{"id":26976,"date":"2019-09-26T09:41:03","date_gmt":"2019-09-26T07:41:03","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=26976"},"modified":"2020-07-24T12:12:18","modified_gmt":"2020-07-24T10:12:18","slug":"fachpack-2019-presentation-packaging-law","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/fachpack-2019-vortrag-verpackungsgesetz\/","title":{"rendered":"Packaging Act has increased awareness of recycling justice"},"content":{"rendered":"<p>Das Verpackungsgesetz greift bereits. In der Verpackungswirtschaft hat es mit dazu beigetragen, das Bewusstsein f\u00fcr recyclinggerechte Verpackungen und die Verbesserung der Sammel- und Sotierinfrastruktur zu steigern. Gleichwohl bleibt noch viel zu tun. Das sagte Dr. Norbert V\u00f6ll, von \u201eDer gr\u00fcne Prunkt\u201c anl\u00e4sslich eines Vortrags auf der FachPack 2019.<\/p>\n<p>Der Pressesprecher des Entsorgungs- und Recyclingspezialisten sprach am Mittwoch, 25. September, vor mehr als 200 Menschen im Forum <strong>PackBox<\/strong>. Dabei berichtete er \u00fcber die Erfahrungen seines Unternehmens mit dem zu Jahreanfang in Kraft getretenen Verpackungsgesetz. Die Zentrale Stelle <strong>Verpackungsregister<\/strong> (ZSVR) und das Verpackungsregisters <strong>LUCID<\/strong> seien \u201eeine gute Idee\u201c, befand er. Aus Sicht der Entsorger sehe er aber noch Handlungsbedarf. Denn ein Ziel des Gesetzes sei auch gewesen, die Zahl der \u201eTrittbrettfahrer\u201c &#8211; also derjenigen Unternehmen, die ihrer bereits zuvor bestehenden Registrierungspflicht f\u00fcr Verpackungen nicht nachkommen \u2013 zu reduzieren.<\/p>\n<h2>Online-H\u00e4ndler vers\u00e4umen bisweilen notwendige Registrierungen<\/h2>\n<p>Dass immer noch viele Unternehmen ihre in Umlauf gebrachten <strong>Verpackungsmengen<\/strong> nicht meldeten, schlie\u00dft Dr. V\u00f6ll aus einem Vergleich der insgesamt auf den Markt gebrachten Mengen \u2013 laut Gesellschaft f\u00fcr Verpackungsmarktforschung sind dies etwa 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr \u2013 und den bei LUCID gemeldeten Verpackungen \u2013 cirka 1,8 Millionen Tonnen. Unter anderem weise diese Differenz darauf hin, dass nach wie vor nicht alle Unternehmen ihrer <strong>Registrierungspflicht<\/strong> nachk\u00e4men. LUCID verzeichne derzeit etwa 170.000 \u201eInverkehrbringer\u201c. Erwartet worden seien urspr\u00fcnglich aber mehr 700.000.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-1884996359\"><div id=\"packa-3424878416\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p>Immer wieder wies Dr. V\u00f6ll aber darauf hin, dass die Aufkl\u00e4rung der Verbraucher wie auch der <strong>Inverkehrbringer<\/strong> von Verpackungen noch mangelhaft seien. So sei davon auszugehen, dass ein gro\u00dfer Teil der vers\u00e4umten Registrierungen in LUCID auf Unkenntnis beruhen k\u00f6nnten. Der gr\u00fcne Punkt glaube, dass \u201eein gro\u00dfer Problembereich der <strong>Onlinehandel<\/strong> ist.\u201c Gerade kleineren H\u00e4ndlern sei nicht bewusst, dass sie nicht nur die Versandverpackungen melden m\u00fcssten, sondern auch die Produktverpackungen ihrer Lieferungen.<\/p>\n<h2>Kommunen erhalten 20 Millionen Euro f\u00fcr Informationskampagnen<\/h2>\n<p>Auf Verbraucherseite wiederum hapere es an der korrekten Abfallsortierung: \u201eWir haben relativ viel Restm\u00fcll in den gelben S\u00e4cken.\u201c Die Folge: Man gewinne aus den <strong>Hausm\u00fcllsammlungen<\/strong> zu wenig Wertstoffe, um ausreichend \u201e<strong>Post-Consumer-Rezyklat<\/strong>\u201c (PCR) herzustellen. Der Gr\u00fcne Punkt stelle den Kommunen jedes Jahr 20 Millionen Euro f\u00fcr Aufkl\u00e4rungsma\u00dfnahmen zur Abfalltrennung zur Verf\u00fcgung. Viele St\u00e4dte und Gemeinden setzten dieses Geld sehr sinnvoll ein. Trotzdem bleibe die <strong>M\u00fclltrennung<\/strong> fehleranf\u00e4llig, wirke oft unlogisch und sei auch nicht bundesweit einheitlich geregelt. Als Beispiel f\u00fchrte Dr. V\u00f6ll an, dass Farbeimer aus Polypropylen in den gelben Sack geh\u00f6rten. Putzeimer aus demselben Material w\u00fcrden wiederum \u00fcber den Restm\u00fcll entsorgt.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eWir haben in Deutschland keine einheitliche Infrastruktur. Sie haben zum Beispiel in der Stadt M\u00fcnchen keinen gelben Sack und keine gelbe Tonne.\u201c<br \/>\n<strong>Dr. Norbert V\u00f6ll<\/strong>, Pressesprecher \u201eDer Gr\u00fcne Punkt\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Einheitliche Regelungen f\u00fcr den Umgang mit Kunststoffabf\u00e4llen seien sinnvoll. Ideal sei eine <strong>Wertstofftonne<\/strong> in kommunaler Regie, an deren Kosten sich die <strong>Dualen Systeme<\/strong> beteiligen sollten. Entsprechende Verhandlungen mit den Kommunen seien aber kompliziert.<\/p>\n<h2>Auch bei Anreizen f\u00fcr recyclinggerechtes Design mangelt es an Klarheit<\/h2>\n<p>Beim Thema \u201eAnreize f\u00fcr <strong>recyclinggerechtes Verpackungsdesign<\/strong>\u201c zeigte sich Dr. V\u00f6ll aufgeschlossen einem einheitlichen Fondsmodell gegen\u00fcber, an dem sich alle Dualen Systeme beteiligen sollten. Ein unabh\u00e4ngiges Gremium w\u00fcrde dann die Recyclingf\u00e4higkeit von Verpackungen und auch die tats\u00e4chliche Wiederverwertung pr\u00fcfen und auf einer einheitlichen Basis Pr\u00e4mien gew\u00e4hren. Das Verpackungsgesetz weise diese Aufgabe derzeit den Dualen Systemen direkt zu. F\u00fcr die Anwender sei dies verwirrend, weil die Anforderungen bislang von Land zu Land unterschiedlich seien und es keine einheitlichen Verfahrensregeln gebe.<\/p>\n<p>Der Gr\u00fcne Punkt unterst\u00fctze seine Kunden mit der Software \u201e<strong>RecyclingCOMPASS<\/strong>\u201c, die \u00fcber einen Fragenkatalog konkrete Hinweise dazu gebe, wie gut es mit der Wiederverwertbarkeit bestellt sei.<\/p>\n<h2>Industrielle L\u00f6sungen f\u00fcr mehr PCR stehen noch aus<\/h2>\n<p>Die <strong>Recyclingf\u00e4higkeit<\/strong> sei die eine, die tats\u00e4chliche Wiederverwendung des Kunststoffes die andere Herausforderung. Das Verpackungsgesetz fordere auch in diesem Punkt deutliche Verbesserungen, gerade im Bereich PCR. Es gebe zwar viel versprechende Ans\u00e4tze, um aus Haushaltsabf\u00e4llen neue, hochwertige <strong>Produktverpackungen<\/strong> zu machen. Von industriell verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen sei man aber noch weit entfernt. Es gebe aber gro\u00dfe Fortschritte.<\/p>\n<p>Allerdings stellt Dr. V\u00f6ll auch klar, dass auf Verbraucher und Unternehmen h\u00f6here Kosten zuk\u00e4men: \u201eWenn wir mehr Recycling und mehr <strong>Kreislaufwirtschaft<\/strong> wollen, dann kostet das Geld.\u201c<\/p>\n[infotext icon]\n<p>Sie finden zur Einf\u00fchrung des Verpackungsgesetzes unter anderem die folgenden Artikel in unserem Internetangebot:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/mindeststandard-recycling\/\">Mindeststandard f\u00fcr recyclinggerechte Verpackungen ver\u00f6ffentlicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/zwischenbilanz-vier-monate-verpackungsregister-lucid\/\">Vier Monate Verpackungsregister: durchwachsene Zwischenbilanz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n[\/infotext]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"The Packaging Act has helped to raise awareness of recyclable packaging, says Dr Norbert V\u00f6ll, press spokesman for Der Gr\u00fcne Punkt. 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