{"id":23488,"date":"2019-06-05T10:30:18","date_gmt":"2019-06-05T08:30:18","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=23488"},"modified":"2019-06-05T09:57:23","modified_gmt":"2019-06-05T07:57:23","slug":"consumer-centre-fruit-vegetables-not-without-plastic-packaging","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/verbraucherzentrale-obst-gemuese-nicht-ohne-plastikverpackungen\/","title":{"rendered":"Fruit and vegetables are almost always packaged in plastic"},"content":{"rendered":"<p>Zu fast zwei Dritteln wird Obst und Gem\u00fcse noch immer in Plastikverpackungen verkauft. Das haben die Verbraucherzentrale Hamburg und der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) herausgefunden. In einem \u201eMarktcheck\u201c untersuchten sie das Obst- und Gem\u00fcseangebot in 42 Filialen der acht wichtigsten Lebensmittelh\u00e4ndler.<\/p>\n<p>Insgesamt nahmen die Tester 1.394 Angebote in Augenschein. In der nicht repr\u00e4sentativen Stichprobe waren Tomaten, M\u00f6hren, Paprika, Gurken und \u00c4pfel enthalten. Einige \u00fcbergreifende Trends wurden von den Verbraucherzentralen festgestellt: Insgesamt ist der <strong>Kunststoffverpackungsanteil<\/strong> im<strong> Obst- und Gem\u00fcseangebot<\/strong> hoch. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Einkaufsm\u00e4rkten. Discounter verkaufen deutlich mehr Obst und Gem\u00fcse in Plastikverpackungen als Superm\u00e4rkte. Bei Penny und Aldi seien die durchschnittlichen <strong>Plastikquoten<\/strong> mit 81 Prozent und 74 Prozent besonders hoch, bei Edeka mit 48 Prozent deutlich geringer, teilen die Verb\u00e4nde mit.\u00a0Unverpacktes Obst und Gem\u00fcse sei h\u00e4ufig teurer. Bei deutlich mehr als der H\u00e4lfte von 162 vorgenommenen Preisvergleichen war demnach die unverpackte Variante kostspieliger. Nur bei rund einem Drittel konnten Verbraucher durch den Verzicht auf Plastik auch Geld sparen.<\/p>\n<h2>Unterschiede zwischen einzelnen M\u00e4rkten und Produkten<\/h2>\n<blockquote>\n<figure id=\"attachment_23490\" aria-describedby=\"caption-attachment-23490\" style=\"width: 530px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-23490\" title=\"Klaus M\u00fcller, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes. (Bild: vzbv\/Gert Baumbach)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/vzbv_klaus_mueller_fotograf_gert_baumbach.jpg\" alt=\"Klaus M\u00fcller, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbandes. 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Der Handel ist in der Pflicht, das Angebot an unverpacktem Obst- und Gem\u00fcse zu vergr\u00f6\u00dfern. Vor allem Discounter m\u00fcssen ihre Hausaufgaben noch machen.\u201c<br \/>\n<strong>Klaus M\u00fcller<\/strong>, Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbands<\/p><\/blockquote>\n<p>Deutliche Unterschiede gab es auch bei den einzelnen Produkten: Die <strong>Plastikbilanz<\/strong> von <strong>Tomaten<\/strong> war besonders schlecht. Insgesamt 360 F\u00e4llen von verpackten Tomaten standen nur 103 unverpackte Angebote gegen\u00fcber, was einer durchschnittlichen Plastikquote von 78 Prozent entspricht. In einem Kaufland-Markt waren 14 von 16 verschiedenen Tomatensorten in Plastik verpackt und damit 88 Prozent. Bei jeweils einer Lidl- und Penny-Filiale fiel die Quote mit neun verpackten und einer unverpackten Sorte sogar noch h\u00f6her aus.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-3035020877\"><div id=\"packa-866980969\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<h2>Paprika und M\u00f6hren gibt es kaum ohne Plastikumh\u00fcllung<\/h2>\n<p><strong>Paprika<\/strong> und <strong>M\u00f6hren<\/strong> waren bei einigen Discountern ausschlie\u00dflich in <strong>Plastikverpackungen<\/strong> erh\u00e4ltlich. Discounter Penny beispielsweise verkaufte Paprika in keiner einzigen seiner insgesamt sechs \u00fcberpr\u00fcften Filialen ohne Plastikh\u00fclle. In den jeweils f\u00fcnf besuchten M\u00e4rkten von Lidl und Netto wiederum waren keine M\u00f6hren ohne Plastikschale oder -beutel zu finden.<\/p>\n<figure id=\"attachment_23492\" aria-describedby=\"caption-attachment-23492\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-23492\" title=\"Verpackungsquoten von Obst und Gem\u00fcse (Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/S\u00e4ulendiagramm-So-viel-Obst-und-Gem\u00fcse-ist-in-Plastik-2.png\" alt=\"Verpackungsquoten von Obst und Gem\u00fcse (Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)\" width=\"580\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/S\u00e4ulendiagramm-So-viel-Obst-und-Gem\u00fcse-ist-in-Plastik-2.png 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/S\u00e4ulendiagramm-So-viel-Obst-und-Gem\u00fcse-ist-in-Plastik-2-600x450.png 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/S\u00e4ulendiagramm-So-viel-Obst-und-Gem\u00fcse-ist-in-Plastik-2-300x225.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/S\u00e4ulendiagramm-So-viel-Obst-und-Gem\u00fcse-ist-in-Plastik-2-768x576.png 768w\" sizes=\"(max-width: 580px) 100vw, 580px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-23492\" class=\"wp-caption-text\">Die Verbraucherzentrale Hamburg und der Verbraucherzentrale-Bundesverband haben untersucht, wie viel verpacktes Obst und Gem\u00fcse in Superm\u00e4rkten angeboten wird. (Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Kleine Lichtblicke konnten die Verbrauchersch\u00fctzer bei Gurken ausmachen. Sie schnitten mit einer Plastikquote von 43 Prozent am besten ab. Normale <strong>Schlangengurken<\/strong> werden praktisch nur noch ohne Plastikh\u00fclle verkauft, kleinere <strong>Snackgurken<\/strong> hingegen stecken oft in Plastikcontainern.<\/p>\n<h2>Verpackungsfrei ist meist teurer<\/h2>\n<blockquote><p>\u201eH\u00e4ndler, die mehr Geld f\u00fcr unverpacktes Obst und Gem\u00fcse verlangen, ohne dass dieses qualitativ besser ist, tun weder Verbrauchern noch der Umwelt einen Gefallen. Wer umweltfreundlich einkaufen will, darf daf\u00fcr nicht zus\u00e4tzlich zur Kasse gebeten werden.\u201c<br \/>\n<strong>Michael Knobloch<\/strong>, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg<\/p><\/blockquote>\n<p>Im Mittel war bei 57 Prozent der durchgef\u00fchrten <strong>Preisvergleiche<\/strong> zwischen verpackten und unverpackten Ernteprodukten die Plastik-Variante g\u00fcnstiger, nur in 35 Prozent der F\u00e4lle teurer. Besonders aufgefallen sind M\u00f6hren und <strong>\u00c4pfel<\/strong>: 96 Prozent der M\u00f6hren und 76 Prozent der \u00c4pfel kosteten unverpackt mehr als das jeweilige Pendant mit Plastikh\u00fclle. Nur Rispentomaten waren unverpackt \u00fcberwiegend, n\u00e4mlich zu 88 Prozent, g\u00fcnstiger. In 31 der insgesamt 42 besuchten Discounter und Superm\u00e4rkte zahlen Verbraucher f\u00fcr einen umweltfreundlichen Einkauf mehr Geld.<\/p>\n<h2>Einzelhandelsunternehmen wollen Verpackungsmengen reduzieren<\/h2>\n<p>Die von der <strong>Verbraucherzentrale<\/strong> kritisierten Einzelhandelsunternehmen besch\u00e4ftigen sich bereits seit einiger Zeit mit der Verpackung ihrer Produkte. So haben einige Unternehmen auch schon konkrete Zeitr\u00e4ume definiert, in denen sie ihre Verpackungsmengen reduzieren wollen. <strong>Aldi<\/strong> Nord und S\u00fcd haben beispielsweise bereits voriges Jahr ihre \u201eVerpackungsmission\u201c gestartet und wollen bis 2025 bei ihren Eingemarken den Verpackungsmengenanteil um 30 Prozent reduzieren. Bei Obst und Gem\u00fcse soll die Verpackungsmenge auch soweit wie m\u00f6glich reduziert werden.<\/p>\n<p>Wie <strong>Rewe<\/strong> oder Edeka auch beabsichtigt auch Aldi, k\u00fcnftig weitestm\u00f6glich auf recycelte und recycelbare Verpackungen zu setzen. Bei <strong>Lidl<\/strong> wiederum laufen Tests, Obst und Gem\u00fcse direkt mit Laseraufdrucken auf die Schalen zu kennzeichnen, anstatt daf\u00fcr Etiketten zu verwenden, wie die FAZ online berichtete.<\/p>\n[infotext icon]\n<h2>Alle Ergebnisse auf einen Blick<\/h2>\n<p>Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die Ergebnisse ihres Marktchecks in einem umfangreichen Infopaket dargestellt. Viele Informationen und \u00fcbersichtliche Grafiken finden Sie auf <a href=\"https:\/\/www.vzhh.de\/themen\/umwelt-nachhaltigkeit\/muell-verpackungen\/plastikflut-bei-obst-gemuese\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">dieser Seite<\/a>.<\/p>\n[\/infotext]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Almost two thirds of fruit and vegetables are still sold in plastic packaging. This was discovered by the Consumer Advice Centre Hamburg and the Federation of German Consumer Organisations (vzbv).","protected":false},"author":1,"featured_media":23491,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[1,111,22],"tags":[54,31,32],"class_list":{"0":"post-23488","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-allgemein","8":"category-maerkte","9":"category-packmittel-und-packstoffe","10":"tag-kunststoff-und-verbunde","11":"tag-nachhaltigkeit-und-green-packaging","12":"tag-packmittel-und-packstoffe","13":"cs-entry","14":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23488","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23488"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23488\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/23491"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23488"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23488"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23488"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}