Nestlé steigert Kaffeekapsel-Produktion in Schwerin

Das 2014 eröffnete Werk verfügt über zehn Abfüll- und acht Verpackungslinien.
Bild: Nestlé Deutschland

Nestlé baut die Produktion von Nescafé-Dolce-Gusto-Kaffeekapseln am Standort Schwerin aus. Ab 2027 sollen dort jährlich rund 2,3 Milliarden Kapseln hergestellt werden – rund 500 Millionen mehr als bislang.

Das Werk in Schwerin übernimmt nach Angaben des Unternehmens zusätzliche Produktionsaufgaben innerhalb des internationalen Nestlé-Netzwerks. Die Jahresproduktion soll dadurch von bislang rund 1,8 Milliarden auf 2,3 Milliarden Kaffeekapseln steigen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 28 Prozent. Zugleich plant Nestlé rund 50 Neueinstellungen ab Oktober 2026.

Acht Verpackungslinien in Schwerin

Das 2014 eröffnete Werk verfügt über zehn Abfüll- und acht Verpackungslinien. Dort werden 28 verschiedene Kaffeekapsel-Sorten der Marke Nescafé Dolce Gusto für unterschiedliche Märkte produziert. Seit der Inbetriebnahme wurden nach Unternehmensangaben insgesamt rund 20 Milliarden Kapseln hergestellt.

Für die zusätzlichen Mengen sollen drei der zehn Fertigungslinien vom Drei-Schicht- auf einen Vier-Schicht-Betrieb umgestellt werden. Das Werk beschäftigt derzeit rund 350 Mitarbeitende einschließlich 18 Auszubildenden. Gesucht werden unter anderem Maschinen- und Anlagenführer sowie Beschäftigte für Technik und Logistik.

„Die Entscheidung für die Steigerung der Produktionskapazitäten in Schwerin ist ein starkes Signal und Ausdruck des Vertrauens in die Leistungsfähigkeit des Standorts und seiner Mitarbeitenden. Schwerin hat sich in den vergangenen Jahren zu einer zentralen Produktionsstätte innerhalb des internationalen Netzwerks entwickelt und wir sehen hier weiteres Potenzial. Mit dem Ausbau stärken wir die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Standorts.“

Alexander von Maillot, Vorstandsvorsitzender von Nestlé Deutschland

Weniger Kunststoff für die Kaffeekapseln

Auch bei den Verpackungen verweist Nestlé auf Veränderungen am Standort. So sei die Wandstärke der Kaffeekapseln um 20 Prozent reduziert worden, wodurch der Kunststoffanteil gesunken sei. Angaben zur daraus resultierenden absoluten Materialeinsparung macht das Unternehmen nicht.

Der gesamte Strombedarf der Produktion in Schwerin stammt laut Nestlé aus erneuerbaren Energien. Die dort verarbeiteten Kaffeebohnen werden vor Ort geröstet, gemahlen und anschließend zu den Kapselprodukten weiterverarbeitet.

Quelle: Nestlé