Mars steigert Recyclingfähigkeit seiner Verpackungen

Neben der Optimierung bestehender Verpackungen arbeitet der Konzern nach eigenen Angaben auch an neuen Materiallösungen.
Bild: Mars

Mars hat seinen Nachhaltigkeitsbericht „Sustainable in a Generation Report 2025“ veröffentlicht. Darin berichtet der Lebensmittel- und Tiernahrungshersteller über Fortschritte bei der Verpackungsstrategie. Nach Unternehmensangaben sind inzwischen 67,6 Prozent der verbrauchernahen Verpackungen für Wiederverwendung, Recycling oder Kompostierung ausgelegt. Gleichzeitig habe Mars den Einsatz von Neuplastik und den Anteil von Rezyklaten weiter verbessert.

Mars setzt nach eigenen Angaben seine Investitionen in die Umgestaltung seines Verpackungsportfolios fort. Ziel sei es, Verpackungen stärker an bestehende oder künftig zu erwartende Recyclingstrukturen anzupassen und den Einsatz von Rezyklaten zu erhöhen. Das Unternehmen verweist darauf, dass eine funktionierende Kreislaufwirtschaft nicht allein durch neue Verpackungsdesigns erreicht werden könne. Erforderlich seien ebenso leistungsfähige Sammel-, Sortier- und Recyclingsysteme sowie politische Rahmenbedingungen wie eine wirksame erweiterte Herstellerverantwortung (EPR).

Weniger Neuplastik und mehr Rezyklat

Im Berichtsjahr reduzierte Mars den Einsatz von Neuplastik gegenüber dem Basisjahr 2019 nach Unternehmensangaben um 5,9 Prozent. Gleichzeitig stieg der Einsatz von Rezyklaten auf 18.721 Tonnen. Dies entspreche 9,2 Prozent des globalen Kunststoffportfolios. Als Beispiele nennt das Unternehmen Verpackungsumstellungen in mehreren Märkten. In Indien sei die Verpackung für Mixed Minis von einem mehrlagigen Kunststoffbeutel auf eine Metalldose umgestellt worden. Zudem seien Polystyrol-Einlagen in Snickers-Geschenkverpackungen durch recyclingfähige Kartonlösungen ersetzt worden. In den USA liefen außerdem Praxistests mit papierbasierten Flowpacks für Kind-Produkte.

Recyclinggerechte Verpackungen im Fokus

Nach Angaben von Mars sind inzwischen 67,6 Prozent der verbrauchernahen Verpackungen nach Gewicht so ausgelegt, dass sie wiederverwendbar, recyclingfähig oder kompostierbar sind. Als Beispiel führt das Unternehmen recyclingfähige Nassfutterbeutel der Marke Whiskas an, die gemeinsam mit Lieferanten und Recyclingpartnern für bestehende Sammel- und Recyclingstrukturen in Großbritannien und Deutschland entwickelt worden seien. Darüber hinaus setzt Mars bei verschiedenen Verpackungen auf 100 Prozent rPET. Dazu zählen unter anderem Behälter für M&M’s, Skittles und Starburst in den USA sowie weitere Produktlinien in China und Australien.

Forschung an kompostierbaren Materialien

Neben der Optimierung bestehender Verpackungen arbeitet Mars nach eigenen Angaben auch an neuen Materiallösungen. Gemeinsam mit der Georgia Tech Research Corporation untersuchte das Unternehmen kompostierbare Folien mit Chitin-Beschichtungen. Ziel sei es gewesen, deren Barriereeigenschaften gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit zu verbessern. Die Ergebnisse wurden in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht. Parallel weitete Mars ein Recyclingprogramm für Kunststoffabfälle aus Tierkliniken aus. Bis Ende 2025 beteiligten sich daran nach Unternehmensangaben nahezu 173 Standorte weltweit. Dadurch seien 4,3 Tonnen Kunststoff vor der Deponierung bewahrt worden.

Quelle: Mars