Pack’s mit Papier: Mit der Katze auf Tour für den Verpackungswandel

Mit einer überlebensgroßen Origami-Katze tourt Koehler Paper durch Deutschland und zeigt im direkten Dialog mit Industrie und Handel, was papierbasierte Verpackungen heute im Kreislauf leisten.
Philipp Prechtl, Vorstand Strategie bei der Koehler-Gruppe, mit der Origami-Katze beim Start der Tour in Kehl. Bild: Koehler Paper

Eine überlebensgroße Origami-Katze, mehr als 4.000 Kilometer quer durch Deutschland, Stopps bei Handelsunternehmen und Markenherstellern: Mit der Roadshow „Pack’s mit Papier“ hat Koehler Paper ein ungewöhnliches Format gewählt, um über die Zukunft flexibler Verpackungen zu sprechen.

PPWR als Treiber des Verpackungswandels

Hintergrund sind die steigenden Anforderungen an kreislauffähige Verpackungen. Die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) und ihre Umsetzung in nationales Recht – das Verpackungsdurchführungsgesetz kam am 16. April 2026 zur ersten Lesung in den Bundestag – stellen Hersteller, Marken und Handel vor die Aufgabe, Verpackungen konsequent auf Recyclingfähigkeit und Materialeffizienz auszurichten. Papier rückt dabei zunehmend in den Fokus, insbesondere dort, wo Barrierepapiere bereits heute eine echte Alternative zu Kunststoff sind.

Koehler Paper, ein Unternehmen der Koehler-Gruppe aus dem badischen Oberkirch, stellt Spezialpapiere unter anderem für Verpackungen von Lebensmittel- und Drogerieprodukten her. Ziel der Aktion: Hersteller und Handel für das Thema zu sensibilisieren und angesichts anspruchsvoller Regularien gangbare Optionen aufzuzeigen. Über das Verpackungsmaterial entscheidet dabei nicht der Papierhersteller allein – Einzelhandel und Markenhersteller spielen bei dieser Wahl eine zentrale Rolle. Genau dort macht die Katze Station.

Warum ausgerechnet eine Katze?

Die Katze steht mit ihren sprichwörtlich vielen Leben für die hohe Recyclingfähigkeit von Papier. Bild: Koehler Paper Die Katze steht mit ihren sprichwörtlich vielen Leben für die hohe Recyclingfähigkeit von Papier. Bild: Koehler Paper

Die sprichwörtlich vielen Leben einer Katze stehen für die hohe Recyclingfähigkeit von Papier: Bis zu 25-mal lassen sich die Fasern wiederverwerten und bleiben so lange im Materialkreislauf. Der Auftrag der Katze: Aufmerksamkeit für die Vorteile moderner Barrierepapiere schaffen. Zum Auftakt strich sie passend zur ersten Lesung des Verpackungsdurchführungsgesetzes durch das Berliner Regierungsviertel. Im Mai folgte ein Auftritt auf der Fachmesse interpack in Düsseldorf.

Acht Stationen im ersten Abschnitt

Von der politischen Bühne und der Messe ging es auf die Straße. Rund 20 Stationen umfasst die zweiteilige Tour, acht davon entfielen auf den ersten Abschnitt. Den Auftakt bildete am 8. Juni der Produktionsstandort Kehl, an dem die flexiblen Verpackungspapiere entstehen. Im Mittelpunkt stand dort die Frage, warum Verpackungen künftig konsequenter von ihrem Lebensende her gedacht werden müssen. In Ulm rückte die Rolle des Handels in den Mittelpunkt, der Veränderungen im Regal sichtbar beschleunigen kann.

Pack it in paper #1 – We’re letting the cat out of the bag again | Koehler Paper
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Wie anspruchsvoll ein Materialwechsel sein kann, zeigte der Besuch bei Ritter Sport in Waldenbuch: Schokolade stellt hohe Anforderungen an Produktschutz und Barrierewirkung, und nicht jede Sorte lässt sich auf die gleiche Weise verpacken. In Bad Wimpfen standen die Anforderungen großer Discounter im Fokus: Verpackungen müssen effizient, sicher, gut verarbeitbar und recyclingfähig sein. Dabei kann Papier auch bei Kostenaspekten wie EPR-Gebühren eine wichtige Rolle spielen.

Pack it in paper #4 – How do you make millions of packages recyclable? | Koehler Paper
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In Frankfurt am Main ging es um Einzelportionen und die Balance zwischen Geschmack, Frische, Stabilität und Materialeinsatz. In Schwalbach am Taunus stand das Thema Design for Recycling in den Mittelpunkt: Recyclingfähigkeit beginnt bereits in der Produkt- und Verpackungsentwicklung. Dass papierbasierte Verpackungen längst industrietauglich sind, zeigt nucao in Leipzig. Der Süßwarenhersteller verpackt sein gesamtes Sortiment mit Papier von Koehler Paper, auch auf Hochgeschwindigkeitsmaschinen. Der Abschluss des ersten Tourabschnitts erfolgte in Köln. Dort ging es um die Wirkung am Point of Sale, wo Verpackungen gleichzeitig schützen, informieren und Aufmerksamkeit erzeugen müssen.

Pack it in paper #7 episode – Can paper keep up with high packaging speed? | Koehler Paper
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An jeder Station stand damit ein anderes Verpackungsthema im Mittelpunkt – von Recyclingfähigkeit und Produktschutz über Materialeffizienz bis zu Markenwirkung und industrielle Verarbeitung. Die übergreifende Botschaft: Kreislauffähige Verpackungen entstehen nicht allein beim Papierhersteller, sondern im Zusammenspiel von Handel, Markenherstellern und Industrie.

Parallel findet die Kampagne auch digital statt: Eine Infotainment-Serie auf LinkedIn und auf packs-mit-papier.faz.net begleitet die Tour Station für Station und sorgt dafür, dass die Inhalte auch über die besuchten Standorte hinaus sichtbar werden.

Mit der Origami-Katze im Gepäck reist Koehler Paper quer durch Deutschland, um über die Zukunft flexibler Verpackungen zu sprechen. Bild: Koehler Paper

Fortsetzung im Herbst

Ab Anfang September setzt Koehler Paper die Roadshow fort und besucht weitere Unternehmen aus Handel und Markenwelt. Den Abschluss bildet das symbolische Recycling der Katze im Werk von Koehler Paper im thüringischen Greiz. Dort entsteht aus Altpapier Premium-Recyclingpapier aus 100 Prozent Sekundärfasern. Eine symbolische Wiedergeburt, die anschaulich macht, worum es bei kreislauffähigen Verpackungen letztlich geht: Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten.

Weitere Partner, die sich an der Aktion beteiligen, sind dabei ausdrücklich willkommen: Den Wechsel zu kreislauffähigen Verpackungen schafft kein Unternehmen allein, er gelingt nur im Zusammenspiel von Papierherstellern, Marken, Handel und Verwertung.

Erfahren Sie mehr über Verpackungen aus Papier:  packs-mit-papier.faz.net