{"id":2272,"date":"2018-01-04T07:30:00","date_gmt":"2018-01-04T06:30:00","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.packaging-journal.de\/effizientes-recycling-von-biobasierten-kunststoffen\/"},"modified":"2018-06-20T17:02:55","modified_gmt":"2018-06-20T15:02:55","slug":"efficient-recycling-of-biobased-plastics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/effizientes-recycling-von-biobasierten-kunststoffen\/","title":{"rendered":"Efficient recycling of biobased plastics is possible"},"content":{"rendered":"<p>Biobasierte Kunststoffe wie PLA st\u00f6ren den Recyclingprozess kaum. Die bisherige Praxis, sie bei der Abfallsortierung auszusondern und zu verbrennen, ist nicht n\u00f6tig, fand ein \u00f6ffentlich gef\u00f6rderter Forschungsverbund heraus, der jetzt einen Ergebnisbericht vorgelegt hat. F\u00fcr PLA gibt es attraktive Recyclingoptionen, stellten die Projektpartner fest.<\/p>\n<p>St\u00f6ren die gerade in Verpackungen immer h\u00e4ufig verwendeten <strong>biobasierten Kunststoffe<\/strong> den etablierten <strong>Verwertungskreislauf<\/strong>? Grunds\u00e4tzlich nicht, res\u00fcmiert ein Ergebnisbericht, zu dem acht verschiedene Forschungs- und Industriepartner Erkenntnisse beigesteuert haben. Im Auftrag des <strong>Bundesministeriums f\u00fcr Ern\u00e4hrung und Landwirtschaft<\/strong> befassten sich die Unternehmen und Institutionen zwischen 2014 und 2017 mit \u201eNachhaltigen Verwertungsstrategien f\u00fcr Produkte und Abf\u00e4lle aus biobasierten Kunststoffen\u201c.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2271\" aria-describedby=\"caption-attachment-2271\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2271 size-full\" title=\"Ergebnisbericht zum Recycling von biobasierten Kunststoffen und PLA\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/1511770904258_ergebnisbericht-plaabfaelle.jpg\" alt=\"Ergebnisbericht zum Recycling von biobasierten Kunststoffen und PLA\" width=\"250\" height=\"352\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/1511770904258_ergebnisbericht-plaabfaelle.jpg 250w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/1511770904258_ergebnisbericht-plaabfaelle-213x300.jpg 213w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2271\" class=\"wp-caption-text\">Ergebnisbericht zum Recycling von biobasierten Kunststoffen und PLA<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Acht Partner erarbeiteten Verwertungsstrategien<\/strong><\/h2>\n<p>Am Projekt <strong>\u201eNachhaltige Verwertungsstrategien f\u00fcr Produkte und Abf\u00e4lle aus biobasierten Kunststoffen\u201c<\/strong> waren folgende Partner beteiligt: Fraunhofer-Institute f\u00fcr Angewandte Polymerforschung (IAP), f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV), f\u00fcr Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) sowie f\u00fcr Holzforschung (WKI), Hochschule Hannover, IfBB &#8211; Institut f\u00fcr Biokunststoffe und Bioverbundwerkstoffe, Knoten Weimar, Technische Universit\u00e4t Chemnitz, Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung (SLK), B\u00f6sel Plastic Management GmbH. Den Ergebnisbericht k\u00f6nnen Sie sich <a title=\"Download-Link f\u00fcr den Ergebnisbericht zum Recycling von biobasierten Kunststoffen und PLA\" href=\"https:\/\/www.umsicht.fraunhofer.de\/content\/dam\/umsicht\/de\/dokumente\/pressemitteilungen\/2017\/ergebnisbericht-pla-abfaelle-im-abfallstrom.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">hier herunterladen<\/a>.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-719354396\"><div id=\"packa-2923139756\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p>Bearbeitet wurde in dem Projekt ein Zukunftsthema. Noch spielen biobasierte Kunststoffe keine allzu gro\u00dfe Rolle in den <strong>Abfallwirtschaftskreisl\u00e4ufen<\/strong>. Allerdings nimmt ihr Anteil stetig zu. Bald wird es rentabel sein, diese Kunststoffe werkstofflich wiederzuverwerten. F\u00fcr das Jahr 2018 erwartet beispielsweise das Statistische Bundesamt, dass das biobasierte PLA weltweit einen Anteil von 6,5 Prozent einnehmen wird. Hinzu kommt, dass das ab dem Jahr 2019 geltende <strong>Verpackungsgesetz<\/strong> in Paragraph 21 fordert, soweit wie m\u00f6glich recycelbare Materialien f\u00fcr Verpackungen zu nutzen und die Verwendung wiederverwerteter Materialien und solcher aus nachwachsenden Rohstoffen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n[infotext icon]<strong>\u00dcber die H\u00e4lfte der Kunststoffabf\u00e4lle werden nicht recycelt<\/strong><\/p>\n<p>Etwa 5,9 Millionen Tonnen Kunststoffabf\u00e4lle wurden im Jahr 2015 erfasst. Davon wurden 45 Prozent werkstofflich verwertet, also zu Granulaten recycelt und dann im Bauwesen (38 Prozent), in der Verpackungsindustrie (25 Prozent) oder auch in der Landwirtschaft (10 Prozent) wiederverwendet. 53 Prozent der Kunststoffabf\u00e4lle wurden energetisch verwertet, also verbrannt. Jeweils ein Prozent wurde deponiert oder rohstofflich verwertet.[\/infotext]\n<h2>Wie lassen sich industrielle und durch den Konsum verursachte Abf\u00e4lle aus biobasierten Kunststoffen recyceln?<\/h2>\n<p>Dazu erarbeiteten die Partner konkret Strategien f\u00fcr das im Verpackungsbereich und auch im 3D-Druck viel genutzte Material <strong>Polymilchs\u00e4ure (PLA)<\/strong>. PLA steht beispielhaft f\u00fcr eine ganze Reihe biobasierter Kunststoffe und zeigt die Schwierigkeiten, die bei der Abfallverwertung damit einhergehen. Denn eigentlich w\u00fcrde dieser Kunststoff in die Biotonne geh\u00f6ren. Schlie\u00dflich ist er kompostierbar. In der Praxis landet PLA allerdings meist im Gelben Sack, wird dann aber in der <strong>Abfallsortierung<\/strong> ausgesondert, weil bef\u00fcrchtet wird, dass der Biokunststoff den Recyclingprozess der Verpackungen st\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Bef\u00fcrchtungen sind zum gro\u00dfen Teil unbegr\u00fcndet, fanden die Projektpartner heraus. Versuchsweise wurden Gemische aus PLA- und Leichtverpackungsabf\u00e4llen untersucht und zun\u00e4chst das PLA per <strong>Nahinfrarotspektroskopie (NIR)<\/strong> aussortiert und dann zerkleinert und gewaschen. Dieses Material bestand schlie\u00dflich aus 73,4 Prozent PLA, 20,1 Prozent Papier inklusive Staub, 5,2 Prozent Polyolefine und 1,3 Prozent PET. Gezeigt wurde also, dass das Aussondern von PLA aus dem Recyclingprozess per NIR m\u00f6glich ist. Im Ergebnisbericht wird aber auch darauf hingewiesen, dass bereits heute Biokunststoffe wie das nahezu vollst\u00e4ndig biobasierte Polyethylen ganz normal recycelt werden. Geringe Anteile PLA im Kunststoffrecycling seien dar\u00fcber hinaus unproblematisch.<\/p>\n<p>PLA-Abf\u00e4lle aus dem industriellen und dem Post-Consumer-Bereich lassen sich sowohl rohstofflich als auch werkstofflich verwerten, war eines der wichtigsten Ergebnisse der Untersuchungen. Erprobt wurden Technologien, um PLA in eines der Vorprodukte aufzuspalten und als Quasi-Neuprodukt in die PLA-Produktion zur\u00fcckzuf\u00fchren. Alternativ f\u00fchre die werkstoffliche Verwertung mit einem <strong>l\u00f6semittelbasierten Recyclingprozess<\/strong> zu sehr guten Ergebnissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bio-based plastics such as PLA hardly interfere with the recycling process. The current practice of separating them out and incinerating them during waste sorting is not necessary, according to a publicly funded research consortium that has now presented a report on its findings.","protected":false},"author":1,"featured_media":2270,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[22,113],"tags":[65,54,31,32],"class_list":{"0":"post-2272","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-packmittel-und-packstoffe","8":"category-produkte","9":"tag-abfalltechnik-und-recycling","10":"tag-kunststoff-und-verbunde","11":"tag-nachhaltigkeit-und-green-packaging","12":"tag-packmittel-und-packstoffe","13":"cs-entry","14":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2272"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2272\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2270"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}