Steriline bringt KI in die aseptische Abfüllung

Steriline präsentiert auf der CPHI Milan 2026 die robotische Abfülllinie VKSFCM11. Die Anlage für sterile Pharmaanwendungen kombiniert flexible Verarbeitung mit KI-gestützter Prozessüberwachung.
Bild: Steriline

Steriline präsentiert auf der CPHI Milan 2026 die robotische Abfülllinie VKSFCM11. Die Anlage für sterile Pharmaanwendungen kombiniert flexible Verarbeitung mit KI-gestützter Prozessüberwachung und ist insbesondere für kleine Chargen sowie Zell- und Gentherapien ausgelegt.

Die VKSFCM11 arbeitet unter einem Isolator und verarbeitet unterschiedliche Behältertypen. Nach Angaben des Herstellers eignet sich die Linie für Produkte mit hoher und sehr hoher Wertschöpfung sowie für Forschung und Entwicklung, Pilotchargen und kleine Produktionsmengen.

Kameras und KI überwachen den Prozess

In die Anlage integriert Steriline das neue OmniAI-Vision-System. Die Plattform kombiniert Kameras mit KI-gestützter Verarbeitung und Auswertung der gewonnenen Daten. Dadurch soll sich unter anderem die Zahl der benötigten Sensoren und Kameras reduzieren lassen. Gleichzeitig will Steriline den laminaren Luftstrom optimieren und die Anforderungen von Annex 1 unterstützen.

„Dank KI können wir die Bilder der innerhalb der Produktionslinie positionierten Kameras analysieren“, sagt Alessandro Caprioli, Product Development Director bei Steriline. „Diese Kameras befinden sich außerhalb des Abfüll-, Verschließ- und Bördelbereichs, entsprechen damit dem ‚First Air‘-Konzept, bieten größere Sichtfelder und ermöglichen es uns, eine größere Zahl von Funktionen zu überwachen. Das bietet unseren Kunden klare Vorteile.“

Die VKSFCM11 verfolgt zudem einen sogenannten Zero-Loss-Ansatz. Damit richtet Steriline die Anlage insbesondere auf Anwendungen aus, bei denen hochwertige pharmazeutische Produkte verarbeitet und Produktverluste möglichst vermieden werden sollen.

Predictive Maintenance für Fill-Finish-Linien

Auf der CPHI stellt Steriline außerdem die Plattform OptiLAIN vor. Sie dient der kontinuierlichen Zustandsüberwachung der gesamten Linie und der vorausschauenden Wartung. Während OmniAI Vision den Prozess mithilfe von Kameras überwacht, verarbeitet OptiLAIN Informationen der weiteren Sensoren innerhalb der Anlage.

Beide Systeme sind Teil einer Digitalisierungsstrategie für Fill-Finish-Linien. Bilder, Sensordaten und Algorithmen sollen dabei gemeinsam zur Prozesskontrolle, zur Unterstützung regulatorischer Anforderungen und zur Verringerung betrieblicher Risiken beitragen.

Steriline zeigt die VKSFCM11 auf der CPHI Milan 2026 vom 6. bis 8. Oktober an Stand 9A58.

Quelle: Steriline