Perlen Papier bringt Papierflasche auf den deutschen Markt

Perlen Papier hält die Produktionsrechte für innovative Faserflaschen des britischen Herstellers Pulpex und bringt die umweltfreundliche Alternative zu Glas und Kunststoff auf den deutschen Markt.
(Bild: Perlen Packaging)

Der Schweizer Papierhersteller Perlen Papier hält die exklusiven Produktionsrechte für neuartige Papierflaschen von Pulpex in Süddeutschland, Österreich, Italien und der Schweiz. Die patentgeschützte Technologie ermöglicht die Herstellung leichter und recyclingfähiger Flaschen aus gegossenen Papierfasern. Je nach Anwendung erreichen sie Haltbarkeiten von mehr als 24 Monaten.

Die Papierflasche von Perlen Papier basiert auf einer patentierten Faserguss-Technologie des britischen Unternehmens Pulpex. Diese Technologie ermöglicht die Herstellung von Flaschen aus gegossenen Papierfasern, die leicht, stabil und wasserfest sind. Der einteilige Flaschenkörper wird im Nassformverfahren aus Zellulosefasern geformt und getrocknet. Anschließend wird die Innenseite mit einer dünnen, lebensmittelechten und plastikfreien Barriereschicht versehen. Klebstoffe werden bei der Herstellung nicht benötigt. Die eingesetzten Fasern stammen aus zertifizierter nachhaltiger Forstwirtschaft oder aus aufbereitetem Altpapier.

Die Flaschen sind für eine Vielzahl von Produkten geeignet, darunter stille Getränke, milchbasierte Lebensmittel, Öle, Wein, Spirituosen sowie Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Eine lebensmittelechte und geruchsneutrale Barriere schützt den Inhalt vor Feuchtigkeit und Sauerstoff, was Haltbarkeiten von mehr als 24 Monaten ermöglicht.

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein wesentlicher Vorteil der Pulpex-Technologie ist die Recyclingfähigkeit der Papierflaschen. Sie können über bestehende Papierrecyclingströme verarbeitet werden, was dem wachsenden Bedürfnis nach umweltfreundlichen Verpackungen entgegenkommt. Zudem weist die Papierflasche in einer Cradle-to-Gate-Betrachtung einen um 90 Prozent geringeren CO₂-Fußabdruck als eine vergleichbare Glasflasche auf und liegt 30 Prozent unter dem einer PET-Flasche. Das geringere Gewicht der Flasche reduziert zudem Transportaufwand und Logistikkosten.

(Bild: Pulpex)

Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

Die Papierflaschen sind in Standardgrößen von 300, 500 und 750 Millilitern erhältlich, mit Plänen zur Erweiterung des Spektrums auf 200 bis 1.000 Milliliter. Das Fasergussverfahren ermöglicht zudem individuelle Flaschenformen und Markendesigns durch integrierten Digitaldruck oder Etikettierung. Die Flaschen sind mit gängigen Abfüllverfahren kompatibel und lassen sich in bestehende Infrastrukturen integrieren.

Deutschland als Schlüsselmarkt

Deutschland, mit seiner hohen Dichte an innovativen Lebensmittelproduzenten und starken regionalen Clustern in der Kosmetikherstellung, hat das Potenzial, ein Vorreiter beim Einsatz dieser neuartigen Verpackungslösung zu werden. Für Markenhersteller bietet sich die Möglichkeit, den Materialeinsatz ihrer Verpackungen zu überdenken und Glas oder Kunststoff durch eine faserbasierte Lösung zu ergänzen.

Dr. Florian Geiger, CEO der Perlen Papier AG und der Perlen Industrieholding AG:

„Für Markenhersteller und Abfüller in Deutschland ist Nachhaltigkeit bei Verpackungen längst kein Zusatznutzen mehr – sie muss mit Produktschutz, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit zusammengehen. Genau darauf ist die Faserflasche ausgelegt: Sie ist leicht, recycelbar, leistungsfähig und lässt sich in bestehende Abfüllprozesse integrieren. Mit der geplanten Produktion in der Schweiz schaffen wir zudem kurze Wege zu einem der wichtigsten Industriemärkte Europas und können Kunden insbesondere in Süddeutschland künftig direkt aus der Region beliefern.“

Florian Geiger, CEO der Perlen Papier AG

Die Faserflaschen von Pulpex sind bereits heute verfügbar. Perlen Papier prüft darüber hinaus, die Flaschen ab Ende 2027 am Standort Perlen im Schweizer Kanton Luzern zu produzieren. Damit soll für Kunden in Deutschland künftig eine geografisch nahe Produktionsquelle entstehen.

Quelle: Perlen Industrieholding