Rekordjahr für Groninger

Trotz schwieriger Marktbedingungen hat Groninger 2025 ein Rekordjahr erreicht. Mit Investitionen in den USA und am Stammsitz Crailsheim setzt das Unternehmen auf Wachstum und Kundennähe.
Jens (l) und Volker (r) Groninger. (Bild: Groninger)

Verpackungsmaschinenhersteller Groninger hat im Geschäftsjahr 2025 ein Rekordergebnis erzielt. Mit einer Gesamtleistung von 325 Millionen Euro übertraf das Familienunternehmen das Vorjahresergebnis und bewies Stabilität in einem sich wandelnden Marktumfeld. Die Nachfrage nach Neumaschinen und ein starkes Servicegeschäft trugen maßgeblich zu diesem Erfolg bei.

Gleichzeitig habe sich im vergangenen Jahr zunehmend deutlicher gezeigt, dass sich die Rahmenbedingungen im Markt verändern: Investitionsentscheidungen werden zurückhaltender getroffen, Projekte intensiver umkämpft und Entscheidungsprozesse dauern insgesamt länger an, so das Unternehmen.

Groninger setzt auf internationale Expansion und hat 2025 bedeutende Investitionen getätigt. In den USA wurde mit über 14 Millionen US-Dollar ein neues Headquarters in Charlotte errichtet, um die Nähe zu nordamerikanischen Kunden zu stärken. Diese Investition ist Teil der Local-for-Local-Strategie, die die Kundennähe in wichtigen Märkten fördern soll. Auch am Stammsitz in Crailsheim wurde mit dem Bau einer neuen Montagehalle das größte Investitionsprojekt in der Firmengeschichte begonnen. Über 30 Millionen Euro fließen in diesen Ausbau, der zusätzliche Produktionskapazitäten schafft und auf die steigende Nachfrage nach großen Pharmalinien reagiert.

„Die Pharmalinien, die wir am Standort Crailsheim bauen, werden immer größer – da sind zum Teil meterlange und -hohe Produktionsstraßen dabei. Auch deshalb, weil Turnkey-Projekte, bei denen wir als Generalunternehmen die Verantwortung für Planung, Bau, Installation und Validierung übernehmen, eine immer größere Rolle spielen.“

Jens Groninger

Mit dem Baustart einer neuen Montagehalle am Stammsitz in Crailsheim hat das größte Investitionsprojekt in der Geschichte der Unternehmensgruppe Fahrt aufgenommen. (Bild: Groninger)

Strategische Übernahmen und Marktentwicklung

Ein weiterer Schritt in der Unternehmensstrategie war die Übernahme der Reinraumtechnik Ulm. Diese Integration erweitert das Portfolio von Groninger und positioniert das Unternehmen als Systemanbieter. Kunden äußerten den Wunsch nach einer solchen Ergänzung, und Groninger reagierte darauf mit der Übernahme. Die Integration erfolgt schrittweise und soll strukturell, prozessual und kulturell erfolgen.

Weiterentwicklung und Veränderung werden die Unternehmensgruppe daher auch in den kommenden Jahren begleiten. Bereits heute verschiebt sich der Markt spürbarer. „Individualisierte Sondermaschinen bleiben unverzichtbar – und zwar immer dort, wo neue Technologien entstehen sollen und Innovationen gefragt sind. Gleichzeitig verlangen viele Anwendungen nach modularen, standardisierten und skalierbaren Lösungen, die sich schneller realisieren lassen und gleichzeitig höchste Qualitäts- und Regulierungsanforderungen erfüllen“, so Jens Groninger.

Quelle: Groninger