{"id":44386,"date":"2021-05-05T12:03:29","date_gmt":"2021-05-05T10:03:29","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=44386"},"modified":"2021-05-05T11:22:45","modified_gmt":"2021-05-05T09:22:45","slug":"waste4future-project-for-plastics-recycling","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/waste4future-projekt-fur-kunststoffrecycling\/","title":{"rendered":"Waste4Future aims to pave new ways for plastics recycling"},"content":{"rendered":"<p>Sieben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft wollen mit dem gemeinsamen Leitprojekt Waste4Future neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Recycling von Kunststoffen schaffen, um den darin enthaltenen Kohlenstoff als gr\u00fcne Ressource f\u00fcr die Chemieindustrie bereitzustellen.<\/p>\n<p>Eine nachhaltige Gesellschaft mit klimaneutralen Prozessen ben\u00f6tigt erhebliche Anpassungen in den Wertsch\u00f6pfungsketten, die nur durch Innovationen m\u00f6glich werden. Sieben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft<strong> b\u00fcndeln im Leitprojekt <\/strong><a href=\"http:\/\/www.waste4future.fraunhofer.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\"><em>Waste4Future<\/em><\/a> <strong>ihre Kompetenzen<\/strong>, um neue L\u00f6sungen f\u00fcr dieses Ziel zu entwickeln, von der Rohstoffbasis \u00fcber die Stoffstr\u00f6me und Verfahrenstechnik bis zum Ende des Lebenszyklus eines Produkts.<\/p>\n<p>Insbesondere wollen sie die Energie- und Ressourceneffizienz beim Einsatz von Kunststoffen erh\u00f6hen und somit den Weg ebnen f\u00fcr eine <strong>Chemieindustrie, die weniger fossile Rohstoffe ben\u00f6tigt<\/strong> und weniger Emissionen verursacht. Ohne Kunststoffe wie Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polystyrol (PS), die derzeit fast durchweg aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden, w\u00e4ren viele Alltagsprodukte und moderne Technologien undenkbar.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-3547143635\"><div id=\"packa-1848370115\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<h2>Kohlenstoff im Kreislauf halten<\/h2>\n<p>Der im Kunststoff enthaltene Kohlenstoff ist dabei eine wichtige Ressource f\u00fcr die chemische Industrie. Wenn es gelingt, solche<strong> kohlenstoffhaltigen Bestandteile in Abf\u00e4llen besser zu erkennen, besser zu verwerten und daraus wieder hochwertige Ausgangsmaterialien f\u00fcr die Industrie herzustellen<\/strong>, kann der Kohlenstoff im Kreislauf gehalten werden. Das reduziert nicht nur den Bedarf an fossilen Ressourcen, sondern auch die Umweltverschmutzung mit CO2-Emissionen und Plastikm\u00fcll.<\/p>\n<figure id=\"attachment_44387\" aria-describedby=\"caption-attachment-44387\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44387 size-large\" src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-1024x1024.jpg\" alt=\"Waste4future fraunhofer institute\" width=\"1024\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-300x300.jpg 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-150x150.jpg 150w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-768x768.jpg 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-500x500.jpg 500w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-1320x1320.jpg 1320w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-600x600.jpg 600w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000-100x100.jpg 100w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/W4FKeyVisual2000x2000.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-44387\" class=\"wp-caption-text\">Kohlenstoff im Kreislauf f\u00fchren, somit Plastikm\u00fcll und Emissionen vermeiden: Das ist das Ziel im Projekt Waste4Future. (Bild: Fraunhofer IMWS)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zugleich verbessert sich die Versorgungssicherheit der Industrie, weil eine zus\u00e4tzliche Kohlenstoffquelle erschlossen wird. Im Leitprojekt <em>Waste4Future<\/em> sollen deshalb neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Recycling von Kunststoffen geschaffen werden, um den darin enthaltenen <strong>Kohlenstoff als <em>gr\u00fcne<\/em> Ressource f\u00fcr die Chemieindustrie<\/strong> bereitzustellen.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Wir bahnen somit den Weg f\u00fcr eine Kohlenstoff-Kreislaufwirtschaft, in der aus Kunststoffabf\u00e4llen wertvolle neue Basismolek\u00fcle gewonnen und Emissionen weitgehend vermieden werden: Der Abfall von heute wird zur Ressource von morgen. Mit dem Know-how der beteiligten Institute wollen wir zeigen, wie das umfassende Recycling von kunststoffhaltigen Abf\u00e4llen ohne Verlust von Kohlenstoff durch ineinandergreifende, vernetzte Prozesse m\u00f6glich und schlussendlich auch wirtschaftlich ist.&#8220; <strong>Dr.-Ing. Sylvia Schattauer<\/strong>, stellvertretende Leiterin des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS, das die Federf\u00fchrung f\u00fcr das Projekt hat<\/p><\/blockquote>\n<p>Ergebnis des <strong>bis Ende 2023 laufenden Projekts<\/strong> sollen innovative Recyclingtechnologien f\u00fcr komplexe Abf\u00e4lle sein, mit denen sich hochwertige Rezyklate gewinnen lassen. Konkret geplant ist die Entwicklung eines ganzheitlichen, entropiebasierten Bewertungsmodells, das die bis dato prozessgef\u00fchrte Recyclingkette zu einer stoffgef\u00fchrten Kette reorganisiert.<\/p>\n<p>Eine neuartig gef\u00fchrte Sortierung erkennt, welche Materialien und insbesondere welche Kunststofffraktionen im Abfall enthalten sind. Aufbauend auf dieser Analyse wird der Gesamtstrom getrennt und f\u00fcr die entstehenden Teilstr\u00f6me dann zielgerichtet entschieden, welcher Weg des Recyclings f\u00fcr diese spezifische Abfallmenge der technisch, \u00f6kologisch und \u00f6konomisch sinnvollste ist.<\/p>\n<p>Was mittels werkstofflichen Recyclings nicht weitergenutzt werden kann, steht f\u00fcr chemisches Recycling zur Verf\u00fcgung, stets mit dem Ziel des maximal m\u00f6glichen Erhalts von Kohlenstoffverbindungen. Die<strong> thermische Verwertung kunststoffhaltiger Abf\u00e4lle am Ende der Kette ist damit eliminiert<\/strong>. Die Herausforderungen f\u00fcr Forschung und Entwicklung sind betr\u00e4chtlich. Dazu geh\u00f6ren die komplexe Bewertung sowohl von Inputmaterialien als auch von Rezyklaten nach \u00f6kologischen, \u00f6konomischen und technischen Kriterien.<\/p>\n<h2>Waste4Future nutzt maschinelles Lernen<\/h2>\n<p>Das werkstoffliche Recycling gilt es zu optimieren, Verfahren und Technologien f\u00fcr die Schl\u00fcsselstellen der stofflichen Nutzung von Kunststofffraktionen m\u00fcssen etabliert werden. Au\u00dferdem ist <strong>geeignete Sensorik zu entwickeln, die Materialien im Sortiersystem zuverl\u00e4ssig identifizieren<\/strong> kann. Dabei kommen auch Methoden des maschinellen Lernens zum Einsatz, und es wird eine Verkn\u00fcpfung mit einem digitalen Zwilling angestrebt, der die Eigenschaften der prozessierten Materialien repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Ein weiteres Ziel des Projekts ist die automatisierte Optimierung der Formulierungsentwicklung von Rezyklaten aus unterschiedlichen Stoffstr\u00f6men. Nicht zuletzt erfolgt eine \u00f6konomische Bewertung der neuen Recyclingprozesskette, beispielsweise hinsichtlich der Auswirkungen steigender Preise f\u00fcr CO2-Zertifikate oder neuer regulatorischer Vorgaben. Das Projektkonsortium wird zudem <strong>umfassende \u00d6kobilanzstudien (Life Cycle Analysis, LCA) f\u00fcr die einzelnen Recyclingtechnologien durchf\u00fchren<\/strong>, um potenzielle Umweltrisiken und Chancen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Entwicklung der entsprechenden L\u00f6sungen stehen die beteiligten Institute im engen Austausch mit Unternehmen aus der chemischen Industrie und Kunststoffverarbeitung, der Abfallwirtschaft, dem Recycling-Anlagenbau und dem Recycling-Anlagenbetrieb, um zielgerichtet den Bedarf der Industrie zu ber\u00fccksichtigen und somit die Chancen auf eine schnelle Umsetzung der erzielten Ergebnisse zu erh\u00f6hen.<\/p>\n[infotext icon]Am Fraunhofer-Leitprojekt Waste4Future sind folgende Einrichtungen beteiligt: Fraunhofer-Institut f\u00fcr Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS (Federf\u00fchrung), Fraunhofer-Institut f\u00fcr Zerst\u00f6rungsfreie Pr\u00fcfverfahren IZFP, Fraunhofer-Einrichtung f\u00fcr Wertstoffkreisl\u00e4ufe und Ressourcenstrategie IWKS, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Betriebsfestigkeit und Systemzuverl\u00e4ssigkeit LBF, Fraunhofer-Institut f\u00fcr Verfahrenstechnik und Verpackung<a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/?s=Fraunhofer+IVV\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\"> IVV<\/a>.[\/infotext]\n<p><em>Quelle<\/em>: IMWS<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"With the joint Waste4Future flagship project, seven institutions of the Fraunhofer-Gesellschaft want to create new opportunities for recycling plastics in order to make the carbon they contain available as a green resource for the chemical industry.","protected":false},"author":20,"featured_media":34089,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"Sieben Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft wollen mit dem gemeinsamen Projekt Waste4Future neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr das Recycling von Kunststoffen schaffen.","rank_math_focus_keyword":"Waste4Future","rank_math_title":"","csco_display_header_overlay":false,"csco_singular_sidebar":"","csco_page_header_type":"","csco_page_load_nextpost":"","csco_post_video_location":[],"csco_post_video_location_hash":"","csco_post_video_url":"","csco_post_video_bg_start_time":0,"csco_post_video_bg_end_time":0,"footnotes":"","_links_to":"","_links_to_target":""},"categories":[22],"tags":[65,57569,54,32],"class_list":{"0":"post-44386","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-packmittel-und-packstoffe","8":"tag-abfalltechnik-und-recycling","9":"tag-fraunhofer-ivv","10":"tag-kunststoff-und-verbunde","11":"tag-packmittel-und-packstoffe","12":"cs-entry","13":"cs-video-wrap"},"acf":[],"vimeo_video":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/20"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/34089"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}