{"id":27455,"date":"2019-10-14T15:00:47","date_gmt":"2019-10-14T13:00:47","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=27455"},"modified":"2020-08-21T16:42:52","modified_gmt":"2020-08-21T14:42:52","slug":"quo-vadis-plastic-packaging-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/quo-vadis-kunststoffverpackung-interview\/","title":{"rendered":"Quo vadis, plastic packaging?"},"content":{"rendered":"<p>Wenn sich Hersteller, Anwender, Kunden und Experten zur diesj\u00e4hrigen K-Messe treffen, wird es hier und dort auch die eine oder andere Sorgenfalte geben. Die Kunststoffverpackungsindustrie hat es gleich mit mehreren Problemen zu tun. \u00dcber Herausforderungen und Chancen in der jetzigen Situation haben wir mit Dr. J\u00fcrgen Bruder gesprochen, dem Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen.<\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Herr Dr. Bruder, die Kunststoffverpackungsindustrie k\u00e4mpft momentan gleich an mehreren Fronten. Wir haben eine angespannte Wirtschaftssituation, wichtige Exportm\u00e4rkte geraten ins Wanken, der Verbraucher sieht die Kunststoffverpackungen zunehmend kritisch. Was w\u00fcrden Sie denn als die<strong> gr\u00f6\u00dfte Herausforderung der Branche<\/strong> sehen?<\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_27453\" aria-describedby=\"caption-attachment-27453\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-27453\" title=\"Dr. J\u00fcrgen Bruder, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982.jpg\" alt=\"Dr. J\u00fcrgen Bruder, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen\" width=\"400\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982.jpg 1158w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982-600x645.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982-279x300.jpg 279w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982-768x825.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/dr._j\u00fcrgen_bruder-e1570804486982-953x1024.jpg 953w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-27453\" class=\"wp-caption-text\">Dr. J\u00fcrgen Bruder, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen. (Bild: IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung ist nat\u00fcrlich das globale Problem der <strong>fehlenden Abfallwirtschaft-Infrastruktur<\/strong> in vielen L\u00e4ndern mit dem Problem der Meeresverm\u00fcllung als der schlimmsten Folge. Und solange dieses Problem nicht gel\u00f6st ist, werden wir uns auch mit dieser kritischen Diskussion weiter auseinandersetzen m\u00fcssen.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-1950782784\"><div id=\"packa-936462907\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Das hei\u00dft, wenn es woanders Abfallsysteme nach unserem Vorbild g\u00e4be, dann w\u00e4ren wir einen ganzen Schritt weiter?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong>\u00a0Da w\u00e4ren wir einen deutlichen Schritt weiter. Das hei\u00dft nat\u00fcrlich nicht, dass bei uns alles perfekt ist. Wir haben auch noch Hausaufgaben zu machen und an verschiedenen Stellen Verbesserungen durchzuf\u00fchren. <strong>Design f\u00fcr Recycling<\/strong>, <strong>Recyclateinsatz<\/strong>, das w\u00e4ren nur zwei Stichworte, die auch f\u00fcr die Verpackungsindustrie relevant sind. Aber das globale Problem der Meeresverschmutzung ist haupturs\u00e4chlich verantwortlich f\u00fcr das schlechte Image beim Verbraucher.<\/p><div id=\"packa-1440908728\" class=\"packa-inhalt\"><!--noptimize--><script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2686439340972671\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script>\r\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display:block;text-align:center\" data-ad-layout=\"in-article\" data-ad-format=\"fluid\" data-ad-client=\"ca-pub-2686439340972671\" data-ad-slot=\"6171251825\"><\/ins>\r\n<script>\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n<\/script><!--\/noptimize--><\/div>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27454\" title=\"Grafik Recyclingziel 2025\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IK-Recyclingziele-Rezyklat-v2.png\" alt=\"Grafik Recyclingziel 2025\" width=\"400\" height=\"284\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IK-Recyclingziele-Rezyklat-v2.png 836w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IK-Recyclingziele-Rezyklat-v2-600x426.png 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IK-Recyclingziele-Rezyklat-v2-300x213.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IK-Recyclingziele-Rezyklat-v2-768x545.png 768w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Und nun haben also alle, die mit Kunststoffverpackungen zu tun haben, damit zu k\u00e4mpfen. Wie kann es denn gelingen, Vertrauen beim Verbraucher zur\u00fcckzuerobern? Ist das \u00fcberhaupt noch m<\/em><em>\u00f6<\/em><em>glich?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Ja, wir arbeiten daran. Sowohl kommunikativ als auch inhaltlich. Wir haben ja gemeinsam mit PlasticsEurope die <strong>Kommunikationsoffensive<\/strong> zu Kunststoffverpackungen gestartet: mit einem Newsroom und vielen anderen Dingen und daf\u00fcr auch extra Geld in die Hand genommen. Wir werden das sicherlich weiterf\u00fchren. Das ist ein ganz wichtiger Punkt, hier mit Fakten aufzukl\u00e4ren und immer wieder auch die Funktionalit\u00e4t von Kunststoffverpackungen hervorzuheben.<\/p>\n<p>Gleichzeitig entwickelt sich die Branche weiter, um zum Beispiel Kunststoffverpackungen recyclingf\u00e4hig zu gestalten, was ja nicht bei allen der Fall ist. Wir haben uns als Verband auch Nachhaltigkeitsziele gesetzt. Demnach sollen <strong>bis 2025 eine Million Tonnen Kunststoffrecyclat<\/strong>e im Verpackungsmarkt eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Ferner sollen bis zu diesem Zeitpunkt alle Konsumverpackungen aus Kunststoff zumindest<strong> zu 90 Prozent recycling- oder mehrwegf\u00e4hig<\/strong> sein. 90 Prozent deswegen, da sich das Monitoring ja nur auf den Markt beziehen kann und wir nat\u00fcrlich auch viele Importe haben, f\u00fcr die wir keine Garantie abgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27450\" title=\"Grafik Recyclingziel 2025: Verbesserte Recylingf\u00e4higkeit\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IKEV-Infografik-Recyclingfaehigkeit.png\" alt=\"Grafik Recyclingziel 2025: Verbesserte Recylingf\u00e4higkeit\" width=\"400\" height=\"418\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IKEV-Infografik-Recyclingfaehigkeit.png 728w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IKEV-Infografik-Recyclingfaehigkeit-600x627.png 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/IKEV-Infografik-Recyclingfaehigkeit-287x300.png 287w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Es wird also nicht langweilig f\u00fcr Sie. Nun kann man nat\u00fcrlich als jemand, der in dieser Branche zu tun hat, alle viere von sich strecken und abwarten. Man kann aber Ver\u00e4nderungen auch aktiv gestalten&#8230;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong>\u00a0Ja, das tun wir. Wir haben in diesem Jahr den Leitfaden <strong>\u201eEco Design von Kunststoffverpackungen\u201c<\/strong> ver\u00f6ffentlicht, der ein Gemeinschaftswerk des runden Tisches ist. Das ist ein hervorragendes Kompendium, das alle bisherigen Tools, die zum Eco Design f\u00fcr Kunststoffverpackungen verf\u00fcgbar sind, zusammenfasst. B<\/p>\n<p>asierend auf vier Kernstrategien wurde ein <strong>Managementleitfaden<\/strong> entwickelt. Gleichzeitig enth\u00e4lt der Leitfaden aber auch Hinweise f\u00fcr Verpackungsingenieure, die diese Strategien umsetzen sollen. Das alles ist entstanden in Zusammenarbeit mit gro\u00dfen Markenartiklern, Recyclern, aber auch der Verbraucherzentrale.<\/p>\n<p>Wir arbeiten sehr eng zusammen mit den Recyclern, um in bestimmten <strong>Produktgruppen<\/strong> voranzukommen. Wir haben einen Arbeitskreis PET-Schalen und f\u00fchren dort inzwischen den zweiten Gro\u00dfversuch durch, um die PET-Schalen recyclingf\u00e4hig zu gestalten bzw. sie auszusortieren und aus den aussortierten Schalen marktf\u00e4hige Produkte zu machen, um hier eine stabile Business-L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nehmen wir uns gemeinsam mit Recyclern bestimmte gewerbliche Verpackungen vor und \u00fcberlegen, wie wir den Einsatz von Rezyklaten erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Das passiert gerade bei Verpackungen au\u00dferhalb des Food-Bereichs, da es ja dort Restriktionen gibt.<\/p>\n<figure id=\"attachment_27456\" aria-describedby=\"caption-attachment-27456\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-27456\" title=\"Schale mit Himbeeren (Bild: Irina Mos\/shutterstock.com)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239.jpg\" alt=\"Schale mit Himbeeren\" width=\"600\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239.jpg 1070w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239-600x361.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239-300x181.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239-768x462.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/shutterstock_139040495-e1570804171239-1024x616.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-27456\" class=\"wp-caption-text\">(Bild: Irina Mos\/shutterstock.com)<\/figcaption><\/figure>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Wo liegen denn die Chancen in diesem Wandel im Bereich der Kunststoffverpackungen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Die sind sehr gro\u00df, und wir sehen, dass Unternehmen mit Innovationen kommen, die dann auch einen <strong>Wettbewerbsvorteil<\/strong> bringen. Ganz positiv m\u00f6chte ich mal die Innovationen hervorheben, die im Bereich der <strong>Verbundfolien<\/strong> laufen.<\/p>\n<p>Das h\u00e4tte vielleicht vor f\u00fcnf Jahren keiner so vermutet, dass es m\u00f6glich ist, aus den Verbundfolien, die aus mehreren Kunststoffen bestehen, Verbundfolien zu generieren, die letztlich aus einem Material bestehen. Also aus verschiedenen Typen Polyethylen oder PP, wo man mit orientiertem Material die Barriereschichten, die bisher aus verschiedenen Materialien bestanden, nachstellt und es so schafft, <strong>recyclingf\u00e4hige Verbundfolien<\/strong> zu generieren.<\/p>\n<p>Der Prozess l\u00e4uft, es gibt die ersten positiven Ergebnisse, und ich bin zuversichtlich, dass da in den n\u00e4chsten ein bis zwei Jahren noch sehr viel mehr kommen wird, was die einzelnen Anwendungsbereiche betrifft. Das braucht Zeit, aber da ist die Branche auf einem sehr guten Weg und zeigt ihre <strong>Innovationsf\u00e4higkeit<\/strong>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27457\" title=\"Grafik Verpackungsproduktion nach Segmenten\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11.png\" alt=\"Grafik Verpackungsproduktion nach Segmenten\" width=\"400\" height=\"433\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11.png 1232w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11-600x649.png 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11-277x300.png 277w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11-768x831.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/Bildschirmfoto-2019-10-11-um-15.40.11-946x1024.png 946w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Lassen Sie uns auch noch \u00fcber die konjunkturellen Entwicklungen sprechen. Wenn wir in Ihren <strong>Konjunkturtrend<\/strong> gucken, dann sehen wir zwar ein Umsatzplus, aber eben auch ein Minus bei Wirtschaftslage und Export.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Der Einbruch im Verpackungsbereich ist im Moment nicht durch die Konsumverpackung verursacht worden, sondern durch die <strong>gewerblichen Verpackungen<\/strong>. Das wiederum hat seine Ursache in der Schw\u00e4che der Automobil- und Chemieindustrie, wohin die gewerblichen Verpackungen nat\u00fcrlich \u00fcberwiegend geliefert werden.<\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Und wie begegnet man wegbrechenden Exportm\u00e4rkten? Gro\u00dfbritannien ist nat\u00fcrlich das Thema. Der angedachte <strong>Brexit-Temin<\/strong> liegt gerade mal eine Woche nach dem Ende der K-Messe. Was raten Sie Ihren Mitgliedern?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Wir haben das diskutiert, und wir haben eine Reihe von Firmen mit Tochtergesellschaften auf der Insel. Die haben sich eingedeckt, um erst mal \u00fcber die n\u00e4chsten Wochen zu kommen, in denen keiner wei\u00df, wie das Chaos dann aussieht. Man kann sich nicht auf alles einrichten, aber zumindest was Zulieferungen betrifft, um weiter produzieren zu k\u00f6nnen, ist eine <strong>\u00dcberbr\u00fcckung<\/strong> gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist der <strong>Exportverlust<\/strong>, der m\u00f6glicherweise eintritt, schon ein Thema. Ungef\u00e4hr zehn Prozent des Exports gehen nach Gro\u00dfbritannien, w\u00e4hrend die Importe aus UK vernachl\u00e4ssigbar sind und kein Problem darstellen, sollten sie wegfallen.<\/p>\n[infotext icon]H\u00f6ren Sie das Interview des packaging journal, gef\u00fchrt von Jan Malte Andresen mit Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-27455-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kunststoffinterview-final.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kunststoffinterview-final.mp3\">https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/kunststoffinterview-final.mp3<\/a><\/audio>\n[\/infotext]\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Ende des Jahres ist f\u00fcr Sie pers<\/em><em>\u00f6<\/em><em>nlich Schluss als Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Wenn Sie Ihrem Nachfolger den Sessel frei r\u00e4umen, was geben Sie ihm mit auf den Weg?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong>\u00a0Gute Frage, dar\u00fcber habe ich im Detail noch gar nicht nachgedacht. Nat\u00fcrlich sollte die Verbandsarbeit fortgef\u00fchrt werden, die wir gerade in den letzten Jahren aufgebaut haben. Sie ist darauf ausgerichtet, nicht nur irgendwie zu bewahren, sondern in die Zukunft zu schauen und auf die ver\u00e4nderten <strong>Rahmenbedingungen aktiv<\/strong> und nicht reaktiv einzugehen, also aktiv zu sein und hier mitzugestalten.<\/p>\n<p><em><strong>pj:<\/strong> Dann schauen wir zum Ende doch noch in die Zukunft: Wird es Ihrer Meinung nach auch weiterhin und in Zukunft Kunststoffverpackungen geben?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dr. J\u00fcrgen Bruder:<\/strong> Na ganz sicher! Da gibt es \u00fcberhaupt keinen Zweifel, dass die Kunststoffverpackungen oft die beste Variante sind, um Produkte und insbesondere Lebensmittel zu verpacken und vor dem Verderb zu sch\u00fctzen. Das liegt an ihrer <strong>Funktionalit\u00e4t<\/strong>, aber auch ihrem <strong>\u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck<\/strong>. Das zeigen viele \u00d6kobilanzen, auch wenn mitunter nicht gerne darauf geschaut wird von den Medien oder von der Politik. Wichtig ist immer auch der Blick auf den gesamten Lebenszyklus.<\/p>\n<p>Aber, und das ist der gro\u00dfe Unterschied zu den Jahren davor, <strong>die Verpackung muss kreislauff\u00e4hig sein und gestaltet werden<\/strong>: Das ist in bestimmten Anwendungen schwierig, aber das ist die Herausforderung, der wir uns stellen und wo wir \u2013 siehe Verbundfolien oder PET-Schalen \u2013 auf einem guten Weg sind.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.kunststoffverpackungen.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.kunststoffverpackungen.de<\/a><\/p>\n<p><strong> IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen auf der K 2019: Halle 8A, Stand F11-1<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"On the occasion of K 2019, we spoke to Dr J\u00fcrgen Bruder, Managing Director of the IK Industrievereinigung Kunststoffverpackung, about the challenges and opportunities facing the industry.","protected":false},"author":1,"featured_media":27452,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[28,7,22],"tags":[65,57582,89,907,54,31,32],"class_list":{"0":"post-27455","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aus-dem-magazin","8":"category-messen-und-veranstaltungen","9":"category-packmittel-und-packstoffe","10":"tag-abfalltechnik-und-recycling","11":"tag-ik-industrievereinigung-kunststoffverpackungen","12":"tag-interview","13":"tag-k-messe","14":"tag-kunststoff-und-verbunde","15":"tag-nachhaltigkeit-und-green-packaging","16":"tag-packmittel-und-packstoffe","17":"cs-entry","18":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=27455"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/27455\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/27452"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=27455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=27455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=27455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}