Vetropack hat im ersten Halbjahr 2026 mehr Glasverpackungen abgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Impulse kamen nach Angaben des Unternehmens vor allem aus dem Geschäft mit Getränkeverpackungen in Teilen Zentral- und Osteuropas. Gleichzeitig gerieten Ergebnis und Marge deutlich unter Druck.
Die Nettoerlöse der Vetropack-Gruppe beliefen sich im ersten Halbjahr auf 404,6 Millionen Schweizer Franken und lagen damit 2,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zu konstanten Wechselkursen ergab sich dagegen ein Wachstum von 0,7 Prozent. Die abgesetzte Produktionsmenge lag insgesamt über dem Vorjahr. Als Grund nennt Vetropack insbesondere eine Belebung des Geschäfts mit Getränkeverpackungen in Teilen Zentral- und Osteuropas.
Margendruck belastet Ergebnis
Das Betriebsergebnis sank von 20,5 auf 11,8 Millionen Schweizer Franken. Bereinigt um Kosten für Kapazitätsanpassungen lag es bei 16,6 Millionen Schweizer Franken. Die bereinigte Betriebsergebnis-Marge verringerte sich von 5,5 auf 4,1 Prozent.
Zu den Belastungen zählten laut Vetropack geopolitische Unsicherheiten sowie steigende Energie- und Transportkosten. Hinzu kamen Folgekosten aus der Schließung des schweizerischen Standorts St-Prex sowie aus der vorübergehenden Stilllegung jeweils einer Schmelzwanne in Kremsmünster in Österreich und Chișinău in der Republik Moldau. Der Personalbestand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,9 Prozent.
Investitionen in Österreich und der Slowakei
Die Investitionen in Sachanlagen gingen von 22,8 auf 19,1 Millionen Schweizer Franken zurück. Zu den größten Einzelprojekten gehörten die Modernisierung von Produktionsanlagen in Pöchlarn in Österreich und Nemšová in der Slowakei.
Vetropack hat zudem seine Unternehmensstrategie überarbeitet. Mit der „Strategie 2035“ will der Glasverpackungshersteller unter anderem den Produktmix optimieren, die Effizienz erhöhen und die Produktionsinfrastruktur flexibler gestalten. Die Strategie soll am 16. September 2026 veröffentlicht werden.
Ausblick für 2026 angehoben
Für das Gesamtjahr erwartet Vetropack nun Absatzmengen und währungsbereinigte Nettoerlöse über dem Vorjahr. Zuvor war das Unternehmen noch von einem Rückgang ausgegangen. Gleichzeitig bestätigt Vetropack die Erwartung einer leicht höheren Betriebsmarge gegenüber 2025.
Mittelfristig strebt die Gruppe bis 2030 ein über dem Markt liegendes Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich sowie eine zweistellige Betriebsergebnis-Marge an.
Quelle: Vetropack





