{"id":49019,"date":"2021-09-16T11:11:27","date_gmt":"2021-09-16T09:11:27","guid":{"rendered":"https:\/\/packaging-journal.de\/?p=49019"},"modified":"2021-09-16T11:11:27","modified_gmt":"2021-09-16T09:11:27","slug":"position-paper-fraunhofer-ccpe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/positionspapier-fraunhofer-ccpe\/","title":{"rendered":"Fraunhofer CCPE publishes position paper on the recycling of plastics"},"content":{"rendered":"<p>Ein neues Positionspapier des Fraunhofer CCPE zum Stand von Wissenschaft und Technik von Recyclingtechnologien f\u00fcr Kunststoffe befasst sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit chemischen Recyclingverfahren. Eine Marktanalyse zeigt zudem aktuelle Industrieaktivit\u00e4ten.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Das Positionspapier des Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE gibt einen \u00dcberblick \u00fcber werk- und rohstoffliche (chemische) Aufbereitungstechnologien f\u00fcr Kunststoffe, die sich derzeit in der Entwicklung befinden und noch nicht zum Stand der Technik z\u00e4hlen.<strong> Insbesondere werden sogenannte chemische Recyclingverfahren eingeordnet.<\/strong> Beleuchtet werden dabei der technische Entwicklungsstand der Verfahren, deren Vor- und Nachteile, die regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, die \u00f6konomische Machbarkeit sowie Potenziale f\u00fcr den Umwelt- und Klimaschutz.<\/p>\n<p>Eine Markt\u00fcbersicht zeigt dar\u00fcber hinaus, <strong>welche Projekte seitens der Industrie<\/strong> im Bereich chemischer Recyclingverfahren derzeit laufen, welche Abfallstoffe behandelt werden und welche Anlagenkapazit\u00e4t vorhanden bzw. geplant ist.<\/p><div class=\"packa-in-post-alle\" style=\"text-align: center;\" id=\"packa-1674945874\"><div id=\"packa-2074908932\"><a data-no-instant=\"1\" href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/en\/newsletter\/\" rel=\"noopener\" class=\"a2t-link\" target=\"_blank\" aria-label=\"PJ Eigenwerbung English 03\"><!--noptimize--><img src=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png\" alt=\"\"  srcset=\"https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03.png 840w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-300x75.png 300w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-768x192.png 768w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-18x5.png 18w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-332x83.png 332w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-664x166.png 664w, https:\/\/packaging-journal.de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/PJ-Eigenwerbung-English-03-688x172.png 688w\" sizes=\"(max-width: 840px) 100vw, 840px\" width=\"840\" height=\"210\"  style=\" max-width: 100%; height: auto;\" \/><!--\/noptimize--><\/a><\/div><\/div>\n<blockquote><p>\u201eDie Nachfrage nach hochwertigen Kunststoffrezyklaten nimmt zu. Hintergrund sind einerseits die Selbstverpflichtungen der Hersteller, andererseits die Vorgaben der Europ\u00e4ischen Union zum Rezyklateinsatz. Mit Rezyklateinsatzquoten und steigenden CO<sub>2-<\/sub>Preisen wird die Wettbewerbsf\u00e4higkeit von Rezyklaten gegen\u00fcber Prim\u00e4rware gest\u00e4rkt, und die Abh\u00e4ngigkeit vom Roh\u00f6lpreis aufgehoben. Dies schafft Investitionssicherheit f\u00fcr das Recycling. Neuartige Recyclingtechnologien sind nach unserer Einsch\u00e4tzung technisch in der Lage, die zus\u00e4tzliche Nachfrage nach hochqualitativen Rezyklaten zu bedienen. Entwicklungs\u00adbedarf gibt es vor allem noch bei komplexen Abf\u00e4llen wie zum Beispiel Verbundmaterialien. Auch eine \u00f6kologische Gesamtbewertung der Verfahren steht noch aus.&#8220; <strong>Prof. Matthias Franke,<\/strong> Leiter des Institutsteils Sulzbach-Rosenberg von <a href=\"https:\/\/packaging-journal.de\/?s=fraunhofer+umsicht\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\">Fraunhofer Umsicht<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Ausgehend vom derzeitigen Entwicklungsstand sch\u00e4tzen die Fraunhofer Forschenden <strong>die Potenziale von alternativen Recyclingtechnologien insgesamt positiv<\/strong> ein, wenn sie als Erg\u00e4nzung zu etablierten werkstofflichen Verfahren eingesetzt werden. Sie seien technisch mach- und beherrschbar, sie k\u00f6nnten dazu beitragen, die Kreislauff\u00fchrung von Kunststoffen zu verbessern und hochqualitative Sekund\u00e4rrohstoffe f\u00fcr die Industrie bereit zu stellen. Vor allem die rohstofflichen \/ chemischen Verfahren k\u00f6nnten ein erg\u00e4nzender Baustein f\u00fcr h\u00f6herwertiges Kunststoff-Recycling sein besonders bei bisher schwer behandelbaren Abfallstr\u00f6men.<\/p>\n<h2>Positionspapier mit Fokus auf neue Recyclingverfahren<\/h2>\n<p>Laut Fraunhofer CCPE sind werkstoffliche Verfahren f\u00fcr sortenreine Kunststofffraktionen (Thermoplaste) die beste Wahl. Mit zunehmender Heterogenit\u00e4t, Verschmutzung oder Kontamination von Kunststoffabf\u00e4llen<strong> kommt das werkstoffliche Recycling aber an seine Grenzen.<\/strong> F\u00fcll-, St\u00f6r- und Schadstoffe k\u00f6nnen in Sortier-, Wasch- und Extrusionsanlagen oft nicht vollst\u00e4ndig ausgeschleust werden. Bestimmte Kunststoffsorten sind werkstofflich kaum verwertbar.<\/p>\n<p>Um eine Steigerung der Kreislauff\u00fchrung von Kunststoffen zu erreichen, ist eine Erg\u00e4nzung der werkstofflichen Verfahren durch alternative Prozesse und Prozess-Kombinationen erforderlich. Da chemische Recyclingverfahren ebenfalls in der Lage sind, Sekund\u00e4rrohstoffe f\u00fcr die Kunststoffproduktion bereitzustellen, sollte die <strong>werkstoffliche Verwertungs\u00adquote im Bereich der Verpackungskunststoffe durch eine technologieoffene Recyclingquote ersetzt<\/strong> werden. Dies w\u00fcrde technische Innovationen im mengenm\u00e4\u00dfig dominanten Recycling von Verpackungen f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Eine gesamt\u00f6kologische Betrachtung von Recyclingverfahren oder Verfahrens\u00adkombinationen f\u00fcr spezifische Altkunststoffe muss noch erbracht werden. Eine teilweise Substitution von erd\u00f6lbasierten Basischemikalien durch chemische Rezyklate bspw. auf Basis von Kunststoffabf\u00e4llen<strong> erscheint technologisch m\u00f6glich<\/strong>.<\/p>\n<blockquote><p>\u201eDie Industrie zeigt mehr und mehr Interesse an neuen Recyclingverfahren. Dies belegt unsere Marktanalyse. Allerdings gibt es bisher nur wenige gro\u00dfe kommerzielle Projekte. Es fehlen daher Erfahrungswerte zum Langzeitbetrieb von Anlagen, belastbare Daten zu Massen- und Energiebilanzen und zur Wirtschaftlichkeit.&#8220; <strong>Dr. Alexander Hofmann<\/strong>, Leiter des Research Department Advanced Recycling bei Fraunhofer CCPE<\/p><\/blockquote>\n<p>Projekte der Industrie zum chemischen Recycling seien bisher au\u00dferdem auf relativ reine Abfallstoffe ausgelegt. Gemischte Kunststoffabf\u00e4lle oder Verbundwerkstoffe werden als Einsatzmaterialien bisher seltener in den Blick genommen, obwohl auch <strong>hier ein betr\u00e4chtliches Rohstoffpotenzial<\/strong> vorliegt. Hier gebe es noch technischen Entwicklungsbedarf bis aus diesen Stoffstr\u00f6men hochwertige Rezyklate im gro\u00dftechnischen Ma\u00dfstab erzeugt werden k\u00f6nnten. Das Fraunhofer CCPE stellt im <a href=\"https:\/\/www.umsicht-suro.fraunhofer.de\/de\/presse\/pressemitteilungen\/2021\/PositionspapierRecyclingKunststoffe.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\">Positionspapier<\/a> zudem eine Forschungsagenda vor.<\/p>\n[infotext icon]Der \u00dcbergang von einer Linear- zu einer Kreislaufwirtschaft in der Kunststoffproduktion kann nur gelingen, wenn die beteiligten Akteure und Akteurinnen zusammenarbeiten. Der <a href=\"https:\/\/ccpe.fraunhofer.de\/index.php\/de\/cluster-circular-plastics-economy-ccpe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-schema-attribute=\"\">Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE<\/a> b\u00fcndelt die Kompetenzen von sechs Fraunhofer-Instituten und setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie. Unter Ber\u00fccksichtigung des gesamten Lebenszyklus von Kunststoffprodukten arbeiten wir gemeinsam an systemischen, technischen und gesellschaftlichen Innovationen.[\/infotext]\n<p><em>Quelle:<\/em> Fraunhofer Umsicht<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"A new position paper from the Fraunhofer CCPE on the state of the art of science and technology in recycling technologies for plastics focusses on chemical recycling processes. A market analysis also shows current industry activities","protected":false},"author":20,"featured_media":23954,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"__cvm_playback_settings":[],"__cvm_video_id":"","rank_math_description":"Ein neues Positionspapier des Fraunhofer CCPE fasst den Stand von Wissenschaft und Technik von Recyclingtechnologien f\u00fcr Kunststoffe zusammen. 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