IMA hat sein Konzept des Cognitive Manufacturing vorgestellt und beschreibt damit den nächsten Entwicklungsschritt vernetzter Produktionssysteme. Das Unternehmen will Daten, künstliche Intelligenz und menschliches Fachwissen zusammenführen, um Entscheidungen in der Fertigung schneller und fundierter zu ermöglichen. Die Lösung wurde erstmals auf der interpack 2026 präsentiert.
Nach Angaben von IMA geht der Ansatz über klassische Industrie-4.0-Konzepte hinaus. Während bislang vor allem Maschinen und Anlagen miteinander vernetzt wurden, sollen künftig Produktionsdaten in Echtzeit analysiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Bediener, Instandhalter und Produktionsverantwortliche übersetzt werden. Ziel seien kürzere Stillstandszeiten, eine höhere Produktionseffizienz sowie eine bessere Prozessstabilität.
KI analysiert Produktionsdaten
Kern der Architektur ist die generative KI-Plattform Intellecta. Sie sammelt und verknüpft Daten aus Maschinen, Produktionslinien und Standorten. Laut Unternehmen erkennt das System Zusammenhänge zwischen Störungen, identifiziert mögliche Ursachen und schlägt auf Basis früherer Erfahrungen geeignete Maßnahmen vor. Damit soll sich vorhandenes Know-how unternehmensweit verfügbar machen lassen.
Ergänzend setzt IMA auf sogenannte AI-on-Edge-Lösungen direkt an den Maschinen. Diese unterstützen Bediener über die Mensch-Maschine-Schnittstelle mit sprach- oder textbasierten Hilfestellungen. Technische Dokumentationen und Wartungsinformationen werden dabei in Echtzeit bereitgestellt, um die Fehlerbehebung zu beschleunigen und Produktionsunterbrechungen zu verkürzen.
Robotik als Teil des Gesamtsystems
Auch Roboter sollen nach dem Konzept nicht mehr isoliert arbeiten. Stattdessen werden sie über Intellecta in die gesamte Produktionsumgebung eingebunden. Dadurch könnten Abläufe an den jeweiligen Produktionszustand angepasst und Prozesse effizienter sowie konsistenter gesteuert werden, so IMA.
Das Unternehmen betont, dass künstliche Intelligenz die Verantwortung des Menschen nicht ersetzen solle. Vielmehr gehe es darum, Mitarbeitende bei unerwarteten Ereignissen mit kontextbezogenen Informationen, technischen Dokumentationen und Handlungsempfehlungen zu unterstützen. Die endgültigen Entscheidungen verblieben bei den Beschäftigten.
Quelle: IMA Group







