{"id":41820,"date":"2021-02-12T10:00:32","date_gmt":"2021-02-12T09:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=41820"},"modified":"2021-03-16T12:03:12","modified_gmt":"2021-03-16T11:03:12","slug":"colour-systems-packaging-printing-xeikon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/farbsysteme-verpackungsdruck-xeikon\/","title":{"rendered":"Digital colour systems for packaging printing"},"content":{"rendered":"<p>Mit zunehmender Akzeptanz des Digitaldrucks in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen des Verpackungsdrucks r\u00fcckt das Migrationsverhalten von Farbsystemen in den Fokus der Entscheidungsfindung von Verpackungsdruckern. Aber worin unterscheiden sich die Farbsysteme, und f\u00fcr welche Anwendungssegmente im Verpackungs- und Etikettendruck eignen sie sich besonders?<\/p>\n<p>Es gibt nicht das \u201eeine\u201c Farbsystem, das allen Anwendungen im digitalen Verpackungsdruck gerecht wird. Bedruckte oder etikettierte Verpackungen m\u00fcssen neben der Forderung nach geringstem Migrationsverhalten und hoher Lebensmittelsicherheit noch weitere Anforderungen erf\u00fcllen. Im <strong>Verpackungsdruck<\/strong> sind Scheuer- und Kratzfestigkeit, Nassfestigkeit, Lichtechtheit, aber auch Hitze- und chemische Best\u00e4ndigkeit ebenso wichtige Kriterien, die <strong>neben dem Migrationsverhalten<\/strong> beachtet werden m\u00fcssen. Dabei h\u00e4ngt es ganz wesentlich von der Auswahl des eingesetzten Farbsystems ab, welche <strong>Anwendungssegmente das Drucksystem<\/strong> abzudecken vermag \u2013 und auf welche Segmente es, falls notwendig, erweitert werden kann.<\/p>\n<h2><strong>Migrationsoptimierte Farbsysteme im Digitaldruck<\/strong><\/h2>\n<p>Die im Digitaldruck eingesetzten Farbsysteme besitzen einen ganz unterschiedlichen strukturellen Aufbau, der gleichzeitig ihr Migrationspotenzial bestimmt. F\u00fcr den Anwender besteht die M\u00f6glichkeit, zwischen <strong>zwei unterschiedlichen Digitaldruckverfahren und ihren Farbsystemen<\/strong> zu w\u00e4hlen: der Elektrofotografie, mit dem Trockentoner- bzw. dem Fl\u00fcssigtoner-Verfahren und dem Inkjet-Druck.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-2609472618\"><div id=\"packa-1436043126\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<h2><strong>Trockentoner oder Fl\u00fcssigtoner?<\/strong><\/h2>\n<p>Das Tr\u00e4germaterial des Xeikon Trockentoners besteht in der Regel zu \u00fcber 90 Prozent aus Polyesterharz. Bei der Bild\u00fcbertragung im Druckprozess werden die Tonerpartikel elektrisch aufgeladen und nach der \u00dcbertragung des Pulverbildes in der Druckzone unter dem Einfluss von W\u00e4rme bei 110 bis 130 \u00b0C auf dem Substrat fixiert. Die Tonerpartikel schmelzen bei diesem Prozess und koagulieren zu einem homogenen, festen Polyesterfilm mit einer Dicke von ca. 4 \u00b5m pro Tonerschicht. Durch die gro\u00dfformatigen Molek\u00fcle, die im Polyesterfilm praktisch unbeweglich sind, kann man die Polyestertonerpartikel auch als <strong>eigenst\u00e4ndige funktionelle Barriere<\/strong> betrachten. Das Migrationsrisiko von Trockentoner gilt aus diesen Gr\u00fcnden als vernachl\u00e4ssigbar gering.<\/p>\n<figure id=\"attachment_41822\" aria-describedby=\"caption-attachment-41822\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-41822 size-large\" title=\"Verschiedenfarbige Tonerbeh\u00e4lter\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner-1024x856.jpg\" alt=\"Verschiedenfarbige Tonerbeh\u00e4lter\" width=\"1024\" height=\"856\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner-1024x856.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner-300x251.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner-768x642.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner-600x502.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Xeikon-QB-Toner.jpg 1202w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-41822\" class=\"wp-caption-text\">(Bild: Xeikon)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Tr\u00e4germaterial eines Fl\u00fcssigtoners ist ein Polyethylenharz, dem Pigmente, Additive und ein \u00d6l als L\u00f6sungsmittel zugegeben werden. Zu Beginn des Produktionsprozesses des Fl\u00fcssigtoners absorbiert das Harz einen Teil des L\u00f6sungsmittels, wodurch es zu einer gewissen Quellung kommt. Im Druckprozess, beim Aufschmelzen auf das Substrat, verdampft das L\u00f6sungsmittel aus den Zwischenr\u00e4umen der Harzpartikel, wobei L\u00f6semittel, das sich im Polyethylenharz befindet, zun\u00e4chst dort verbleibt. Es ben\u00f6tigt eine gewisse Zeit, bis es zur <strong>vollst\u00e4ndigen Verdunstung des L\u00f6semittels<\/strong> und zum Abquellen der Schicht kommt.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund kann mit Fl\u00fcssigtoner bedrucktes Verpackungsmaterial <strong>nicht direkt aus der Druckmaschine zu Verpackungen verarbeitet<\/strong> werden, wenn keine zus\u00e4tzliche funktionelle Barriere vorhanden ist. Nach der vollst\u00e4ndigen Verdunstung ist das Risiko der Migration von L\u00f6sungsmittel in das Lebensmittel gering. Aufgrund der Ruhezeit besteht jedoch ein Nachteil im Workflow gegen\u00fcber den anderen digitalen Farbsystemen.<\/p>\n<h2><strong>Migrationsoptimierte UV-Inkjet-Farben<\/strong><\/h2>\n<p>Die Rezeptur von migrationsoptimierten UV-Inkjet-Farben besteht aus einer Tr\u00e4gerfl\u00fcssigkeit, die hoch reaktive Monomere sowie diffusionsgehemmte Fotoinitiatoren enth\u00e4lt. Beim Trockenvorgang unter energiereichem UV-Licht vernetzen die Monomere zu einem polymerisierten Farbfilm.<\/p>\n<p>F\u00fcr einen maximalen Vernetzungsgrad ist es notwendig, dass die Vernetzung in einer Stickstoffatmosph\u00e4re stattfindet, wodurch ein Vernetzungsgrad von bis zu 99,9995 Prozent erreicht werden kann. Dadurch ist der Anteil noch reaktiver Monomere im trockenen Farbfilm \u00e4u\u00dferst gering. Auf ausgew\u00e4hlten Substraten, beispielsweise PET oder sehr dickem PP, k\u00f6nnen <strong>lebensmittelechte Verpackungen<\/strong> realisiert werden. Dennoch k\u00f6nnen nicht vernetzte Fotoinitiatoren oder Monomere in der Farbschicht verbleiben und bilden ein <strong>Restrisiko f\u00fcr Migration<\/strong>, das wiederum durch eine funktionelle Barriere minimiert werden kann. Das Laminieren dieser Barriereschicht erfordert jedoch einen zus\u00e4tzlichen Arbeitsschritt und verteuert das Produkt in der Herstellung.<\/p>\n<h2><strong>L\u00f6sungen f\u00fcr den Etiketten- und Verpackungsdruck<\/strong><\/h2>\n<p>Wie wirken sich die Eigenschaften der Farbsysteme auf die Einsatzf\u00e4higkeit bei den Endnutzeranwendungen aus, und f\u00fcr welche Segmente ist welches Farbsystem geeignet?\u00a0Die unterschiedlichen Segmente besitzen verschiedenartige Anforderungen, bei denen neben dem Migrationsverhalten auch die eingangs genannten Anforderungen an ein Farbsystem erf\u00fcllt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eVerschiedene Anwendungen ben\u00f6tigen verschiedene L\u00f6sungen. \u201eMit dem breiten Digitaldruck-Portfolio von Xeikon findet sich f\u00fcr jede Endnutzeranwendung die passende L\u00f6sung.\u201c <strong>David Reiser<\/strong>, Sales Manager L&amp;P DACH<\/p><\/blockquote>\n<h2><strong>Die Anwendung ist entscheidend<\/strong><\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Liegt der Schwerpunkt des Portfolios \u00fcberwiegend auf dem Segment Lebensmittel sowie den weiteren Segmenten Pharma, Wein\u00a0&amp;\u00a0Spirits, Getr\u00e4nke und Health\u00a0&amp;\u00a0Beauty, so empfiehlt sich das <strong>Trockentoner-Verfahren<\/strong> mit seiner eindeutigen St\u00e4rke in der <strong>Lebensmittelsicherheit<\/strong>. Im Segment Pharma erf\u00fcllt es mit 1.200 dpi Aufl\u00f6sung alle Anforderungen hinsichtlich Druckqualit\u00e4t und F\u00e4lschungssicherheit. Mit Maschinenbreiten bis 516 Millimeter bietet es ein hohes Druckvolumen und ist mit dieser Druckbreite gegen\u00fcber UV-Inkjet-Schmalbahnmaschinen wettbewerbsf\u00e4hig.<\/p>\n<p>Werden in diesen Segmenten <strong>Echtheitseigenschaften<\/strong> wie hohe Scheuer- und Kratzbest\u00e4ndigkeit, Hitzebest\u00e4ndigkeit sowie Chemikalienbest\u00e4ndigkeit gefordert, k\u00f6nnen diese Eigenschaften durch eine UV-Lackierung bzw. Folienlaminierung erreicht werden.\u00a0F\u00fcr hochfeste Etiketten, chemische Etiketten, Health &amp; Beauty oder Getr\u00e4nke bietet sich der UV-Inkjet-Druck an. Sein Farbsystem zeichnet sich durch eine hohe Scheuer- und Kratzbest\u00e4ndigkeit, Hitzebest\u00e4ndigkeit, Nassfestheit und Best\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber Chemikalien aus. Von Vorteil ist auch seine h\u00f6here Druckgeschwindigkeit im Schmalbahnbereich.\u00a0Sollen tempor\u00e4r andere Segmente mit abgedeckt werden, zum Beispiel der Lebensmittelbereich, k\u00f6nnen diese durch Investition in Inert-Bedingungen oder durch Lamination von Barrierefolien in einem separaten Arbeitsgang \u00fcberbr\u00fcckt werden.<\/p>\n<h2><strong>Farbsysteme &#8211; Komplement\u00e4re L\u00f6sungsangebote<\/strong><\/h2>\n<p>All dies zeigt auf, welche komplement\u00e4ren L\u00f6sungsangebote Trockentoner und der UV-Inkjet-Druck im migrationsoptimierten Verpackungsdruck bieten. Beide Farbsysteme haben ihre St\u00e4rken und klare Anwendungssegmente. Bei Bedarf lassen sie sich jedoch auch in einem erweiterten Anwendungsspektrum nutzen. Und zusammen bieten sie ein <strong>robustes L\u00f6sungsportfolio<\/strong>, das den anspruchsvollen Endkundenm\u00e4rkten gerecht wird.<\/p>\n[infotext]Dieser Gastbeitrag stammt von Dr. Lode Deprez. Er ist Vice President Technology Digital Solutions bei <a href=\"http:\/\/www.xeikon.com\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\">Xeikon<\/a>.[\/infotext]\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"With the increasing acceptance of digital printing, the migration behaviour of ink systems is becoming the focus of packaging printers' decision-making. But what are the differences between the ink systems and for which application segments in packaging and label printing are they particularly suitable?\u00a0","protected":false},"author":1,"featured_media":41821,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"","rank_math_focus_keyword":"farbsysteme","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[28,21],"tags":[34590,42,48,38,40,56,51,58362],"class_list":{"0":"post-41820","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-aus-dem-magazin","8":"category-verpackungstechnik","9":"tag-digitaldruck","10":"tag-etikettieren-kennzeichnen-codieren","11":"tag-getraenke","12":"tag-lebensmittel","13":"tag-pharma-kosmetik-chemie","14":"tag-qualitaetssicherung","15":"tag-verpackungsdruck-und-veredelung","16":"tag-xeikon","17":"cs-entry","18":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41820","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41820"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/41820\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/41821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41820"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=41820"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=41820"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}