Potsdam startet Verpackungssteuer für Einweg

Seit dem 1. Oktober erhebt Potsdam eine Verpackungssteuer auf Einwegverpackungen. Gleichzeitig unterstützt die Stadt Betriebe mit Fördermitteln beim Umstieg auf Mehrweglösungen.
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Seit dem 1. Oktober 2026 gilt in Potsdam eine kommunale Verpackungssteuer. Sie betrifft vor allem Einwegverpackungen für Speisen und Getränke zum unmittelbaren Verzehr und soll nach Angaben der Stadt den Einsatz von Mehrweg fördern.

Für nicht wiederverwendbare Becher, Teller und Schalen werden 50 Cent je Einheit fällig. Einwegbesteck wird mit 20 Cent je Einheit besteuert. Betriebe, die ausschließlich Mehrwegverpackungen einsetzen oder auf Einweg verzichten, müssen keine Verpackungssteuer entrichten. Nicht betroffen sind zudem klassische Wareneinkäufe, bei denen die Produkte mitgenommen und erst später verzehrt werden.

Förderung für Mehrweglösungen

Mit der Steuer will Potsdam zugleich die Abfallmenge im öffentlichen Raum reduzieren. Nach Angaben der Stadt kosten Aufstellung, Unterhaltung und Entleerung öffentlicher Abfallbehälter jährlich rund 950.000 Euro.

Für Gastronomiebetriebe und Vereine stellt Potsdam bis 2028 insgesamt 170.000 Euro für den Umstieg auf Mehrweg bereit. Gefördert werden unter anderem Beiträge für die Nutzung von Mehrwegpoolsystemen und die Anschaffung von Mehrweggeschirr und -besteck mit jeweils bis zu 500 Euro je Betriebsstätte. Für Spülmaschinen sind Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro vorgesehen.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte die Einführung der Verpackungssteuer im März beschlossen. Ursprünglich sollte sie bereits zum 1. Juli 2026 gelten. Der Start wurde um drei Monate verschoben, um den betroffenen Betrieben mehr Zeit für die Umstellung zu geben.

Quelle: Landeshauptstadt Potsdam