Innovationen sollen Verpackungshersteller auf neue Regulierung vorbereiten

Nach Einschätzung von GlobalData beeinflussen Umweltvorgaben inzwischen nicht nur die Materialauswahl, sondern auch das Verpackungsdesign.
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Die zunehmende Regulierung von Verpackungen erhöht nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens GlobalData den Innovationsdruck auf Verpackungshersteller und Markenartikler. In einer aktuellen Analyse verweist das Unternehmen auf neue gesetzliche Vorgaben in Europa und anderen Weltregionen, die Investitionen in Materialien, Verpackungsdesign und digitale Rückverfolgbarkeit erforderlich machten.

Die Studie „Innovating for Packaging Regulation“ sieht insbesondere die Europäische Verpackungsverordnung (PPWR) sowie Regelungen in Ländern wie Kanada, Mexiko, China und Indonesien als Treiber einer globalen Entwicklung hin zu nachhaltigeren Verpackungen. Forschung und Entwicklung sowie Unternehmensstrategien müssten sich deshalb frühzeitig auf die neuen Anforderungen einstellen.

Regulierung verändert Materialwahl und Verpackungsdesign

„Gesetze zur erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) und Pfandsysteme (DRS) sind inzwischen Realität. Sie machen Änderungen bei Materialien und Verpackungsdesign im Konsumgüterbereich erforderlich. Gleichzeitig müssen sich Unternehmen auf eine datengetriebene Welt einstellen, um die regulatorischen Anforderungen erfüllen zu können“, sagt Richard Parker, Principal Consumer Analyst bei GlobalData.

Nach Einschätzung von GlobalData beeinflussen Umweltvorgaben inzwischen nicht nur die Materialauswahl, sondern zunehmend auch das Verpackungsdesign. Gleichzeitig steige der Druck durch Verbraucher, Marken, Nichtregierungsorganisationen und politische Entscheidungsträger, Verpackungen ressourcenschonender zu gestalten.

Sechs Handlungsfelder für Verpackungshersteller

Die Analyse nennt mehrere Bereiche, in denen Unternehmen ihre Aktivitäten verstärken sollten. Dazu gehören der Ausbau geschlossener Materialkreisläufe zur Erfüllung von Rezyklatquoten, die Entwicklung besser recycelbarer Monomaterial-Verpackungen sowie der Einsatz biobasierter Materialien und neuer Barrierebeschichtungen als Ersatz für konventionelle Kunststoffe.

Darüber hinaus gewinne die digitale Produktinformation an Bedeutung. Als Beispiel nennt GlobalData den Digitalen Produktpass der EU, dessen Einführung ab 2027 vorgesehen ist. Auch eine energie- und ressourceneffizientere Produktion sowie die Anpassung an unterschiedliche nationale EPR-Systeme gehörten zu den zentralen Herausforderungen.

Unternehmen bereiten sich auf neue Vorgaben vor

Nach Angaben von GlobalData haben erste Marken bereits konkrete Maßnahmen umgesetzt. So hätten Suntory und PepsiCo ihre Barcodes für das britische Pfandsystem angepasst. Evian habe eine etikettenfreie Flasche aus 100 Prozent rPET mit geprägtem Markenlogo weiterentwickelt, um den Monomaterial-Ansatz zu stärken. Zudem hätten Verpackungshersteller wie Tetra Pak, Elopak und SIG Kreislaufwirtschaft und Materialinnovationen fest in ihren Strategien verankert.

Zum Abschluss der Analyse betont Parker: „Nachhaltigkeit und die damit verbundenen gesetzlichen Vorgaben sind heute fester Bestandteil des Marktumfelds. Sie motivieren Hersteller dazu, gesellschaftliche Erwartungen aufzugreifen und kontinuierlich in umweltfreundliche Innovationen zu investieren.“

Weiter erklärt er: „Unternehmen sollten ihre Strategien für die Kreislaufwirtschaft als grundlegenden Bestandteil ihres Geschäfts verstehen und nicht lediglich als attraktive ESG-Botschaften. Andernfalls drohen regulatorische Schwierigkeiten und das Risiko, von proaktiveren Wettbewerbern abgehängt zu werden.“

Quelle: GlobalData