{"id":28657,"date":"2019-11-29T11:50:29","date_gmt":"2019-11-29T10:50:29","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=28657"},"modified":"2019-11-19T19:48:33","modified_gmt":"2019-11-19T18:48:33","slug":"sustainability-more-than-green-packaging","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/nachhaltigkeit-mehr-als-green-packaging\/","title":{"rendered":"More than just green packaging: criteria and delimitation of sustainability"},"content":{"rendered":"<p>Zunehmend werden im Zusammenhang mit neuen L\u00f6sungen im Verpackungsbereich die Begriffe \u201eNachhaltigkeit\u201c und \u201eGreen Packaging\u201c als Charakteristika verwendet, mitunter sogar als Synonym. Vom Handel und Verbraucher gefordert, wissen viele nicht so recht, was das konkret bedeutet. Wir wollen mehr Licht ins Dunkel um biologisch abbaubar und kompostierbar, klimaneutral und nachhaltig produziert, recycelbar und Co. bringen.<\/p>\n<p>In erster Linie sollte es immer um die <strong>Einsparung und Schonung von Ressourcen<\/strong> gehen. Eine Verpackung wird heute also zunehmend daran gemessen, wie gut sie recycelt werden kann. Aber wer beurteilt das? Und wer entscheidet am Ende, ob die Verpackung wirklich \u201egut\u201c ist und f\u00fcr wen? Wir haben eine Expertin ins Boot geholt und sie um ihre Einsch\u00e4tzung gebeten.<\/p>\n[infotext icon]<strong>Sonja B\u00e4hr<\/strong> studierte Verpackungstechnik und Wirtschaftsingenieurswesen und verf\u00fcgt \u00fcber mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Verpackungsbranche. Nach insgesamt 18 Jahren Verbandst\u00e4tigkeit f\u00fcr das Deutsche Verpackungsinstitut e.\u00a0V. und den Bund Deutscher Verpackungsingenieure e.\u00a0V. verst\u00e4rkt sie seit Juli 2018 das Team der Tilisco GmbH, dem Ingenieurb\u00fcro f\u00fcr Verpackungsmanagement und nachhaltige Verpackungsstrategien.[\/infotext]\n<p><strong>pj:<\/strong> Frau B\u00e4hr, Sie verf\u00fcgen \u00fcber zahlreiche Kontakte in den verschiedensten Wertsch\u00f6pfungsstufen der Verpackungsbranche und sind auch durch Ihre Beratert\u00e4tigkeit sehr gut informiert. Wie ordnen Sie den derzeitigen <strong>Hype um nachhaltige Entwicklungen bzw. \u201eGreen Packaging\u201c<\/strong> im Zusammenhang mit der aktuellen Stimmung in den Unternehmen ein?<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-339905139\"><div id=\"packa-3329683537\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<p><b>Sonja B\u00e4hr:<\/b> Wir beobachten aktuell unterschiedliche Str\u00f6mungen, die auf die Entwicklungen und Entscheidungen f\u00fcr di<strong>e <\/strong>Verpackungen in den Unternehmen einwirken. Zum einen ist die Bev\u00f6lkerung sehr stark f\u00fcr das Thema Umweltschutz sensibilisiert. Klimaneutralit\u00e4t, CO<sub>2<\/sub>-Einsparung und <strong>\u201eplastikfrei\u201c <\/strong>sind die Schlagworte.<br \/>\n<strong>Einfache Antworten<\/strong> sind gew\u00fcnscht, und es gibt den Menschen das Gef\u00fchl, einen relevanten Beitrag zum Umweltschutz zu leisten, wenn sie Produkte in Papier oder kompostierbaren Alternativen, statt in Kunststoff kaufen k\u00f6nnen. Rational wissen wir aber, dass es Produkte, Einkaufs- und Verzehrgewohnheiten gibt, die ohne den Einsatz von Kunststoff schwer oder gar nicht realisierbar sind.<\/p>\n<p>Und die Produzenten m\u00fcssen sich an die nationale Gesetzgebung und die europ\u00e4ische Regulierung halten, und da gilt f\u00fcr Deutschland seit dem 01.01.2019 das \u201eGesetz \u00fcber das Inverkehrbringen, die R\u00fccknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen\u201c, kurz das <strong>Verpackungsgesetz<\/strong>. Das erkl\u00e4rte Ziel ist es, die Verpackungen in ein werkstoffliches Recycling zu bringen und den Kreislauf zu schlie\u00dfen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Es gibt einen <strong>klassischen Zielkonflikt<\/strong>, denn die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Einsparung von CO<sub>2<\/sub> oder die maximale Recyclingf\u00e4higkeit widersprechen sich.<\/p><div id=\"packa-3041801013\" class=\"packa-inhalt\"><!--noptimize--><script async src=\"https:\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js?client=ca-pub-2686439340972671\" crossorigin=\"anonymous\"><\/script>\r\n<ins class=\"adsbygoogle\" style=\"display:block;text-align:center\" data-ad-layout=\"in-article\" data-ad-format=\"fluid\" data-ad-client=\"ca-pub-2686439340972671\" data-ad-slot=\"6171251825\"><\/ins>\r\n<script>\r\n     (adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\r\n<\/script><!--\/noptimize--><\/div>\n<figure id=\"attachment_28664\" aria-describedby=\"caption-attachment-28664\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-28664\" title=\"F\u00fcr die Unternehmen ist es ein echter Gewinn, wenn die unterschiedlichen Bereiche, oft das erste Mal, in einem Workshop gemeinsam an einem Tisch sitzen, sich auf eine Strategie einigen und dann auch in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren k\u00f6nnen. (Bild: Tilisco GmbH)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop.jpg\" alt=\"F\u00fcr die Unternehmen ist es ein echter Gewinn, wenn die unterschiedlichen Bereiche, oft das erste Mal, in einem Workshop gemeinsam an einem Tisch sitzen, sich auf eine Strategie einigen und dann auch in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren k\u00f6nnen. (Bild: Tilisco GmbH)\" width=\"600\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop-600x366.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop-300x183.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop-768x468.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_2_Workshop-1024x625.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28664\" class=\"wp-caption-text\">F\u00fcr die Unternehmen ist es ein echter Gewinn, wenn die unterschiedlichen Bereiche, oft das erste Mal, in einem Workshop gemeinsam an einem Tisch sitzen, sich auf eine Strategie einigen und dann auch in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren k\u00f6nnen. (Bild: Tilisco GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p>An dieser Stelle hat sich unser <strong>Workshop zur nachhaltigen Verpackungsstrategie<\/strong> schon vielfach bew\u00e4hrt. Wir bringen aus dem Unternehmen alle an der Verpackung Beteiligten an einen Tisch, erkl\u00e4ren die Fakten und Begriffe sowie die marketing- und technikrelevanten Auswirkungen auf die jeweilige Verpackung.<\/p>\n<p>Am Ende einigen sich alle, inklusive Produktmanagement, Einkauf, Verkauf, Controlling, Technik und Gesch\u00e4ftsleitung auf ein Nachhaltigkeitsranking, aus dem sich das Anforderungsprofil aller Bereiche ableiten l\u00e4sst. F\u00fcr die Unternehmen bedeutet diese Verpackungsstrategie <strong>Planungs- und Investitionssicherheit<\/strong>.<\/p>\n<h2>Im Fokus steht die Einsch\u00e4tzung der Recyclingf\u00e4higkeit<\/h2>\n<p><strong>pj:<\/strong> Welche Entwicklungen\/Ergebnisse\/L\u00f6sungen \u201everdienen\u201c die Bezeichnung \u201eGreen Packaging\u201c, und welche eben auch nicht?<\/p>\n<p><b>Sonja B\u00e4hr:<\/b> Es gibt nicht<strong> die eine Universall\u00f6sung.<\/strong> Wir haben f\u00fcr jede Verpackung, egal aus welchem Material, Fakten und Argumente, die f\u00fcr eine besonders hohe Nachhaltigkeit und gleichzeitig f\u00fcr eine eher schlechte Nachhaltigkeit sprechen k\u00f6nnen.\u00a0 Wichtige Fragen sind: Welche Produkte werden verpackt? Welche Abf\u00fclltechnik ist vorhanden? Wie ist die Logistik? Der gesamte Prozess muss betrachtet werden. Welches Ergebnis hatte das Nachhaltigkeitsranking? Ist das Strategieziel die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Einsparung von CO<sub>2<\/sub>? Oder die maximal m\u00f6gliche Recyclingf\u00e4higkeit?<\/p>\n<figure id=\"attachment_28667\" aria-describedby=\"caption-attachment-28667\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-28667\" title=\"Das deutliche Missverh\u00e4ltnis von Produktmenge zu Verpackungsvolumen (links) widerspricht \u00a7\u00a04 des Verpackungsgesetzes und w\u00e4re technisch leicht \u00e4nderbar, ist aber aus Marketingsicht ein gro\u00dfer Erfolg. (Bild: Tilisco GmbH)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami.jpg\" alt=\"Das deutliche Missverh\u00e4ltnis von Produktmenge zu Verpackungsvolumen (links) widerspricht \u00a7\u00a04 des Verpackungsgesetzes und w\u00e4re technisch leicht \u00e4nderbar, ist aber aus Marketingsicht ein gro\u00dfer Erfolg. (Bild: Tilisco GmbH)\" width=\"600\" height=\"338\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-600x338.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-300x169.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-768x432.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-813x457.jpg 813w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-180x101.jpg 180w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-260x146.jpg 260w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-373x210.jpg 373w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_4_Salami-120x67.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28667\" class=\"wp-caption-text\">Das deutliche Missverh\u00e4ltnis von Produktmenge zu Verpackungsvolumen (links) widerspricht \u00a7\u00a04 des Verpackungsgesetzes und w\u00e4re technisch leicht \u00e4nderbar, ist aber aus Marketingsicht ein gro\u00dfer Erfolg. (Bild: Tilisco GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Und zur Wahrheit geh\u00f6rt auch, dass aktuell viele Verpackungshersteller auf der \u201eGr\u00fcnen Welle\u201c reiten und Verpackungen und <strong>Materialien als nachhaltig verkaufen, die diesem Anspruch bei n\u00e4herer Betrachtung nicht standhalten<\/strong>. Da steckt oft gar keine b\u00f6se Absicht dahinter, sondern allzu oft Unwissenheit, \u00fcbrigens auf beiden Seiten, bei der Marke und dem Verpackungsanbieter.<\/p>\n<p>Ein Verbund aus verschiedenen Materialien ist eben nicht gut oder sehr gut recyclingf\u00e4hig, gerade nicht, wenn die Deckschicht aus Papier besteht. Daf\u00fcr kann damit anteilig Kunststoff eingespart werden. Und <strong>kompostierbare Verpackungen<\/strong> bestehen zwar aus nachwachsenden Rohstoffen und sparen so CO<sub>2<\/sub>, haben aber in Deutschland aktuell keinen Entsorgungsweg und werden ohne weitere Nutzung thermisch verwertet.<\/p>\n<p><strong>pj:<\/strong>\u00a0Warum f\u00e4llt es so schwer, eine Zuordnung vorzunehmen?<\/p>\n<p><b>Sonja B\u00e4hr:\u00a0<\/b>Das liegt auch an der <strong>unterschiedlichen Auslegung und Lesart von Begrifflichkeiten<\/strong>.\u00a0Es gibt eben einen Unterschied zwischen einer generellen Recyclingf\u00e4higkeit, wie es viele Handelsunternehmen proklamieren, und einer guten\/sehr guten bzw. 80-prozentigen Recyclingf\u00e4higkeit.<\/p>\n<p>Nur mit diesem Anspruch ist sichergestellt, dass die Kunststoffverpackungen in die heute vorhandenen Sortier- und Verwertungskreisl\u00e4ufe aufgenommen werden k\u00f6nnen, um mehr qualitativ gutes Rezyklat zu erhalten, damit es sich irgendwann auch wirtschaftlich lohnt, <strong>Rezyklat statt Prim\u00e4rmaterial<\/strong> in Verpackungen einzusetzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_28668\" aria-describedby=\"caption-attachment-28668\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-28668\" title=\"Das Siegel \u201eMade for Recycling\u201c k\u00f6nnen nur Verpackungen tragen, die mit \u201esehr gut\u201c recyclingf\u00e4hig bewertet werden. (Bild: Tilisco GmbH)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood.jpg\" alt=\"Das Siegel \u201eMade for Recycling\u201c k\u00f6nnen nur Verpackungen tragen, die mit \u201esehr gut\u201c recyclingf\u00e4hig bewertet werden. (Bild: Tilisco GmbH)\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood.jpg 1200w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood-600x450.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood-300x225.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood-768x576.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_1_Bio_Superfood-1024x768.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-28668\" class=\"wp-caption-text\">Das Siegel \u201eMade for Recycling\u201c k\u00f6nnen nur Verpackungen tragen, die mit \u201esehr gut\u201c recyclingf\u00e4hig bewertet werden. (Bild: Tilisco GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hier sehen wir \u00fcbrigens auch <strong>dringenden regulatorischen Handlungsbedarf<\/strong>. Aktuell ist es so, dass nur zwei Entsorger bzw. Duale Systeme in Deutschland die Deutungshoheit dar\u00fcber haben, welche Verpackungen gut, sehr gut oder zu 80 Prozent recyclingf\u00e4hig sind, und diese Bewertungen kommen oft zu unterschiedlichen Ergebnissen. Es muss zwingend einen einheitlichen, f\u00fcr alle zug\u00e4nglichen und an den Verbraucher kommunizierbaren Bewertungs- und Zertifizierungsstandard geben.<\/p>\n<p><strong>pj:<\/strong>\u00a0Welche Aspekte gilt es, f\u00fcr umweltgerechte Verpackungen denn zwingend zu beachten?<\/p>\n<p><b>Sonja B\u00e4hr:<\/b> Die Unternehmen, die die Rangfolge<strong> \u201eVermeiden, Vermindern, Verwerten\u201c<\/strong> beachten, sind auf dem richtigen Weg zu einem ressourcenschonenden und umweltgerechten Einsatz von Verpackungen. Und wenn die Anforderungen des Produkts nicht die Verwendung von nachwachsenden Materialien zulassen, dann bitte die Verpackung so entwickeln, dass diese sehr gut oder doch wenigstens gut recycelbar ist.<\/p>\n<figure id=\"attachment_28666\" aria-describedby=\"caption-attachment-28666\" style=\"width: 600px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-28666\" title=\"Vorbildliche Verpackung und Kommunikation. So versteht es auch der Verbraucher. (Bild: Tilisco GmbH)\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2019\/11\/GP_Interview_Sonja_Baehr_3_Frosta.jpg\" alt=\"Vorbildliche Verpackung und Kommunikation. So versteht es auch der Verbraucher. 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So versteht es auch der Verbraucher. (Bild: Tilisco GmbH)<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>pj:<\/strong> Wie transparent ist die <strong>Problematik heute f\u00fcr die Verbraucher<\/strong>?<\/p>\n<p><b>Sonja B\u00e4hr:<\/b> Leider viel zu wenig. Mit der Einf\u00fchrung des Gr\u00fcnen Punkts zu Beginn der 1990er-Jahre habe ich miterlebt, wie gro\u00df das Engagement der Bev\u00f6lkerung war. \u201eDie Deutschen sind Sammelweltmeister\u201c war damals eine Schlagzeile.\u00a0 Durch M\u00fcllskandale, Bestechungen, drohenden Konkurs, schlechte Sammel- und Sortierquoten haben die Entsorger massiv an Glaubw\u00fcrdigkeit verloren und m\u00fcssen sich heute Aussagen wie \u201eSortieren lohnt sich nicht, wird doch sowieso alles verbrannt\u201c stellen. Und es ist ja auch <strong>viel zu kompliziert<\/strong>. Die Menschen wollen gerne etwas tun, es muss aber auch klar sein, was und mit welchem Ziel.<\/p>\n[infotext]Als Verpackungsexperten sind Inhaber Till Isensee und Sonja B\u00e4hr im Tilisco-Kernteam f\u00fcr die Unternehmen da, die keine Verpackungsabteilung haben oder keine Verpackungsingenieure besch\u00e4ftigen. In die neutrale, unabh\u00e4ngige L\u00f6sungsempfehlung und -umsetzung von <strong>Tilisco<\/strong> flie\u00dfen selbstverst\u00e4ndlich die \u00f6kologischen Aspekte f\u00fcr eine umweltgerechte Verpackung ein, ohne die \u00f6konomischen Rahmenbedingungen au\u00dfer Acht zu lassen.[\/infotext]\n<p><a href=\"http:\/\/www.tilisco.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/www.tilisco.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Packaging expert Sonja B\u00e4hr explains which aspects must be taken into account in connection with environmentally friendly packaging: First and foremost, it should always be about saving and conserving resources.","protected":false},"author":14,"featured_media":28659,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[28,22,21],"tags":[65,89,54,31,32,1487,39],"class_list":{"0":"post-28657","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aus-dem-magazin","8":"category-packmittel-und-packstoffe","9":"category-verpackungstechnik","10":"tag-abfalltechnik-und-recycling","11":"tag-interview","12":"tag-kunststoff-und-verbunde","13":"tag-nachhaltigkeit-und-green-packaging","14":"tag-packmittel-und-packstoffe","15":"tag-papier-pappe-karton","16":"tag-verpackungstechnik","17":"cs-entry","18":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28657","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=28657"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/28657\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/28659"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=28657"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=28657"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=28657"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}