Osnabrück beschließt Einweg-Verpackungssteuer

Osnabrück beschließt eine Steuer auf Einweg-Verpackungen in der Gastronomie. Die Deutsche Umwelthilfe sieht darin ein wichtiges Signal gegen die Einweg-Müllflut und fordert weitere Städte zum Handeln auf.
(Bild: Shutterstock/Alexander Weickart)

Einweg-Takeaway-Verpackungen sollen in Osnabrück ab 2027 besteuert werden. Mit dem aktuellen Beschluss des Stadtrats reiht sich Osnabrück in die Liste der Städte ein, die aktiv gegen die Umweltverschmutzung durch Einwegverpackungen vorgehen. Zuvor hatten bereits Tübingen, Konstanz, Freiburg und Potsdam ähnliche Maßnahmen umgesetzt.

Jährlich fallen in Osnabrück mehr als 19 Millionen Einweg-to-go-Becher und Essensboxen als Abfall an, viele davon landen achtlos entsorgt im öffentlichen Raum oder der Umwelt. Die daraus resultierenden Kosten für die Stadt sind erheblich. Neben den direkten Entsorgungskosten durch das Wegräumen falsch entsorgter Verpackungen belasten auch die Bereitstellung und Leerung öffentlicher Abfallbehälter die städtischen Finanzen. Mit der neuen Steuer soll nicht nur der Müll reduziert, sondern auch eine gerechtere Verteilung der Entsorgungskosten erreicht werden.

Signalwirkung für andere Städte

Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe, begrüßt den Beschluss der Stadt Osnabrück als überfälligen Schritt und sieht darin ein wichtiges Signal für weitere Städte. Sie fordert, dass mehr Kommunen dem Beispiel von Osnabrück, Konstanz und Tübingen folgen sollten. „Der Handlungsdruck auf Bundesumweltminister Carsten Schneider für eine bundesweite und flächendeckende Einweg-Verpackungssteuer wächst mit jeder Kommune, die mutig vorangeht“, so Metz.

Ein Weg zu weniger Müll

Die Steuer auf Einwegverpackungen ist Teil eines umfassenderen Ansatzes, um die Müllmengen zu reduzieren und die Umwelt zu entlasten. Durch finanzielle Anreize sollen Verbraucher dazu bewegt werden, wiederverwendbare Alternativen zu nutzen.

Quelle: Deutsche Umwelthilfe