Gericht stoppt Verkauf von Ardagh Metal Packaging

Ein Richter am Bezirksgericht Luxemburg hat Ardagh Holdings untersagt, derzeit sämtliche oder einen Teil seiner Beteiligungen an dem Getränkedosenhersteller zu veräußern.
Bild: Ardagh Group

Der geplante Verkauf von Anteilen an Ardagh Metal Packaging (AMP) kann vorerst nicht weiterverfolgt werden. Ein Richter am Bezirksgericht Luxemburg hat Ardagh Holdings untersagt, derzeit sämtliche oder einen Teil seiner Beteiligungen an dem Getränkedosenhersteller zu veräußern. Ardagh Holdings geht gegen die Entscheidung vor.

Der gerichtlichen Anordnung ging nach Angaben von Ardagh ein einseitiger Antrag ohne vorherige Anhörung des Unternehmens voraus. Eingereicht wurde er von bestimmten Minderheitsgläubigern besicherter Toggle Notes mit Fälligkeit 2027, die von ARD Finance ausgegeben wurden. ARD Finance war vor einer im November 2025 abgeschlossenen Rekapitalisierung Muttergesellschaft der Ardagh Group.

Ardagh will Anordnung aufheben lassen

Ardagh Holdings betont, vor Erlass der Anordnung keine Gelegenheit gehabt zu haben, seine Position darzulegen. Das Unternehmen hält den Antrag für unbegründet und geht nach eigenen Angaben gegen die Entscheidung vor. Zudem wurde beantragt, die Anordnung aufzuheben.

Weitere Angaben zu den Gründen des Antrags oder zu möglichen Auswirkungen auf den Verkaufsprozess macht Ardagh in der Mitteilung nicht.

Ardagh Metal Packaging produziert Getränkedosen aus Metall in Europa und Amerika. Das Unternehmen betreibt 23 Produktionsstätten in neun Ländern und beschäftigt rund 6.500 Mitarbeiter. Im Jahr 2025 erzielte AMP nach Unternehmensangaben einen Umsatz von 5,5 Milliarden US-Dollar.

Die Ardagh Group betreibt insgesamt 58 Produktionsstätten für Metall- und Glasverpackungen in 16 Ländern. Das Unternehmen beschäftigt rund 20.000 Mitarbeiter und beziffert seinen Umsatz auf etwa 9,6 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Ardagh Group