Zollstreit bedroht Verpackungslieferketten in Nordamerika

AF&PA warnt vor neuen Zöllen und Belastungen für die nordamerikanische Verpackungsindustrie.
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Der US-Branchenverband American Forest & Paper Association (AF&PA) warnt vor einer Verschärfung des Handelskonflikts zwischen den USA und Kanada. Gegenzölle auf US-Waren wie Zellstoff- und Papierprodukte könnten nach Einschätzung des Verbands auch die nordamerikanische Verpackungsindustrie belasten.

Die Lieferketten für Zellstoff, Papier, Verpackungen und Tissue seien über die Grenze hinweg eng miteinander verflochten, erklärte AF&PA-Präsidentin und CEO Heidi Brock anlässlich der laufenden Handelsgespräche zwischen beiden Ländern. Neue Gegenzölle auf US-Produkte könnten deshalb zusätzliche Kosten und Unsicherheit für Hersteller, Beschäftigte und Kunden auf beiden Seiten der Grenze verursachen.

Verband für Rückkehr an den Verhandlungstisch

Grundsätzlich unterstützt die AF&PA nach eigenen Angaben handelspolitische Maßnahmen gegen unfaire Praktiken und zur Stärkung der US-Produktion. Eine weitere Eskalation des Zollstreits mit Kanada könne jedoch grenzüberschreitende Lieferketten beeinträchtigen und damit auch Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit der Industrie belasten.

„Wir fordern beide Regierungen auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und an Lösungen zu arbeiten, die berechtigte Handelsbedenken berücksichtigen, ohne die nordamerikanische Produktionsbasis oder die langjährigen Partnerschaften zu untergraben, die Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivitäten in der gesamten Region sichern“, erklärte Brock.

Die AF&PA vertritt Unternehmen der US-amerikanischen Forst-, Papier- und Verpackungsindustrie. Nach Verbandsangaben beschäftigt die Branche mehr als 925.000 Menschen und stellt jährlich Produkte im Wert von mehr als 435 Milliarden US-Dollar her.

Quelle: American Forest & Paper Association (AF&PA)