Refresher-Boom: Zukunftssicher verpackt in Bag-in-Box

Bag-in-Box-Systeme werden zum Rückgrat der Getränkeinnovationen im Foodservice. Sie bieten eine flexible und nachhaltige Lösung für die wachsende Nachfrage nach erfrischenden Getränken.
(Bild: KI-generiert)

Refresher sind eine der am schnellsten wachsenden Getränkekategorien im Gastronomiebereich. Die Nachfrage nach diesen erfrischenden, kohlensäurefreien Getränken steigt rasant und stellt die Infrastruktur und Logistik von Restaurantbetreibern weltweit auf die Probe stellt. Eine vielversprechende Lösung für diese Herausforderung ist ein Bag-in-Box-System. Verpackungshersteller SIG entwickelt Bag-in-Box-Lösungen speziell für den schnelllebigen Gastronomiebereich. 

Die Bag-in-Box-Technologie bietet eine effiziente Möglichkeit, Getränke in großen Mengen zu lagern und auszuschenken, ohne dass Qualitätseinbußen entstehen. Diese Systeme sind besonders für die Kategorie der Refresher geeignet, da sie den Geschmack und die Farbe der Getränke bewahren und gleichzeitig die betriebliche Effizienz steigern. Caleb Bryant, Category and Insights Manager für Nordamerika bei SIG, betont die Bedeutung dieser Systeme: „Unsere Aufgabe ist es, die Lücke zwischen den Ambitionen und der betrieblichen Realität zu schließen.“

Herausforderungen der Refresher-Kategorie

Die Einführung von Refreshers in das Sortiment großer Ketten wie McDonald’s und Starbucks zeigt das Potenzial dieser Getränke. Doch mit der steigenden Nachfrage kommen auch Herausforderungen. Die Rezepturen sind oft komplex, was die Zubereitung in Restaurants verlangsamt und die Personalressourcen belastet. Zudem besteht ein hohes Risiko für Qualitätsverluste, wenn die Getränke nicht korrekt gelagert oder ausgeschenkt werden.

Lebendige Farben, Fruchteinlagen, die zum Fotografieren der Drinks und Teilen über Social Media anregen, und spannende fruchtbetonte Geschmacksprofile machen Refreshers ohne Kohlensäure wie geschaffen für ein geselliges Beisammensein. (Bild: KI-generiert)

Bag-in-Box als Lösung

Bag-in-Box-Systeme bieten eine Lösung für diese Herausforderungen. Sie ermöglichen eine sichere und hygienische Lagerung der Getränke, minimieren Abfall durch nahezu vollständige Entleerung und sind kompatibel mit modernen Ausschankanlagen. Diese Systeme sind nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig, da sie weniger Verpackungsmaterial benötigen und die Raumnutzung optimieren.

„Bei SIG entwickeln wir Bag-in-Box-Lösungen speziell für den schnelllebigen Gastronomiebereich. Das beginnt bei Barrierefolien, die so konzipiert sind, dass sie die Produktintegrität über die gesamte Lieferkette hinweg gewährleisten, und erstreckt sich bis hin zu Verschlüssen, Verbindungsstücken und Abfülltechnologien, die nahtlos mit einer Vielzahl von Dispenser-Systemen zusammenpassen.“

Caleb Bryant, Category and Insights Manager für Nordamerika bei SIG

Die Bag-in-box-Systeme von SIG für den Foodservice bieten unter anderem eine sichere, in sich geschlossene Produktausgabe, die Produkte und Endverbraucher vor Verunreinigungen schützt. Sie ermöglichen zudem eine Produktentleerung von bis zu 99 Prozent, wodurch Abfall minimiert und die Produktentnahme aus jeder Packung maximiert wird. Einfache Schlauchverbindungen und Schnellkupplungssysteme sorgen für schnelle Umrüstungen mit minimalem Produktkontakt. Damit ist Bag-in-box nicht nur ein Mittel zum Transport großer Produktmengen, sondern eine Plattform für gleichbleibende, kosteneffiziente Getränkeerlebnisse.

Als die weltweit größte Schnellrestaurantkette in diesem Jahr eine neue Reihe von „Refreshers“ auf den Markt brachte signalisierte sie damit auch, dass eine der am schnellsten wachsenden Getränkekategorien im Gastronomiebereich nun den Mainstream erreicht hat. (Bild: KI-generiert)

Zukunftssicher

Da sich das Sortiment der Refresher weiterentwickelt – von reinen Fruchtvarianten hin zu funktionellen oder besonders proteinreichen Sorten –, müssen sich Equipment, Verpackungen und Rezepturen entsprechend anpassen lassen. Der Ansatz von SIG besteht darin, von Anfang an auf Flexibilität zu setzen. Das BIB-Portfolio für den Foodservice umfasst daher Lösungen, die für Volumenspannen von 1,5 bis 20 Liter ausgelegt sind. Für Betreiber bedeutet das hohe Volumenflexibilität, die Möglichkeit, Konzentrate zu verwenden, die vor Ort mit Wasser gemischt werden und das Transportgewicht erheblich reduzieren. Aseptische Optionen verlängern zudem die Haltbarkeit ungeöffneter Produkte ohne Kühlkette auf bis zu ein Jahr – ideal für globale Markteinführungen und komplexe Vertriebsnetze

Caleb Bryant (Bild: SIG)

„Bei der Zukunftssicherung geht es nicht darum, jeden Geschmackstrend vorherzusagen“, sagt Caleb Bryant. „Es geht darum, Systeme aufzubauen, die flexibel sind, wenn beispielsweise Betreiber in Südostasien einen Mango-Litschi-Refresher, in Lateinamerika einen Hibiskus-Zitrus-Drink oder in Japan einen Yuzu-Grüntee auf den Markt bringen wollen – ohne die gesamte Back-of-House-Infrastruktur neu überdenken zu müssen.“

Das sei entscheidend für die Vielseitigkeit auf globaler Ebene. Zwar variieren die Geschmacksprofile je nach Region, doch die zugrunde liegenden Anforderungen – ein margenstarkes, gekühltes, alkoholfreies Getränk, das jüngere Verbraucher begeistert und den betrieblichen Rahmenbedingungen entspricht – sind bemerkenswert einheitlich. Eine robuste BIB-Plattform ermöglicht es Markeninhabern, Rezepturen regional anzupassen und gleichzeitig die entscheidenden Prozesse des Produktschutzes, der Abfüllung und der Produktentnahme zu standardisieren.

Vom Trend zur langfristigen Plattform

Die „Refresher“-Story zeigt, wie schnell sich eine Getränkekategorie vom Nischenprodukt zum Massenprodukt entwickeln kann, wenn mehrere Verbrauchertrends aufeinandertreffen. Eine Analyse von Datassential zeigt, dass es in der ersten Hälfte 2026 bereits mehr Markteinführungen von „Refreshers“ gab als im gesamten Jahr 2025, doch die Getränke stehen immer noch auf weniger als zwei Prozent der Speisekarten US-amerikanischer Restaurants, und nur ein Drittel der Verbraucher gibt an, jemals einen Refresher probiert zu haben. Diese Lücke deutet auf erhebliches Wachstumspotenzial hin.

Zweitens verdeutlicht die „Refresher“-Entwicklung, wie zentral die Verpackungstechnologie sowohl für die Innovation als auch für das Risikomanagement geworden ist. Entscheidungen über Bag-in-Box-Systeme, aseptische Verarbeitungsmöglichkeiten und die Kompatibilität mit Ausschankanlagen sind mittlerweile eng mit der Menüstrategie, den Personalmodellen und den Nachhaltigkeitszielen verflochten.

Wie es mit der Kategorie weitergeht

„Mit Blick auf die Zukunft erwarten wir, dass sich der Markt für Refreshers weiter fragmentieren und in Richtung Premium-Segment entwickeln wird: mehr regionale Geschmacksrichtungen, mehr funktionale Varianten und mehr Crossover-Produkte in den Bereichen Energie- und Proteingetränke. Gleichzeitig wird das wirtschaftliche Umfeld weiterhin herausfordernd bleiben“, erläutert Bryant. Diese Kombination werde Systeme begünstigen, die die Gesamtbetriebskosten in den Bereichen Verpackung, Logistik und Personal senken sowie schnellere Konzepttests und Markteinführungen ermöglichen, einschließlich zeitlich begrenzter Angebote. 

Caleb Bryant: „Für SIG liegt genau hier der Schwerpunkt des Bag-in-Box- und des gesamten Foodservice-Portfolios. Durch die Kombination fundierter Branchenkenntnisse mit jahrzehntelanger technischer Expertise bieten wir Betreibern kurzfristig zukunftssichere Plattformen für Getränke wie beispielsweise Refreshers, ohne dabei Kompromisse bei Qualität oder Nachhaltigkeit einzugehen.“

Quelle: SIG