KHS hat seine vollautomatischen Maschinen zum Reinigen und Füllen von Innokeg Contikeg und Combikeg-Fässern einem umfassenden Re-Design unterzogen. Diese Anlagen, die seit fast 50 Jahren im Keg-Segment etabliert sind, wurden weiterentwickelt, um die Anlagenverfügbarkeit und Sicherheit zu erhöhen sowie die Ressourceneffizienz zu optimieren.
Mit der Weiterentwicklung habe KHS ein klares Ziel verfolgt, wie Tobias Wetzel, KHS-Geschäftsführer Sales and Service betont: „Wir haben unsere für ihre Langlebigkeit geschätzte Keg-Technologie in eine neue Generation überführt. Sie erfüllt die Anforderungen des Marktes und die Erwartungen unserer Kunden hinsichtlich Hygiene, Sicherheit und Ergonomie umfänglich. Wir haben damit die Voraussetzungen für maximale Anlagenverfügbarkeit, hohe Produktionssicherheit und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit geschaffen.“ Besonders in südamerikanischen und asiatischen Märkten sehe man hohe Wachstumspotenziale.
Die Innokeg Contikeg reinigt und befüllt im kontinuierlichen Karusselprinzip vollautomatisch bis zu 1.200 Kegs pro Stunde. Dabei ermöglicht ihre Konstruktion einen durchgängigen Prozessablauf: Die Fässer durchlaufen sämtliche Produktionsschritte innerhalb der Maschine im Rundlauf, ohne zwischenzeitlich abgekoppelt zu werden. Das sorgt für hohe Leistung und Prozessstabilität. Mit der Verarbeitung von Gebindegrößen zwischen fünf und rund 58 Litern eignet sie sich für ein breites Produktspektrum – von Whiskey-Soda, Bier, Biermischgetränke und Wein über Wasser und Softdrinks bis hin zu Säften
Fokus auf bewährte Stärken
Zur weiteren Effizienzsteigerung trägt ein sich ebenfalls bewährter und integrierter Zentralverteiler bei, der die Medienführung zentral steuert so die Anzahl einzelner Ventilschaltungen im Kernprozess verringert. Grundlegend weiterentwickelt hat KHS die Medienversorgung seiner neuen Lösung. Die bisherige L-förmige Medienübergabe wurde durch einen neuen Ventilknoten ersetzt, der bereits im Fülltechnikportfolio von KHS Anwendung findet.

Die konsequente Weiterentwicklung zeigt sich bei der Innokeg Contikeg auch im hygienischen Design. Dafür setzt KHS auf sein bewährtes Reinigungskonzept: Der hydromechanische Reinigungsprozess nutzt eine pulsierende Spritzung mit bis zu drei verschiedenen chemischen Reinigungsmedien. Besonders bei sensiblen Getränken wie alkoholfreien und 0,0-Bieren ist ein hygienegerechtes Anlagendesign entscheidend, da hier sehr hohe Anforderungen an die mikrobiologische Sicherheit bestehen.
Modernisiertes Sicherheitskonzept
Abgerundet wird das Optimierungspaket der Innokeg Contikeg durch ein grundlegend modernisiertes Sicherheitskonzept. Mit einer Vielzahl konstruktiver Anpassungen – von optimierten Sicherheitsschaltern an den Türen über eine verbesserte CO2-Absaugung bis hin zu neuen Schutzeinhausungen – trägt KHS den aktuellen Anforderungen an Maschinen- und Bedienersicherheit einmal mehr Rechnung.
Die Überarbeitung erfüllt die aktuelle und für alle Maschinen relevante Norm DIN EN 415-2:2025 und berücksichtigt bereits heute die Anforderungen der ab Januar 2027 verbindlich anzuwendenden EU-Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 sowie des EU Cyber Resilience Act. Für die Vergabe der CE-Kennzeichnung gewinnt die Cybersicherheit zunehmend an Bedeutung. Hersteller sind künftig gefordert, den Schutz ihrer Produkte vor digitalen Angriffen nachzuweisen. Die regulatorische Grundlage bilden der EU Cyber Resilience Act sowie die Radio Equipment Directive mit ihren Anforderungen an die IT- und OT-Sicherheit.
Auch die containerfähige Plug-and-Produce-Maschine Innokeg Combikeg basiert auf neuester Technologie. Im Unterschied zum großen Bruder vereint sie die gesamte Linie in einer kompakten Maschine und deckt ein kleineres Leistungsspektrum ab. Dadurch bietet sie Kunden eine besonders platzsparende, schnell integrierbare Lösung, die bereits heute die Anforderungen der künftigen
EU-Maschinenverordnung sowie des EU Cyber Resilience Act berücksichtigt.
Quelle: KHS







