Produktionsprozesse werden digitaler, vernetzter und zunehmend softwaregesteuert. Doch mit der steigenden Digitalisierung wachsen auch die Anforderungen an Sicherheit und Normkonformität. Kuka erreicht mit der Einführung eines neuen Betriebssystems und einer neuen Steuerungsplattform als erster Robotikhersteller die Security Level 2 Zertifizierung nach IEC 62443-4-2. Diese Zertifizierung ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheitsanforderungen in der modernen Automatisierung zu erfüllen.
Die zunehmende Vernetzung industrieller Produktionssysteme verändert die Anforderungen an die Automatisierung grundlegend. Wo früher vor allem funktionale Sicherheit im Fokus stand, müssen heute auch digitale Steuerungsprozesse, Datenflüsse und Kommunikationsschnittstellen zuverlässig geschützt werden. Genau hier setzt das Betriebssystem iiQKA.OS2 an und verbindet Cybersecurity und Performance in einer gemeinsamen Plattform.
Mit iiQKA.OS2 und der KR C5 Steuerungsplattform erfüllt Kuka nicht nur die Anforderungen der IEC 62443-4-2 erfüllt, sondern geht noch einen Schritt weiter. Das System entspricht bereits der Regulation (EU) 2024/2847 Cyber Resilience und den Anforderungen der EN ISO 10218-1:2025. Diese Normen sind entscheidend für die Gewährleistung sicherer und zukunftsfähiger Automatisierungslösungen.

Die IEC 62443-4-2 ist eine internationale Norm, die spezifische Anforderungen an die Sicherheit von Komponenten in industriellen Automatisierungssystemen festlegt. Die Erreichung des Security Level 2 bedeutet, dass Kukas Systeme in der Lage sind, fortgeschrittenen Bedrohungen zu widerstehen und somit ein höheres Maß an Sicherheit in vernetzten Produktionsumgebungen bieten.
„Mit iiQKA.OS2 schaffen wir die Grundlage für eine neue Generation industrieller Automatisierung: intuitiver, vernetzter und sicherer. Product Security Level 2 ist dabei ein wichtiger Schritt. Denn Cybersecurity ist heute kein Zusatzthema mehr, sondern eine zentrale Voraussetzung für robuste, zukunftsfähige Produktionssysteme.“
Marc Steigerwald, Strategic Program Manager bei Kuka
Ebenso entscheidend: Die enge Verzahnung mit der Engineering-Plattform iiQWorks hebt die Effizienz im gesamten Automatisierungsprozess auf ein neues Niveau. Während iiQKA.OS2 die sichere und performante Laufzeitumgebung bereitstellt, ermöglicht iiQWorks die durchgängige Planung, Simulation und Inbetriebnahme – digital und unabhängig von physischer Hardware.

Digitaler Zwilling als neues Fundament des Engineerings
Mit iiQWorks bietet Kuka eine zentrale Plattform für Konfiguration, Simulation und Offline-Programmierung und schafft damit die Grundlage für durchgängige digitale Engineering-Prozesse. Herzstück ist iiQWorks.Sim, das die Planung, Programmierung und Validierung von Roboterzellen bereits vor der Inbetriebnahme ermöglicht. Ergänzt wird die Plattform durch den KI-gestützten iiQWorks.Copilot, der Engineering-Aufgaben vereinfacht und Anwender im täglichen Workflow unterstützt.
Kuka baut die strategische Rolle von iiQKA.OS2 als zukunftsweisende Plattform für die Robotik weiter aus. In Kombination mit iiQWorks entsteht ein durchgängiges Ökosystem aus sicherer Laufzeitumgebung und leistungsfähigem Engineering‑Framework. Die Verbindung aus Normkonformität, Cybersecurity, Performance und digitalem Zwilling schafft die Grundlage für eine neue Generation von Automatisierungslösungen – integrierter, skalierbarer und konsequent digital gedacht.
Quelle: Kuka






