Schottland plant strengere Verpackungsregeln für Vapes

Für Vapes und andere Nikotinprodukte sieht die Konsultation ein deutlich reduziertes Verpackungsdesign vor.
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Die schottische Regierung hat eine Konsultation zu Verpackung, Gestaltung und Warenpräsentation von Tabak-, Vape- und Nikotinprodukten gestartet. Sie ist Teil einer britischen Konsultation, die neue Vorgaben für Tabak-, Vape- und Nikotinprodukte im gesamten Vereinigten Königreich vorsieht. Ziel ist es nach Angaben der Regierungen, die Attraktivität der Produkte insbesondere für Kinder und Jugendliche zu verringern und den Gesundheitsschutz zu stärken.

Die Konsultation erfüllt eine Zusage der schottischen Regierung für ihre ersten 100 Tage im Amt und baut auf dem Tobacco and Vapes Act 2026 auf. Das Gesetz trat im April 2026 in Kraft und schafft neue Befugnisse, um Verpackungen, Produktgestaltung, Aromen, Inhaltsstoffe und die Präsentation von Tabak- und Nikotinprodukten im Handel zu regulieren. Bereits im vergangenen Jahr war im Vereinigten Königreich der Verkauf von Einweg-Vapes verboten worden.

Nach Angaben der schottischen Gesundheitsministerin Maree Todd habe die Nutzung von Vapes insbesondere unter Kindern und Jugendlichen zugenommen. Fast jedes fünfte Kind habe bereits ein Vape-Produkt ausprobiert. Farbenfrohe Verpackungen und auffällige Warenpräsentationen würden gezielt eingesetzt, um junge Menschen anzusprechen. Deshalb werde nun über neue Vorgaben für Vermarktung und Verkauf beraten.

Einheitliche Verpackungen für Tabakprodukte

Für Tabakprodukte, erhitzte Tabakprodukte, Kräuterrauchprodukte und Zigarettenpapier schlägt die britische Regierung eine Ausweitung der bereits für Zigaretten geltenden Einheitsverpackungen vor. Vorgesehen sind Verpackungen in der dunkelbraunen Farbe Pantone 448C mit matter Oberfläche sowie stark eingeschränkte Markenkennzeichnungen. Ergänzend werden zusätzliche Text- und Bildwarnhinweise sowie Packungsbeilagen mit Informationen zur Rauchentwöhnung vorgeschlagen.

Auch Geräte für erhitzten Tabak sollen künftig nur noch in der Farbe Pantone 448C erhältlich sein. Dekorative Beleuchtung, auffällige Logos und digitale Displays mit werblichen Inhalten sollen entfallen.

Weiße Verpackungen für Vapes

Für Vapes und andere Nikotinprodukte sieht die Konsultation ein deutlich reduziertes Verpackungsdesign vor. Verpackungen sollen überwiegend weiß gestaltet werden. Logos, Bilder und andere Werbeelemente sollen weitgehend entfallen. Markennamen und Pflichtangaben dürften nur noch in festgelegten Schriftarten, Farben und Größen erscheinen.

Darüber hinaus sollen Form und Material der Verpackungen vereinheitlicht werden. Geplant sind Einschränkungen für glänzende Oberflächen, holografische Effekte und fühlbare Strukturen. Verpackungen sollen außerdem kindersicher und manipulationsgeschützt ausgeführt sein.

Auch die Produktbezeichnungen könnten stärker reguliert werden. Geschmacksrichtungen sollen sich auf eine eindeutig erkennbare Geschmacksangabe wie Apfel oder Erdbeere beschränken. Fantasienamen sowie Bezeichnungen aus den Bereichen Süßwaren, Desserts oder Getränke sollen nach den Plänen eingeschränkt werden. Für Vape-Geräte sind künftig nur noch weiße, schwarze oder graue Gehäuse mit matter Oberfläche vorgesehen.

Neue Vorgaben für den Verkauf im Handel

Neben den Verpackungen will die britische Regierung auch die Präsentation der Produkte im Handel stärker regulieren. In Schottland sollen Vapes, Nikotinprodukte, Geräte für erhitzten Tabak und Kräuterrauchprodukte grundsätzlich nicht mehr offen ausgestellt werden. Eine Sichtbarkeit wäre nur noch auf ausdrücklichen Kundenwunsch während des Verkaufsvorgangs vorgesehen.

Die Regierung verweist darauf, dass Studien bunte Verpackungen, auffällige Designs und süß klingende Geschmacksbezeichnungen mit einer höheren Attraktivität für Kinder und Jugendliche in Verbindung bringen. Die Konsultation läuft im gesamten Vereinigten Königreich zwölf Wochen. Für neue Verpackungsvorschriften wird eine Übergangsfrist von mindestens zwölf Monaten vorgeschlagen.

Quelle: The Scottish Government