Klarer Look, voller Schutz: Korsische Bierkreation in Vetropack-Spezialflasche

Vetropack hat für eine besondere Bierkreation der korsischen Brauerei Pietra eine transparente Glasflasche entwickelt, die funktionalen UV-Schutz bietet. Hergestellt wird sie von Vetropack Straža in Kroatien.
Die Brasserie ließ für Pietra Limoncella erstmalig eine Flasche individuell anfertigen. (Bild: Vetropack)

Wenn Handwerkskunst, Innovation und Markenästhetik zusammenkommen, entstehen Glasflaschen, die mehr leisten können als konventionelle Gebinde. So wie bei der neuen Bierkreation „Limoncella“ der Brasserie Pietra auf Korsika: abgefüllt in einer transparenten Spezialflasche von Vetropack Straža.

Wer bis in die 1990er-Jahre nach Korsika reiste und dort ein einheimisches Bier trinken wollte, wurde enttäuscht. Die Insel war für vieles bekannt, beispielsweise für ihre eigene Sprache und ihren Käse, aber nicht für Bier. Dass es kein lokales Bier gab, stellten auch Dominique und Armelle Sialelli an einer Bar auf Korsika fest. Das aus Frankreich stammende Paar beschloss, das zu ändern. Sie eröffneten 1996 die Brasserie Pietra in Furiani nahe Bastia und brauten das erste korsische Bier. Es sollte lokale Identität und Geschmack vereinen. Benannt wurde die neu gegründete Brauerei nach Pietraserena, dem Heimatdorf der Familie Sialelli.

Die mittlerweile 30 Jahre alte Tradition ist zu einem Symbol Korsikas geworden. Insbesondere das während des Maischprozesses beigemischte Kastanienmehl verleiht ihm seinen einzigartigen Geschmack. Die Brauerei expandierte stetig und beschäftigt heute fast 50 Mitarbeitende. Inzwischen hat Hugo Sialelli die Geschäftsführung von seinen Eltern übernommen. Er setzt auf eine nachhaltige Produktion und will Konsumenten mit neuen Bierkreationen überzeugen.

Die Gründer Dominique und Armelle Sialelli mit ihrem Sohn Hugo Sialelli, dem heutigen Geschäftsführer. (Bild: Vetropack)

Der Geschmack korsischer Zitronen

Eine dieser Kreationen ist Pietra Limoncella. Sie wurde 2025 eingeführt. „Wir wollten etwas Frisches, ein Bier mit Zutaten aus Korsika, das vor allem jüngere Käuferinnen und Käufer zwischen 25 und 35 Jahren anspricht, die gern etwas Neues ausprobieren“, erläutert Sialelli. Das Ergebnis ist ein leichtes Weißbier mit dem typischen Geschmack korsischer Zitronen. Für dieses besondere Bier entwickelte Vetropack eine transparente Glasflasche, die die Frische und natürliche Farbe des Bieres betont und zugleich funktionalen UV-Schutz bietet. Es ist die erste individuell konzipierte Flasche, die die Brasserie Pietra für eines ihrer Biere einsetzte. Hergestellt wird sie von Vetropack Straža in Kroatien.

(Bild: Vetropack)

Bier in durchsichtiger Flasche

„Transparenz war eine zentrale Anforderung an die Flasche“, sagt Hugo Sialelli. „Der Zitronengeschmack ist etwas Wunderbares und deshalb soll die gelbe Bierfarbe Aufmerksamkeit erzeugen. Außerdem haben wir uns eine Flasche gewünscht, die sich von anderen Glasverpackungen abhebt und sich gut anfühlt.“ Die Brasserie Pietra entwickelte zunächst die Rezeptur für das neue Bier und entwarf danach intern ein erstes Flaschendesign.

Vetropack beliefert Pietra seit langer Zeit. „Ich bin hier im Unternehmen aufgewachsen. Und immer war die Rede von Vetropack. Wir haben seit Jahrzehnten ein gutes Verhältnis“, erinnert sich Sialelli. Pietra hat von Anfang an Standardflaschen von Vetropack bezogen und mit der Limoncella-Flasche die erste maßgefertigte Flasche angefragt. Denn neben dem Design ist die wichtigste Herausforderung für die Produktion einer durchsichtigen Bierflasche der UV-Schutz. „Bier wird zumeist in Braunglas abgefüllt, weil es hohe Anforderungen an den Produktschutz stellt. Wir wollten Pietra Limoncella aber in einer besonderen Flasche präsentieren und dennoch das Bier und sein Aroma schützen.“, kommentiert Hugo Sialelli.

UV-Schutz und Feederfärbung

Eindeutig eine Aufgabe für Vetropack Straža. Das Werk verfügt über die größte Vielfalt an Glasfarben innerhalb der Vetropack-Gruppe. Kleinere Produktionsserien von speziellen Farben und Farben mit UV-Schutz werden dort mithilfe eines Färbefeeders realisiert. Die Feederfärbung hat sich in den letzten Jahren als echter Innovationstreiber erwiesen, insbesondere für Brauereien, die flexible Farbkonzepte und funktionalen UV-Schutz benötigen.

(Bild: Vetropack)

Das Verfahren setzt nicht in der Schmelzwanne an, sondern direkt im Feeder: dem Zufuhrkanal, der das Glas zur Formmaschine führt und thermisch homogenisiert. Dort werden farbgebende Fritten, das sind vorglasige Partikel, die beim Einschmelzen den gewünschten Farbton erzeugen, gezielt dem farblosen Grundglas beigemischt.

„Für den UV-Schutz werden entsprechende Fritten hinzugefügt. Das Glas bleibt nahezu farblos, erhält aber vor allem am Flaschenboden einen leicht grünlichen Stich, da die Glasstärke dort höher ist. Das passt gut zu den grünen Farbnuancen auf den Etiketten. Dennoch kommt die Farbe des Bieres in der Flasche unverfälscht zur Geltung – bei gleichwertigem Schutz“, sagt Robert Zdolc, Leiter Technischer Kundendienst, Vetropack Straža.

Eine besondere Herausforderung stellte die Anpassung der Abfülllinie an die neue Flaschengeometrie dar. „Da wir bisher ausschließlich Standardflaschen verarbeitet haben, mussten die relevanten Prozessschritte für die Limoncella-Flasche erst neu ausgelegt werden. Dies betraf unter anderem die exakte Positionierung des Etiketts. Das Etikett ist – analog zur Etikettierfläche der Flasche – oval ausgeführt. Um eine reproduzierbar korrekte Ausrichtung sicherzustellen, benötigt das kamerabasierte Inspektionssystem definierte Orientierungspunkte auf der Flaschenoberfläche. Dafür war Vetropack als erfahrener Partner eine große Hilfe“, erläutert Hugo Sialelli.

4.000 Hektoliter im ersten Jahr

Die Flasche für das fruchtige Weißbier wurde so entwickelt, dass sie Produktfarbe, Frische und den mit Zitrone verfeinerten und mit korsischem Limoncellu abgerundeten Geschmack optimal zur Geltung bringt und gleichzeitig zuverlässigen Schutz vor UV-Licht bietet.

Schon kurz nach der Markteinführung gilt das Bier als Erfolg. Seit Markteinführung hat die Limoncella-Flasche sämtliche Erwartungen übertroffen. Es kommt sowohl auf Korsika als auch auf dem französischen Festland besonders gut an. Für das erste Jahr rechnete Pietra mit einer Menge von etwa 1.000 bis 1.500 Hektolitern: produziert wurden mehr als 4.000 Hektoliter. Für dieses Jahr erwartet der Unternehmer eine weitere Absatzsteigerung um etwa 50 Prozent.

Diese enge Beziehung sowie die 30-jährige Zusammenarbeit zwischen Pietra und Vetropack bilden ein starkes Fundament für weitere gemeinsame Projekte. Hugo Sialelli will die Entwicklung von Pietra mit weiteren neuen Bierprodukten fortsetzen und kann sich dabei weitere Kooperationen vorstellen. „Mir gehen bereits neue Vorhaben durch den Kopf“, sagt er abschließend. Vetropack Straža wird Pietra dabei gerne unterstützen.

http://www.vetropack.com

packaging journal 4/2026

Dieser Artikel ist im packaging journal 4/2026 (September) erschienen.