Starbucks sucht neue Materialien für plastikfreie Kaltgetränkebecher

Für die „Starbucks Global Cold Cup Innovation Challenge“ stellt das Unternehmen Preisgelder von insgesamt 100.000 US-Dollar bereit.
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Starbucks hat einen internationalen Innovationswettbewerb für neue Materialien für Einwegbecher und Deckel gestartet. Gesucht werden transparente, vollständig plastikfreie und kompostierbare Materiallösungen für Kaltgetränkebecher. Für die „Starbucks Global Cold Cup Innovation Challenge“ stellt das Unternehmen Preisgelder von insgesamt 100.000 US-Dollar bereit.

Hintergrund ist nach Angaben von Starbucks das weltweit wachsende Geschäft mit Kaltgetränken. Bisherige Verpackungsmaterialien erforderten häufig einen Kompromiss zwischen Transparenz, Stabilität und dem Verzicht auf Kunststoffe. Mit dem über die Innovationsplattform Innocentive ausgeschriebenen Wettbewerb will Starbucks deshalb Materialkonzepte identifizieren, die sich perspektivisch für Becher und Deckel in unterschiedlichen Märkten einsetzen lassen.

Plastikfrei, transparent und kompostierbar

Zu den zentralen Anforderungen gehört der vollständige Verzicht sowohl auf fossile Kunststoffe als auch auf pflanzenbasierte Biokunststoffe, die konventionelle Kunststoffe nachbilden. Das Material soll zudem kompostierbar sein und einen klaren Weg zu einer entsprechenden Zertifizierung aufweisen. Gefordert wird außerdem eine hohe Transparenz mit einem Trübungswert von höchstens fünf Prozent nach ASTM D1003.

Weitere Kriterien betreffen unter anderem Lebensmitteltauglichkeit, Geschmacks- und Geruchsneutralität sowie eine ausreichende Steifigkeit, damit Deckel aufgesetzt werden können, ohne den Becher zu verformen. Das Material soll zudem Temperaturen von Espresso-Shots standhalten.

Starbucks verlangt darüber hinaus, dass ein mit Eiswasser gefüllter Becher einen Fall aus einem Meter Höhe ohne Rissbildung übersteht. Flüssigkeiten sollen mindestens 24 Stunden ohne Leckage aufgenommen werden können. Erwünscht ist außerdem Recyclingfähigkeit beziehungsweise zumindest die Vermeidung negativer Auswirkungen auf bestehende Recyclingströme.

Produktion im industriellen Maßstab gefordert

Die vorgeschlagenen Materialien sollen grundsätzlich in Mengen von mindestens mehreren hundert Tonnen pro Jahr hergestellt und mit bestehenden Verfahren wie Spritzgießen, Thermoformen oder Becherformmaschinen verarbeitet werden können. Ausgeschlossen sind unter anderem Materialien mit messbaren Spuren von PVC, PVDC, Polystyrol, Bisphenol A, PFAS, Orthophthalaten oder oxo-abbaubaren Additiven.

Zugelassen sind Lösungen mit einem Technology Readiness Level von 1 bis 6. Starbucks erwartet dabei keine reine Literaturstudie, sondern wissenschaftlich begründete Materialkonzepte mit einem konkreten Entwicklungsweg. Ausgewählte Lösungen sollen nach der theoretischen Bewertung in Validierungs- und Prototyping-Phasen überführt werden können.

Das gesamte Preisgeld beträgt 100.000 US-Dollar. Einzelne Lösungen können mit bis zu 50.000 US-Dollar ausgezeichnet werden, die Mindesthöhe eines vergebenen Preises liegt bei 20.000 US-Dollar. Für ausgezeichnete Lösungen ist grundsätzlich die Übertragung der exklusiven Rechte am geistigen Eigentum an Starbucks vorgesehen. Einsendeschluss ist der 14. September 2026.

Quelle: Innocentive