Hartpapierhülsen weiterhin verfügbar

Die Hersteller von Hartpapierhülsen der Papier-, Folien- und Textilindustrie in Deutschland bleiben trotz Corona verlässliche Partner in den Lieferketten. (Bild: Paul & Co)
Die Hersteller von Hartpapierhülsen der Papier-, Folien- und Textilindustrie in Deutschland bleiben trotz Corona verlässliche Partner in den Lieferketten. (Bild: Paul & Co)

Die Hersteller von Hartpapierhülsen für die Papier-, Folien- und Textilindustrie in Deutschland bleiben auch in der aktuellen Coronavirus-Pandemie trotz großer Herausforderungen verlässliche Partner in den Lieferketten.

Am Anfang der Pandemie stellte die Logistik für die Rohmaterialien sowie die fertigen Produkte durch Grenzschließungen und Frachtraumverknappung eines der größten Hindernisse dar. Auch die Aufrechterhaltung oder Verlagerung der Produktion bei regional auftretenden Infektionsclustern sorgte für bisher nie gekannte Herausforderungen.

Produktion der Hartpapierhülsen läuft weiter

Dennoch konnte nahezu überall die Produktion aufrechterhalten und noch dazu flexibel auf die extrem unterschiedliche Kundennachfrage reagiert werden. So stieg beispielsweise der Bedarf nach Hartpapierhülsen für Verpackungspapiere und -folien deutlich. In anderen Branchen hingegen waren bedingt durch Schließungen erhebliche Rückgänge festzustellen.

In den Betrieben gilt Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Teilweise übertragen die Betriebe diese auch auf die restlichen Betriebsabläufe. (Bild: Mika Baumeister)

In den Betrieben gilt Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Teilweise übertragen die Betriebe diese auch auf die restlichen Betriebsabläufe. (Bild: Mika Baumeister)

Wichtige Schutzmaßnahmen

Mit umfangreichen Anpassungen des Produktionsalltags wurden unter anderem die von dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) sowie der BG ETEM empfohlenen Arbeitsschutzmaßnahmen umgesetzt.

Im Zuge der Maßnahmen hat man beispielsweise Produktionsschichten getrennt und versetzte Arbeitszeiten der Belegschaft etabliert. Eine potentielle Ansteckungswahrscheinlichkeit zu verringern hatte dabei höchste Priorität. Neben der regelmäßigen Desinfektion aller relevanter Bereiche, wurden Desinfektionspausen zwischen den Schichten eingeführt. 

In den Bereichen, in denen ein Abstand von 1,5 Metern zwischen den Mitarbeitern prozess-/produktionsbedingt nicht eingehalten werden kann, wurde frühzeitig eine Maskenpflicht eingeführt.

Mit der Leitlinie „Unternehmen der KRITIS Ernährung (Ernährungsunternehmen)“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurden „Betriebe zur Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaterial für Erzeugnisse“ sowie „Zulieferbetriebe und Logistikdienstleister der vorgenannten Unternehmen“ als kritische und somit als systemrelevante Betriebe aufgeführt.

Verantwortungsbereitschaft trotz ungewisser Aussichten

Auch die Mitgliedsunternehmen der FHR sind zumeist Teil der Lieferkette der Ernährungswirtschaft und gelten somit als systemrelevant. Dieser Verantwortung ist man sich bewusst und wird weiterhin alles dafür tun um die Lieferfähigkeit aufrechtzuerhalten.

Insgesamt blickt die Branche angesichts der getroffenen Maßnahmen mit vorsichtiger Zuversicht in die Zukunft. Dennoch gibt es mehrere Faktoren, die Sorgen bereiten. So verteuert sich Altpapier als Rohstoff für den Hülsenkarton aktuell sprunghaft auf breiter Front.

Auch die oben genannten notwendigen Maßnahmen sorgen anhaltend für erhebliche betriebliche Kostensteigerungen. Und nicht zuletzt birgt die wirtschaftliche Lage erhebliche Unsicherheiten für die Zukunft.

Quelle: Fachvereinigung Hartpapierwaren und Rundgefäße e.V.