{"id":23089,"date":"2019-06-21T16:44:06","date_gmt":"2019-06-21T14:44:06","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=23089"},"modified":"2019-08-26T12:13:16","modified_gmt":"2019-08-26T10:13:16","slug":"pacoon-ecodesign-solution-search-strategy-development","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/pacoon-ecodesign-loesungssuche-strategieentwicklung\/","title":{"rendered":"EcoDesign for packaging (1): Solution search and strategy development"},"content":{"rendered":"<p>Nachhaltige Verpackungen sind derzeit in aller Munde, die gro\u00dfen Treiber Handel und Gesetzgebung aktiv geworden, und die Branche sucht h\u00e4nderingend nach alternativen L\u00f6sungen. Auf dem Pr\u00fcfstand steht oft ein Austausch der Materialien oder eine Verringerung der Verpackung. Aber EcoDesign bietet mehr Optionen. Nur wie k\u00f6nnen Unternehmen eine gute Ausgangsbasis und die f\u00fcr sie richtige Marschrichtung f\u00fcr festlegen?<\/p>\n<p>Seit \u00fcber zehn Jahren besch\u00e4ftigt sich die M\u00fcnchner Packaging-Design-Agentur Pacoon intensiv mit dem Thema <strong>\u201eNachhaltige Verpackungen\u201c<\/strong> und stellt in den letzten Monaten eine rege Nachfrage nach Beratungs- und Entwicklungsleistungen fest. Keine Woche vergeht, in der nicht Anfragen nach Vortr\u00e4gen, Schulungen, Inhouse-Workshops, Beratungsunterst\u00fctzung, Recherchen nach alternativen Materialien oder neuen Packungskonzepten bei den Bayern auflaufen.<\/p>\n<p>Die Herkunft der Interessenten deckt dabei fast die <strong>komplette Supply Chain<\/strong> ab und l\u00e4sst kaum einen Industriesektor au\u00dfen vor. Sei es der Handel, die Eigenmarkenlieferanten oder Markenhersteller, die Verpackungsindustrie oder auch Verb\u00e4nde \u2013 alle suchen h\u00e4nderingend und schnell nach <strong>L\u00f6sungen und Ans\u00e4tzen<\/strong>, wie sie auf die neuen gesetzlichen und sozialen Anforderungen reagieren k\u00f6nnen.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-2939211531\"><div id=\"packa-348927515\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p>Auch befasst sich die Branche inzwischen mit dem Recycling selbst \u2013 wo ein von der Agentur organisierter Workshop in einer Recyclinganlage Anfang 2018 kaum 15 Teilnehmer animierte, sprie\u00dfen Besuchstouren bei Sortierern und Recyclern inzwischen wie Pilze aus dem Boden. Denn wer wissen m\u00f6chte, wie <strong>recyclingfreundliche Verpackungen<\/strong> konzipiert werden m\u00fcssen, muss auch verstehen, wo in der <strong>Entsorgung<\/strong> die Knackpunkte auftreten.<\/p>\n[infotext icon]<strong>Mehr als nur Recyclingf\u00e4higkeit und Materialreduktion<\/strong><\/p>\n<p>Nachhaltige Verpackungen und EcoDesign beinhalten mehr als nur Recyclingf\u00e4higkeit und Materialreduktion. F\u00fcr den richtigen Ansatz erfordert es eine <strong>umfassende Analyse<\/strong>, die pragmatisch und kurzfristig erfolgen kann. Die <strong>Absatzm\u00e4rkte<\/strong> spielen dabei eine wesentliche Rolle und auch ein genauer Blick auf die <strong>Supply Chain<\/strong>. Wer seine Verpackung auf den Pr\u00fcfstand stellt, kann v\u00f6llig neue Chancen entdecken, und am Ende k\u00f6nnen bei richtiger Konzeption Kostenreduktion, erleichtertes Handling und ein wertigeres Image der Marke stehen sowie eine Differenzierung zum Wettbewerb.[\/infotext]\n<h2>\u00a0Auf die Tatenlosigkeit folgt die wilde Suche nach der L\u00f6sung<\/h2>\n<p>Nach Jahren ohne klare Zielvorgabe seitens der Key Player im Markt, Handel, Hersteller und Verpacker, hat sich jeder seine eigenen Schwerpunkte gew\u00e4hlt; allzu h\u00e4ufig hie\u00df die Maxime dabei aber auch \u201eabwarten und beobachten\u201c. Seit Kurzem haben sich aber zwei Ans\u00e4tze als dominant herauskristallisiert: die gesetzlichen Forderungen nach <strong>Recyclingf\u00e4higkeit von Verpackungen<\/strong> und damit einhergehend ein <strong>h\u00f6herer Einsatz von Rezyklaten<\/strong> sowie die <strong>Verbraucherforderungen nach weniger Kunststoffen<\/strong>.<\/p>\n<p>Beides muss sich nicht ausschlie\u00dfen, aber derzeit gibt es noch keine ausreichenden L\u00f6sungen. Sicherlich zeigen die Ank\u00fcndigungen der letzten 18 Monate von 100 % recyclingf\u00e4higen Verpackungen\u201a totalem oder gro\u00dfteiligem Verzicht auf Plastik, Einsatz von Rezyklaten oder Reduzierung von Einwegprodukten, dass die Branche sich endlich bewegt. Aber es kristallisieren sich auch langsam die <strong>Grenzen dieser Forderungen<\/strong> heraus.<\/p>\n<p>Wo kommen all die Rezyklate her, die die Unternehmen einsetzen wollen, wenn die eigenen Verpackungen bisher nicht rezyklierf\u00e4hig waren? Wer tr\u00e4gt die Kosten der Packungsumstellung an der Maschine, deren Produktion bisher auf Effizienz und Hochleistung getrimmt war? Gibt es schon L\u00f6sungen jenseits von Kunststoff, die auch die Produktsicherheit garantieren und kostentechnisch im Rahmen liegen? Ist die CO<sub>2<\/sub>-Bilanz der potenziellen neuen L\u00f6sungen besser als die bisherige? Wird das recyclingf\u00e4hige Material in den jeweiligen Absatzm\u00e4rkten \u00fcberhaupt wertstofflich verwertet oder gar gesammelt und sortiert?<\/p>\n<h2><strong>Wie k\u00f6nnen potenzielle L\u00f6sungen erarbeitet werden?<\/strong><\/h2>\n<p>Hier setzt ein wesentlicher Beratungspunkt von Pacoon an: Aufkl\u00e4rung \u00fcber die wesentlichen Definitionen und Hintergr\u00fcnde, dazu geh\u00f6rt auch ein Blick auf die Gegebenheiten in den Absatzm\u00e4rkten. Die Agentur hat in den letzten Monaten Informationen aus ca. 50 L\u00e4ndern der Welt erhoben, die mit einem schnellen Blick eine \u00dcbersicht \u00fcber die Situation vor Ort zu geben.<\/p>\n<p>Dabei muss man gar nicht auf andere Kontinente schauen, um gro\u00dfe Unterschiede zu sehen. Allein in Europa gibt es<strong> drei unterschiedliche Niveaus der Recyclinginfrastruktur<\/strong>: die hoch entwickelten L\u00e4nder in Mittel- und Nordeuropa, die \u201eSchwellenl\u00e4nder\u201c im Westen, S\u00fcden und Osten, und die \u201eEntwicklungsl\u00e4nder\u201c im S\u00fcdosten der EU.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23789\" aria-describedby=\"caption-attachment-23789\" style=\"width: 800px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23789\" title=\"Weltkarte zur Situation der Abfallbehandlung in der Welt \" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w-1024x621.jpg\" alt=\"Weltkarte zur Situation der Abfallbehandlung in der Welt \" width=\"800\" height=\"485\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w-1024x621.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w-600x364.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w-300x182.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w-768x466.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_1_Nachhaltigkeit_WorldMap_w.jpg 1195w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23789\" class=\"wp-caption-text\">Die Situation der Abfallbehandlung in der Welt als Basis f\u00fcr die geeignete Nachhaltigkeits-Konzeption von Verpackungen. (Grafik: Pacoon\u00a9)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Keiner der Kunden der Designer vertreibt seine Produkte nur in Deutschland, daher ist eine <strong>\u00fcbergeordnete L\u00f6sung<\/strong> n\u00f6tig. Was in Deutschland recycelt werden kann, ist in anderen gro\u00dfen Absatzm\u00e4rkten Europas im besten Fall f\u00fcr die Verbrennung gut \u2013 h\u00e4ufig landet die Verpackung aber noch auf der Deponie. Genauso unterschiedlich sieht es im Rest der Welt aus.<\/p>\n<p>Recyclingf\u00e4hige Verpackungen ben\u00f6tigen jeweils eine Anpassung an die regional unterschiedlichen Sammel- und Wiederverwertungsprozesse. Verpackungen f\u00fcr Regionen ohne Recyclinginfrastruktur erfordern eine ganz andere Herangehensweise.<\/p>\n<h2><strong>Verpackungskonzept als Ganzes hinterfragen<\/strong><\/h2>\n<p>EcoDesign hei\u00dft aber nicht nur Material zu tauschen, sondern auch das Verpackungskonzept als Ganzes zu hinterfragen. Welche Anforderungen stellt das Produkt an die Verpackung, was ist wirklich wichtig in der Logistik und im Absatzkanal? Welche Funktionen der Packung sind nur \u201enice to have\u201c, was sind wirklich <strong>signifikante Kaufanreize<\/strong> und Notwendigkeiten im Handel?<\/p>\n<p>So kann es etwa sein, dass ein sehr langes Haltbarkeitsdatum bei Frischeprodukten zwar eine hohe Sicherheit in der Logistik bietet, aber bei Schnelldrehern selten ausgereizt wird. Braucht es dann eine vielleicht besonders hohe Barriereanforderung \u00fcberhaupt? Hier ist der<strong> intensive Dialog mit dem Handel<\/strong> gefragt.<\/p>\n<p>Es ist daher angezeigt zu hinterfragen, ob die besonders hohen Anforderungen f\u00fcr einzelne Produkte eines Sortiments unbedingt das Mindestma\u00df f\u00fcr alle Produkte sein m\u00fcssen \u2013 auch f\u00fcr die mit geringeren Anforderungen? Die wichtigsten Produkte sollten daher definiert werden, um f\u00fcr diese jeweils den optimalen Verpackungsmix zu finden. Hier k\u00f6nnen bewusst Sonderl\u00f6sungen zugelassen werden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23790\" aria-describedby=\"caption-attachment-23790\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-23790\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon-1024x598.jpg\" alt=\"Zehn Nachhaltigkeits-Ans\u00e4tze zur Optimierung von Verpackungen. \" width=\"1024\" height=\"598\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon-1024x598.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon-600x351.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon-300x175.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon-768x449.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/GP_Pacoon_2_10_R_Sustainability_Pacoon.jpg 1162w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23790\" class=\"wp-caption-text\">Zehn Nachhaltigkeits-Ans\u00e4tze zur Optimierung von Verpackungen. (Grafik: Pacoon\u00a9)<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Die Strategie-Toolbox <\/strong><\/h2>\n<p>Die Situation der Unternehmen stellt sich in der Regel daher komplexer dar, als es die Forderungen vermuten lassen, auch wenn sich die meisten L\u00f6sungsans\u00e4tze darauf konzentrieren, das Material zu tauschen. Hierf\u00fcr hat die Agentur die <strong>\u201e10 R\u201c der nachhaltigeren Verpackung<\/strong> zusammengestellt, die die wesentlichen Strategieans\u00e4tze aufzeigen. Die L\u00f6sung beruht zumeist nicht nur auf einem Ansatz, sondern auf der Kombination mehrerer Wege.<\/p>\n<p><strong>Rethink<\/strong> steht f\u00fcr das Hinterfragen der Verpackungen, ob ein anderes Verpackungskonzept Mehrwerte bietet oder die Logistik bzw. das Warehousing vereinfacht. Dazu geh\u00f6ren so einfache Dinge wie der Druckprozess oder ein Switch auf andere Beh\u00e4lter. Unsere Erfahrungen zeigen, dass durch Betrachtung der kompletten Supply Chain die Total-Cost-Optimierung auch Potenziale liefert, um die Verpackung zu verbessern, f\u00fcr das Unternehmen und den Anwender.<\/p>\n<p><strong>Refuse<\/strong> stellt die allgemeine Frage, ob die Verpackung, wie sie heute ist, notwendig ist \u2013 nat\u00fcrlich immer unter dem Gesichtspunkt der Produktsicherheit.<\/p>\n<p><strong>Reduce<\/strong> hei\u00dft nicht nur, weniger Verpackung zu verwenden, sondern z.\u00a0B. auch das Verpackungsformat zu variieren \u2013 ein kompakteres Format spart schnell 15 bis 20 % Verpackungsmaterial.<\/p>\n<p><strong>Reuse<\/strong> ist derzeit noch nicht im Fokus vieler Unternehmen, es zeigt sich aber, dass dieser Ansatz vor allem auch im B2B-Sektor gro\u00dfe Potenziale birgt. Reuse geht dabei auch gern einher mit Rethink.<\/p>\n<p><strong>Renew<\/strong> setzt vor allem dann an, wenn sich an der eigentlichen Art der Packung wenig \u00e4ndern l\u00e4sst oder die Optimierung schon weit vorangeschritten ist. Nachwachsende Ressourcen oder Energie sind insbesondere auch bei Verbrauchern emotional hoch angesiedelt.<\/p>\n<p><strong>Remove<\/strong> zielt auf die Vermeidung und den Ersatz von bedenklichen Stoffen, seien es gesundheits-bedenkliche oder umweltsch\u00e4digende Materialien oder Prozesse.<\/p>\n<p><strong>Recycle<\/strong> bedarf heutzutage wenig Erl\u00e4uterung und ist einer der am st\u00e4rksten fokussierten Ans\u00e4tze. Aber es ist auch wichtig zu sehen, ob Recycling dort \u00fcberhaupt stattfindet, wo meine Produkte vertrieben werden.<\/p>\n<p><strong>Recover<\/strong> ist ein relativ junger Ansatz und versucht, Materialien aus bisher unbeachteten Prozessen wiederzugewinnen. Dies k\u00f6nnen Metalle aus der Schlacke des Papierrecyclings sein oder eine weitere Verwertung von Abf\u00e4llen, insbesondere auch Elektroschrott. Hier entstehen neue Methoden, um an die Materialien zu gelangen.<\/p>\n<p><strong>Regenerate<\/strong> liegt noch in der Zukunft, beinhaltet aber z.\u00a0B. die Nutzung von CO<sub>2<\/sub> zur Herstellung von neuen Materialien.<\/p>\n<p><strong>(Re)Compost<\/strong> ist in vielen L\u00e4ndern angebracht, die \u00fcber keine Infrastruktur von Abfallsammlung, -sortierung und -recycling verf\u00fcgen und wo die Verpackungen mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Natur landen. Dort sollten sie m\u00f6glichst geringen Schaden anrichten und sich \u201ein Luft aufl\u00f6sen\u201c. In L\u00e4ndern mit guter Infrastruktur ist Kompostierung weniger interessant, weil die Energie, die in die Verpackung gesteckt wurde, verloren geht.<\/p>\n<h2><strong>Die ersten Schritte hin zu EcoDesign<\/strong><\/h2>\n<p>Die meisten Handelsunternehmen haben in den letzten Monaten ihre eigenen Leitf\u00e4den oder Checklisten an Unternehmen verschickt oder er\u00f6rtert, dass die Zielsetzung der n\u00e4chsten Jahre hin zu Recyclingf\u00e4higkeit geht. So lauten auch die offiziellen Verlautbarungen in der Presse.<\/p>\n<p>Einige geben sehr konkret die Optionen der neuen Materialien vor, andere zeigen Hindernisse im Recycling auf und versuchen, bessere L\u00f6sungen anzuregen. F\u00fcr den Hersteller der Eigenmarken ergibt sich damit die Herausforderung, die Vorgaben des Handels zu harmonisieren, wenn er mehrere Handelsunternehmen beliefert, um seine Produktion zu optimieren.<\/p>\n<p>Daher bietet sich nicht nur f\u00fcr Markenartikler an, ihre <strong>eigenen Ziele und Strategien zu definieren<\/strong>, die auch dann Bestand haben, wenn sich die Beziehung zum Handel oder zu dessen Forderungen \u00e4ndern sollte. Schlie\u00dflich muss sich die Marke im Wettbewerb dauerhaft differenzieren und den Verbrauchern Anreize schaffen.<\/p>\n<p>In Zeiten, wo die Produktrezepturen gr\u00f6\u00dftenteils ausgereizt oder vergleichbar sind und der Verbraucher nachhaltigeres Handeln fordert, liegt eine Option in dem <strong>Markenauftritt \u00fcber nachhaltigere Verpackungen<\/strong> \u2013 die Verpackung ist schlie\u00dflich das wichtigste Kommunikationsmittel einer Marke (Touchpoint-Studie 2015; FFI Fachverband Faltschachtel-Industrie e.\u00a0V.), sofern sie nicht \u00fcber gro\u00dfe Werbebudgets verf\u00fcgt. Mehrere Studien (Nielsen, The sustainability imperative, 2011 ff., SmartCon, CSR Kompass Schokoladenprodukte 2018 u.\u00a0a.) belegen auch den zunehmenden Einfluss von Nachhaltigkeit und nachhaltigen Verpackungen auf die <strong>Kaufentscheidung<\/strong>. Dies erfordert beherztes Handeln seitens der Industrie und ist aktuell auch sehr deutlich sp\u00fcrbar.<\/p>\n<figure id=\"attachment_11752\" aria-describedby=\"caption-attachment-11752\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-11752\" title=\"Peter D\u00e9silets (Bild: Pacoon)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-1024x683.jpg\" alt=\"Peter D\u00e9silets (Bild: Pacoon)\" width=\"600\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-600x400.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-300x200.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-768x512.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237-1320x880.jpg 1320w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Enthuellt_Pacoon_PeterDesilets_237.jpg 1536w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-11752\" class=\"wp-caption-text\">Peter D\u00e9silets, Leiter Agentur Pacoon in M\u00fcnchen. (Bild: Pacoon)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Gastautor: <strong>Peter D\u00e9silets<\/strong>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Pacoon GmbH, einer Designagentur f\u00fcr nachhaltige Verpackungsl\u00f6sungen mit Sitz in M\u00fcnchen und B\u00fcro in Hamburg.<\/p>\n<p><em>Im <a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/ecodesign-bei-verpackungen-2-ziele-kommunikation-und-einsparpotenziale\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>n\u00e4chsten Teil<\/strong><\/a> erl\u00e4utern wir an konkreten Beispielen, wie die Strategie und Packungskonzepte Schritt f\u00fcr Schritt umgesetzt werden und wo Potenziale lauern k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Und wir berichten von der \u201e<a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/solpack-3-0-loesungen-der-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">SOLPACK 3.0 \u2013 Internationale Konferenz f\u00fcr nachhaltige Verpackungen\u201c<\/a>, auf der die aktuellen und zuk\u00fcnftigen Entwicklungen bei Verpackungen diskutiert wurden.<\/em><\/p>\n[infotext icon]Pacoon sieht noch gro\u00dfen Nachholbedarf beim Grundwissen zu nachhaltigen Verpackungen in Unternehmen. Daher bieten die M\u00fcnchner in Kooperation mit der IHK M\u00fcnchen am 5. Juli 2019 einen ersten <strong>Schulungstag f\u00fcr Unternehmen<\/strong> an, der einen \u00dcberblick \u00fcber die wichtigsten Themen und Definitionen geben soll. Ziel ist es, die Unternehmen auf einen hohen Wissenstand zu bringen und Ideen eher st\u00e4rker in neue L\u00f6sungen zu investieren statt interne Meinungsunterschiede zu diskutieren. Es werden bis zu 200 Teilnehmer aus S\u00fcdbayern und den angrenzenden (Bundes-)L\u00e4ndern erwartet. Infos unter <a href=\"http:\/\/www.pacoon.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.Pacoon.de<\/a><em>.<\/em>[\/infotext]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EcoDesign offers more options than just material replacement and recyclability. The packaging concept as a whole should be scrutinised and questioned. 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