{"id":23352,"date":"2019-05-23T11:23:42","date_gmt":"2019-05-23T09:23:42","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=23352"},"modified":"2019-05-22T21:15:42","modified_gmt":"2019-05-22T19:15:42","slug":"european-inventor-award-nomination-for-plastic-pellet-technology","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/europaeischer-erfinderpreis-nominierung-fuer-kunststoff-pellet-technologie\/","title":{"rendered":"Plastic pellet technology nominated for European Inventor Award"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer Entwicklung f\u00fcr effizientere Kunststoffrecycling haben sich die \u00f6sterreichischen Erfinder Klaus Feichtinger und Manfred Hackl eine Nominierung f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Erfinderpreis des Europ\u00e4ischen Patentamtes (EPA) verdient. Ihre Technologie, Abf\u00e4lle zu hochwertigen Pellets aufzubereiten, geht in der Kategorie \u201eIndustrie\u201c an den Start. In der Kategorie \u201eNicht-EPO-Staaten\u201c wurde eine Alternative zu Kunststoffen nominiert.<\/p>\n<p>Hackl und Feichtinger waren bis vor kurzem gemeinsam Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Kunststoffrecycling-Spezialisten <strong>Erema<\/strong>. Damit sind sie in einem hochkomplexen Anwendungsfeld unterwegs, weil jede Art von <strong>Kunststoffpolymer<\/strong> ein spezifisches Verfahren erfordert, um daraus verwertbares Material herzustellen. Erschwerend kommt hinzu, dass bei niedrigen \u00d6lpreisen sowohl die Nachfrage nach recyceltem Kunststoff als auch der Preis von nicht aus Abf\u00e4llen stammendem Neu-Plastik sinken. Folglich werden von den j\u00e4hrlich in der EU anfallenden 58 Millionen Tonnen <strong>Kunststoffm\u00fcll<\/strong> nur 30 Prozent wiederverwertet.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Technologie von Feichtinger und Hackl schlie\u00dft den Kreislauf beim Kunststoffrecycling. Die Erfinder haben einerseits die Effizienz der Verwertung gesteigert und andererseits ein besseres Endprodukt entwickelt.\u201c<br \/>\nAnt\u00f3nio Campinos, EPA-Pr\u00e4sident<\/p><\/blockquote>\n<h2>Kunststoffabfall wird im Gegenstrom verarbeitet<\/h2>\n<p>Vor allem wegen der Kostenproblematik haben sich die beiden Nominierten darauf konzentriert, den <strong>Recyclingprozess<\/strong> so innovativ und so effizient wie m\u00f6glich zu gestalten. Dabei herausgekommen sind Anlagen, die durchaus so gro\u00df wie Busse sein k\u00f6nnen und auf eine \u201e<strong>Gegenstrom-Technologie<\/strong>\u201c setzen. Kunststoffabfall wird \u00fcber F\u00f6rderb\u00e4nder transportiert, geschnitten, gemischt, erhitzt, getrocknet und verdichtet. Ein Schneidverdichter dient als Zwischenspeicher, bevor das Material im <strong>Extruder<\/strong> plastifiziert, homogenisiert und gereinigt wird.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-3566659027\"><div id=\"packa-955294872\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p>Fr\u00fcher drehte sich das Kunststoffgemenge im <strong>Schneidverdichter<\/strong> und die <strong>Wellenschnecke<\/strong> im <strong>Extruder<\/strong> in derselben Richtung. In der Schnecke wird der Materialfluss dann nur unregelm\u00e4\u00dfig verdichtet. Die \u201eCounter-Current\u201c-Technologie kehrt das Prinzip um und bewegt das Material entgegengesetzt zum Durchfluss des Extruders. Dieses Verfahren hat Vorteile. Der <strong>F\u00fcllprozess<\/strong> l\u00e4uft so besser, der Durchfluss wird stabiler. Au\u00dferdem wird die Qualit\u00e4t des neu gewonnenen Materials besser.<\/p>\n<h2>Auch bedruckte Folien k\u00f6nnen recycelt werden<\/h2>\n<p>Als Vorteile der Erfindung beschreibt das EPA, dass die <strong>Reyclingzeit<\/strong> f\u00fcr die Kunststoffabf\u00e4lle reduziert wurde und die Wertstoffe auch bei niedrigen Temperaturen verarbeitet werden k\u00f6nnen. Dies f\u00fchre insgesamt zu mehr Durchsatz in der Produktionslinie und zu besserer Qualit\u00e4t. Auch bisher nicht verwertbare Abf\u00e4lle k\u00f6nnten nun genutzt werden, beispielsweise stark bedruckte <strong>Kunststofffolien<\/strong> von Konsumg\u00fcterverpackungen.<\/p>\n<p>Mit ihren zahlreichen patentierten Technologien haben Feichtinger und Hackl gesch\u00e4ftlichen Erfolg. Mehr als 6 000 Recycling-Systeme von Erema sind bereits im Einsatz. Jedes Jahr produzieren die Maschinen mehr als 14,5 Millionen Tonnen <strong>Kunststoffpellets<\/strong>.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23353\" aria-describedby=\"caption-attachment-23353\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23353\" title=\"Eben Bayer (l.) und Gavin McIntyre (Bild: EPA)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre.jpg\" alt=\"Eben Bayer (l.) und Gavin McIntyre (Bild: EPA)\" width=\"580\" height=\"326\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-600x338.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-300x169.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-768x432.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-813x457.jpg 813w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-180x101.jpg 180w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-260x146.jpg 260w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-373x210.jpg 373w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/epo_bayer_mc.intyre-120x67.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23353\" class=\"wp-caption-text\">Eben Bayer (l.) und Gavin McIntyre entwickelten eine Alternative zu Kunststoff, die aus Fasern bestimmter Pilze gewonnen wird. (Bild: EPA)<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Kunststoff-Alternative aus Pilzen eignet sich f\u00fcr Verpackungen<\/h2>\n<p>Auch eine weitere Erfindung, die f\u00fcr einen Europ\u00e4ischen Erfinderpreis nominiert ist, befasst sich mit dem Thema Kunststoff, genauer gesagt mit einer Alternative zu Kunststoff und <strong>Polystyrolsch\u00e4umen<\/strong>. In der Kategorie der \u201eNicht-EPO-Staaten\u201c wurden die US-Maschinenbauingenieure und Produktdesigner <strong>Eben Bayer<\/strong> und <strong>Gavin McIntyre<\/strong> auf die Nominiertenliste gesetzt. Sie haben ein robustes und ungiftiges Materials entwickelt, das aus dem <strong>Fadengeflecht von Myzel-Pilzen<\/strong> gewonnen wird.<\/p>\n<p>Das umweltfreundliche Material wird \u00fcber \u201eEcovative Design\u201c vermarktet \u2013 ein Unternehmen, das 2007 von den Erfindern mitgegr\u00fcndet wurde und mit vielen internationalen Partnern im Bereich <strong>Schutzverpackungen<\/strong> f\u00fcr den Produktversand zusammenarbeitet. Die flexible, anpassungsf\u00e4hige und biologisch abbaubare Substanz wird f\u00fcr Verpackungen und <strong>Baustoffe<\/strong> genutzt, ebenso wie in anderen Anwendungen einschlie\u00dflich <strong>Textilien<\/strong> oder alternativer Proteinquellen.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr den Einsatz als Verpackung ist, dass das Material ein vergleichbares Verh\u00e4ltnis von <strong>Festigkeit<\/strong> zu <strong>Gewicht<\/strong> aufweist wie Kunststoffprodukte, und zu einem vergleichbaren Preis verkauft wird. Das Material kann recycelt oder kompostiert werden und ist innerhalb von 45 bis 180 Tagen biologisch abbaubar.<\/p>\n[infotext icon]\n<p>Die Gewinner des j\u00e4hrlichen Innovationspreises des EPA werden 2019 im Rahmen einer Galaveranstaltung am 20. Juni in Wien bekannt gegeben. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.epo.org\/learning-events\/european-inventor.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wettbewerbsseite<\/a> im Internet-Angebot des EPA.<\/p>\n[\/infotext]\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"The technology invented by Austrians Klaus Feichtinger and Manfred Hackl to process plastic waste into high-quality pellets has been nominated for the European Inventor Award. A technology for a plastic alternative was also nominated.","protected":false},"author":1,"featured_media":23354,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[1],"tags":[65,54],"class_list":{"0":"post-23352","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-allgemein","8":"tag-abfalltechnik-und-recycling","9":"tag-kunststoff-und-verbunde","10":"cs-entry","11":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23352"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23352\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23354"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}