Mayr-Melnhof erweitert Verpackungsproduktion in Rumänien

Der Ausbau erfolgt in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld.
Bild: Mayr-Melnhof

Mayr-Melnhof (MM) treibt den Ausbau seiner Verpackungsproduktion in Rumänien voran. Die Erweiterungsinvestition im dortigen Werk verläuft nach Angaben des Unternehmens planmäßig. Die kommerzielle Produktion soll im Oktober 2026 starten.

Das Projekt ist Teil der Wachstumsinvestitionen von MM und gehört zur Division Food & Premium Packaging. Im Ausblick auf das zweite Halbjahr bestätigt der Konzern, dass die Erweiterungsinvestitionen in Rumänien und den USA planmäßig verlaufen. Sie sollen ab 2027 einen Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Weitere Angaben zum Investitionsvolumen oder zu den zusätzlichen Produktionskapazitäten in Rumänien macht MM in den Halbjahreszahlen nicht.

Schwache Nachfrage nach Faltschachteln

Der Ausbau erfolgt in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. MM bezeichnet die Nachfrage nach Faltschachteln im ersten Halbjahr 2026 als schleppend. Gleichzeitig sei die Wettbewerbsintensität in den meisten Endmärkten unverändert hoch gewesen. Gegen Ende des zweiten Quartals habe sich die Auftragssituation in ausgewählten Märkten leicht verbessert.

In der Division Food & Premium Packaging sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis ohne die verkaufte Tann-Gruppe um 5,6 Prozent auf 684 Millionen Euro. Die produzierte Menge ging um 7,1 Prozent auf 1,019 Milliarden Quadratmeter zurück. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich dagegen leicht um 0,9 Prozent auf 97,9 Millionen Euro. Die entsprechende Marge stieg von 13,4 auf 14,3 Prozent. MM führt diese Entwicklung unter anderem auf Prozessverbesserungen, Fixkostensenkungen und niedrigere Kartonkosten zurück.

Bei seinen Innovationsaktivitäten konzentriert sich der Geschäftsbereich nach Unternehmensangaben weiterhin auf nachhaltige Verpackungslösungen. Im Mittelpunkt stehe dabei insbesondere der Ersatz von Kunststoffverpackungen durch faserbasierte Alternativen.

Quelle: Mayr-Melnhof