PPWR: Verpackungsdaten zentral verwalten

Die EU-Verpackungsverordnung erfordert umfassende Transparenz im Verpackungsmanagement. SAP bietet Lösungen zur Integration von Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten.
(Bild: DSC Software/KI-gneriert)

Mit der neuen EU-Verpackungsverordnung (PPWR) verschärft die Europäische Union die Anforderungen an Verpackungen entlang ihres gesamten Lebenszyklus. Unternehmen müssen künftig deutlich genauer nachweisen können, welche Materialien in ihren Verpackungen enthalten sind, wie hoch Recyclinganteile ausfallen und ob alle regulatorischen Vorgaben erfüllt werden. Eine Frage bleibt oft unbeantwortet: Woher kommen eigentlich die Informationen, die dafür benötigt werden?

In vielen Unternehmen der Verpackungs- und Prozessindustrie liegen Produktdaten, Verpackungsspezifikationen, Artwork-Dateien und regulatorische Informationen in unterschiedlichen Systemen. Verpackungsentwicklung, Marketing, Qualitätsmanagement, Regulatory Affairs und externe Agenturen arbeiten mit eigenen Datenständen. Die Folge sind Medienbrüche, Doppelpflege und ein hoher Abstimmungsaufwand.

Besonders im Hinblick auf die PPWR können solche Informationssilos zum Risiko werden, da Compliance nur so belastbar ist wie die zugrunde liegenden Daten. Fehlende Transparenz erschwert nicht nur das Reporting, sondern auch die Nachweispflichten gegenüber Behörden und Handelspartnern.

SAP als integrative Lösung

Viele Unternehmen setzen bereits auf SAP-Systeme für die Verwaltung von Produkt- und Stammdaten. Verpackungen und Artwork werden jedoch oft separat verwaltet. Moderne, SAP-basierte Ansätze ermöglichen eine durchgängige Verwaltung von Produkt-, Verpackungs- und Artwork-Daten in einem gemeinsamen Kontext. Mit dem SAP Engineering Control Center können beispielsweise Verpackungsstrukturen, Materialinformationen und Artwork-Dateien direkt mit den zugehörigen Produkten verknüpft werden. Dadurch arbeiten alle Beteiligten auf derselben Datenbasis.

Eine zentrale Verwaltung von Verpackungsinformationen bietet zahlreiche Vorteile. Unternehmen profitieren von höherer Datenqualität, weniger manuellen Abstimmungen, geringeren Fehlerrisiken und schnelleren Freigabeprozessen. Zudem sind sie besser auf Compliance- und Nachhaltigkeitsreporting vorbereitet. Eine strukturierte und konsistente Verwaltung der Verpackungsdaten kann zu einer belastbaren ‚Single Source of Truth‘ führen.

Unternehmen stehen bei der Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) unter zunehmendem Zeitdruck. (Bild: DSC Software/KI-generiert)

Strategische Implementierung 

Die Implementierung von SAP-Lösungen für das Verpackungsmanagement erfordert eine ganzheitliche Betrachtung der bestehenden System- und Prozesslandschaft. Unternehmen müssen prüfen, welche SAP-Systeme bereits im Einsatz sind und wie intensiv die Zusammenarbeit mit externen Agenturen und Verpackungslieferanten erfolgt. Basierend auf diesen Analysen entwickelt die DSC Software AG gemeinsam mit Unternehmen eine Zielarchitektur für das Packaging- und Artwork-Management. Dabei wird nicht nur eine Lösung eingeführt, sondern eine durchgängige Verknüpfung von Produktdaten, Verpackungsstrukturen, Artwork-Prozessen und Compliance-Anforderungen innerhalb der bestehenden SAP-Landschaft geschaffen.

So entsteht eine zentrale Informationsbasis, auf die Entwicklung, Packaging, Marketing, Qualitätsmanagement und Regulatory Affairs gleichermaßen zugreifen können. Die nächsten Schritte werden transparent definiert – von der Analyse der Datenlandschaft über die Auswahl des passenden Betriebsmodells bis hin zur Umsetzung einer skalierbaren Plattform für nachhaltiges Verpackungsmanagement.

Die eigentliche Frage lautet daher nicht, ob Unternehmen ihre Verpackungsdaten digitalisieren sollten. Sondern ob sie es sich angesichts von PPWR, wachsender Variantenvielfalt und steigender Compliance-Anforderungen noch leisten können, ohne eine durchgängige Sicht auf Produkt, Verpackung und Artwork zu arbeiten.

Quelle: DSC Software AG