Die italienischen Hersteller von Verpackungsmaschinen haben ihren Wachstumskurs 2025 fortgesetzt. Wie Ucima auf der Jahresversammlung des Verbandes bekanntgab, stieg der Branchenumsatz um vier Prozent auf 10,46 Milliarden Euro. Wachstumstreiber waren neben dem Export auch das deutlich stärkere Inlandsgeschäft.
Mit einem Umsatz von 10,46 Milliarden Euro bleibt die italienische Verpackungsmaschinenindustrie das umsatzstärkste Segment des italienischen Maschinenbaus. Grundlage der Zahlen ist die 14. nationale Branchenstatistik des Ucima-Studienzentrums Mecs, an der sich 629 Unternehmen beteiligten. Die Branche beschäftigte 2025 insgesamt 40.611 Mitarbeiter, ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Export bleibt wichtigste Säule
Das Auslandsgeschäft erreichte 8,19 Milliarden Euro und machte damit 78,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Gegenüber 2024 legten die Exporte um 2,5 Prozent zu. Im Durchschnitt erwirtschaften die Unternehmen 85,4 Prozent ihres Umsatzes im Ausland. Größter Absatzmarkt blieb die Europäische Union mit 2,4 Milliarden Euro beziehungsweise 36,8 Prozent der Exporte. Es folgen Asien mit 1,09 Milliarden Euro und Nordamerika mit 1,03 Milliarden Euro.
„Auch 2025 hat die Branche der Verpackungstechnologien eine außergewöhnliche Fähigkeit zu Wachstum und Anpassung bewiesen. Dass wir in einem internationalen Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlicher Unsicherheit und neuen Handelsbarrieren geprägt ist, einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro erreichen, bestätigt die Stärke unserer Industrie und der Wertschöpfungskette, die sie trägt. Wir blicken mit Zuversicht in die Zukunft, verfolgen aber zugleich sehr aufmerksam die Entwicklungen in der Welt. Geopolitische Veränderungen, der Wandel des internationalen Handels, industriepolitische Maßnahmen und technologische Entwicklungen können den Wachstumskurs unserer Unternehmen maßgeblich beeinflussen. Deshalb ist es für uns wichtig, die Kräfte zu analysieren, zu verstehen und richtig einzuordnen, die die globalen Rahmenbedingungen neu gestalten. Nur so können wir Veränderungen in Chancen verwandeln und die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Verpackungsindustrie weiter stärken.“
Ucima-Präsident Maurizio Bertocco
Inlandsmarkt wächst signifikant
Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft in Italien. Der Inlandsumsatz stieg um 9,9 Prozent auf 2,27 Milliarden Euro. Damit erhöhte sich der Anteil des Heimatmarktes auf 21,7 Prozent des Gesamtumsatzes. Nach Angaben von Ucima wurde die Nachfrage insbesondere von der Lebensmittel- und Pharmaindustrie getragen, die im Inland jeweils Zuwächse von mehr als 15 Prozent verzeichneten.
Lebensmittel und Getränke dominieren die Nachfrage
Die wichtigsten Abnehmerbranchen blieben auch 2025 die Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Gemeinsam entfielen auf beide Segmente 55,4 Prozent des Branchenumsatzes. Die Lebensmittelindustrie lag mit 3,26 Milliarden Euro vor dem Getränkesektor mit 2,54 Milliarden Euro. Deutlich zulegen konnte zudem die Pharmabranche, die auf 1,84 Milliarden Euro beziehungsweise 17,6 Prozent des Gesamtumsatzes kam.
Bei den Maschinentypen erzielten Anlagen für die Primärverpackung mit einem Anteil von 52,5 Prozent den größten Umsatz. Besonders stark entwickelten sich Palettiermaschinen mit einem Plus von 8,1 Prozent sowie Kartonierer und Case Packer, deren Umsatz um 7,5 Prozent zunahm.
Emilia-Romagna bleibt Zentrum des italienischen Packaging Valley
Die Region Emilia-Romagna behauptete ihre Rolle als Zentrum: Dort sind 214 Unternehmen angesiedelt, die mehr als 61 Prozent des Branchenumsatzes erwirtschaften und über 22.380 Menschen beschäftigen.
Quelle: Ucima






