Weingut schließt Kreislauf für Kunststofffolien

Der italienische Kunststoffrecycler Aliplast und das Weingut Cantina Pizzolato ziehen nach einem Jahr Zusammenarbeit Bilanz.
Bild: Aliplast (mit KI bearbeitet)

Der italienische Kunststoffrecycler Aliplast und das Weingut Cantina Pizzolato ziehen nach einem Jahr Zusammenarbeit Bilanz. Kunststofffolien aus Verpackung und Logistik werden gesammelt, recycelt und als Rohstoff für neue Folien eingesetzt.

Im Jahr 2025 übergab Cantina Pizzolato nach Unternehmensangaben 19.810 Kilogramm Kunststofffolien an Aliplast. Weitere 1.801 Kilogramm wurden über die lokale Sammlung erfasst. Insgesamt seien damit 91,7 Prozent der beim Weingut anfallenden Kunststoffabfälle dem Recycling zugeführt worden.

Bei den Materialien handelt es sich unter anderem um Palettenabdeckungen und Stretchfolien zur Ladungssicherung. Sie dienen während Transport und Logistik dem Schutz und der Stabilisierung der Produkte.

Aus alten Folien werden neue Verpackungen

Die gesammelten Folien werden zum Aliplast-Werk im norditalienischen Istrana gebracht. Dort werden sie sortiert, gewaschen und zerkleinert. Aus dem Material entstehen anschließend Rezyklat-Pellets, die für die Herstellung neuer Kunststofffolien eingesetzt werden.

Die daraus produzierten Folien bestehen nach Angaben von Aliplast zu 30 Prozent aus recyceltem Kunststoff und zu 70 Prozent aus Neuware. Dabei sollen die für den Einsatz erforderliche Festigkeit und Elastizität erhalten bleiben.

„Die Partnerschaft mit Cantina Pizzolato zeigt, wie sich die Entsorgung von Kunststoffabfällen in einen effizienten und rückverfolgbaren industriellen Prozess verwandeln lässt, der ökologischen und wirtschaftlichen Wert schaffen kann“, sagt Michele Petrone, CEO von Aliplast. Die direkte Integration des Recyclings in die Produktionsketten der Partner könne zur Verbreitung zirkulärer Wirtschaftsmodelle beitragen.

Lokaler Kreislauf für Kunststofffolien

Für Cantina Pizzolato spielt auch die regionale Struktur des Projekts eine Rolle. Beide Unternehmen liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt. Bei anderen Recyclingprojekten müssten Materialien aufgrund fehlender Verarbeitungskapazitäten in Italien dagegen ins Ausland transportiert werden, erklärt Sabrina Rodelli, bei Cantina Pizzolato für Nachhaltigkeit verantwortlich.

Die Unternehmen sehen das Projekt auch vor dem Hintergrund der europäischen Verpackungsverordnung PPWR. Diese stellt unter anderem neue Anforderungen an die Recyclingfähigkeit von Verpackungen und den Einsatz von Rezyklaten.

Quelle: Aliplast