chef der Agentur \u201eLumi\u201c in Los Angeles. Mit seinem Team entwickelt er Verpackungsl\u00f6sungen f\u00fcr online vertriebene Produkte. Klassische <strong>Verpackungsfunktionen<\/strong> wie <strong>Werbung<\/strong> und <strong>Produktinformation<\/strong> w\u00fcrden zunehmend durch Websites \u00fcbernommen, erkl\u00e4rt er dem \u201epackaging journal\u201c. Der Erstkontakt mit dem Produkt verlagere sich vom Ladenregal nach zu Hause. Leichter Zugang zum Produkt, <strong>Funktionalit\u00e4t<\/strong> und \u2013 ganz wichtig! \u2013 wenig zur\u00fcckbleibender Abfall, das seien wichtige neue Funktionen einer Verpackung. Schneide ein Produkt bei diesen Kriterien schlecht ab, hagele es negative Onlinebewertungen.<\/p>\n[infotext icon]<strong>754 junge Menschen verrieten ihre Meinung zu Verpackungen<\/strong><br \/>\nDie Studie \u201eVerpackungen und die Generation Z\u201c wurde erstellt vom Chemnitzer \u201eFOG Institut f\u00fcr Markt- und Sozialforschung\u201c. Den Auftrag hatte die Werbeagentur \u201eHaus E\u201c aus Anlass ihres anstehenden Vortrags auf der Dresdner Verpackungstagung 2017 erteilt. Befragt worden waren 754 junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren \u2013 es beteiligten sich etwas mehr Frauen als M\u00e4nner. Per Smartphone antworteten sie auf die zehn im Online-Werkzeug \u201eGoogle Consumer Survey\u201c pr\u00e4sentierten Fragen.[\/infotext]\n<h2>Verpackungen werden Teil des Online-Marketings<\/h2>\n<p>In der Ver\u00e4nderung sieht Stephan Ango Chancen: \u201eWeil die Verpackung das Produkt nicht mehr erkl\u00e4ren muss, kann die Oberfl\u00e4che komplett f\u00fcr farbenfrohe Grafiken genutzt werden, die gern in sozialen Medien geteilt werden.\u201c Diese Idee hat seine Agentur beispielsweise bei \u201eMeUndies\u201c umgesetzt. Der Online-Shop f\u00fcr individuell gestaltete Unterw\u00e4sche setzt beim Marketing vor allem auf <strong>Snapchat- und Instagram-Kampagnen<\/strong>. Die Gestaltung der Verpackung wird \u00fcber die sozialen Medien kommuniziert. Das Unternehmen nutzt die Chance, \u00fcber immer neue Designs neue Anreize zu setzen.<\/p>\n<p>Interesse an der Onlinepr\u00e4sentation der Produktverpackungen ist auch in Deutschland vorhanden, berichtet Frank M\u00fcller. Erste deutsche Unternehmen gehen bereits \u00e4hnlich wie der US-amerikanische Slip-Shop auf die junge Kundschaft zu. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Winfried Batzke vom dvi nennt in unserem Interview unter anderem \u201e<strong>MyMuesli<\/strong>\u201c. Dessen Ableger \u201e<strong>Oh!Saft<\/strong>\u201c, ein Versandservice f\u00fcr Saftorangen, ber\u00fccksichtigt die \u00f6kologischen Anspr\u00fcche der jungen Zielgruppe. Der umweltfreundliche Versandkarton wurde ganz selbstverst\u00e4ndlich in die Produktpr\u00e4sentation integriert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Generation Z\", born from 1995 onwards, prefers to buy online and has high expectations of packaging. 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