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Fünf Fragen an Marcel Kiessling (Gerhard Schubert GmbH)

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Fünf Fragen an
pj06_2017
Interview
Thema: Aus den Unternehmen

Seit dem 1. Mai 2017 verstärkt Marcel Kiessling die Geschäftsführung bei der Gerhard Schubert GmbH, Crailsheim. Bereits am 1. November 2016 wurde der erfahrene Manager mit über 25-jähriger Expertise im Maschinenbau in seine Verantwortungsbereiche als Geschäftsführer Vertrieb, Service und Marketing eingeführt.

pj: Herr Kiessling, wo liegen aktuell die Schwerpunkte bei Schubert?

Marcel Kiessling: Die Schwerpunkte bei Schubert liegen momentan in der Abarbeitung eines vollen Auftragsbuchs und in der Auswertung der interpack, auf der wir neue Technologien wie unser Flowmodul vorgestellt haben. Mit der Entwicklung unseres Pharmabereichs sind wir zufrieden und werden uns zukünftig auch noch stärker auf Cosmetics konzentrieren.

pj: Welche besonderen Herausforderungen gab es für Sie bisher in der neuen Verantwortung?

Marcel Kiessling: … viele Kennenlern-Gespräche mit Mitarbeitern und Kunden und eine steile Lernkurve! Ich war viel unterwegs, um unsere internationalen Kunden und Geschäftspartner kennenzulernen und einen persönlichen Kontakt aufzubauen – allen voran natürlich zu den Kolleginnen und Kollegen vor Ort in Crailsheim. Sie haben mir die einzelnen Arbeitsabläufe, z. B. in der Vor- und Endmontage unserer TLM-Maschinen, genau erklärt. Dazu kamen Schulungen in der Schubert-Akademie.

FFT 4 Schubert Flowmodul

Das Flowmodul von Schubert ist vollständig in die schaltschranklose TLM-Maschine integriert. Bild: Schubert

pj: Wie schätzen Sie die wirtschaftliche Lage ein?

Marcel Kiessling: Grundsätzlich stimmt das wirtschaftliche Umfeld. Was mir Sorge bereitet, sind die protektionistischen Tendenzen in den USA. Das Problem der USA sind nicht zu hohe Importe, die man mit Importzöllen reduzieren muss, sondern zu geringe Exporte. Und da muss man sich fragen, ob das nicht an der zu geringen Wettbewerbsfähigkeit einiger amerikanischer Produkte liegt.

pj: Welche Auswirkungen erwarten Sie für Schubert?

Marcel Kiessling: Aktuell haben wir viele gute Projekte in den USA und müssen sehen, was die Regierung Trump entscheidet. Aber wir verfolgen die Entwicklung aufmerksam, und ich reise regelmäßig in meine zweite Heimat, die USA.

pj: Worin sehen Sie die wichtigsten Aufgaben und Trends der Branche?

Marcel Kiessling: Der Trend zur Automatisierung und stärkeren Integration von Prozessschritten im Verpackungsprozess ist ungebrochen, und wir werden diese Entwicklung als Markt- und Technologieführer weiter vorantreiben. Neu ist aus unserer Sicht eine stärkere Vernetzung mit unseren Kunden und Maschinen auf der Basis von Cloud-Technologien. Wir sehen hier großes Potenzial, zusätzlichen Wert für unsere Kunden zu schaffen und unseren Service viel stärker präventiv auszurichten. Wir haben auf der interpack unsere Cloud-Lösung GRIPS.world erstmals dem Fachpublikum vorgestellt.

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