Greif zieht sich aus dem Geschäft mit gestrichenem Recyclingkarton zurück und schließt sein Werk Sweetwater im US-Bundesstaat Georgia. Die Produktion soll bis Ende 2026 eingestellt werden. Rund 90 Beschäftigte sind betroffen.
Das Werk in Austell produziert gestrichenen Recyclingkarton (Coated Recycled Paperboard, CRB), ungestrichenen Recyclingkarton (URB) sowie Papiersorten für die Vorder- und Rückseite von Gipsplatten. Mit der Schließung fallen nach Angaben von Greif jährlich rund 120.000 Tonnen Produktionskapazität weg.
Greif konzentriert Papierproduktion
Als Gründe für die Entscheidung nennt das Verpackungsunternehmen die Produktionsstruktur des Werks, dessen begrenzte Einbindung in das Greif-Netzwerk und die Kostenposition. Diese Faktoren hätten verhindert, dass Sweetwater eine nachhaltig wettbewerbsfähige Position erreicht.
„Dies ist eine schwierige Entscheidung, weil sie Auswirkungen auf unsere Mitarbeitenden, ihre Familien und die umliegende Gemeinde hat“, sagt Greif-Präsident und CEO Ole Rosgaard. „Unser Sweetwater-Team hat hart daran gearbeitet, unsere Kunden zu bedienen und die Leistung des Werks zu verbessern. Wir sind dankbar für seinen Einsatz, seine Professionalität und die vielen Beiträge für Greif.“
Der Rückzug aus dem CRB-Geschäft ist Teil einer übergeordneten Strategie. Greif will seine Ressourcen nach eigenen Angaben stärker auf Geschäftsbereiche und Anlagen konzentrieren, in denen das Unternehmen eine führende Marktposition und einen klaren Weg zu langfristiger Wertschöpfung sieht.
„Gesamtleistung des Werksnetzwerks stärken“
Kunden, die bislang ungestrichenen Recyclingkarton aus Sweetwater beziehen, will Greif künftig über sein nordamerikanisches Netzwerk von URB-Werken versorgen.
„Wir treffen bewusste Entscheidungen darüber, in welchen Bereichen wir tätig sind und wo wir investieren“, sagt Gaylord Benner, Senior Vice President und General Manager Sustainable Fiber Solutions bei Greif. „Die Schließung von Sweetwater wird die Gesamtleistung unseres Werksnetzwerks stärken. Gleichzeitig werden wir mit unseren Investitionen in unser URB-Netzwerk Kapital gezielt in Anlagen lenken, die gut aufgestellt sind, um unsere Kunden zu bedienen und profitables Wachstum zu unterstützen.“
Von der Werksschließung sind rund 90 Beschäftigte betroffen. Greif kündigte Abfindungsleistungen und Unterstützung beim beruflichen Übergang an.
Quelle: Greif






