
Die Ergebnisse einer Studie zeigen, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher nicht wissen, dass Kaffeebecher häufig eine Kunststoffbeschichtung haben. 79 Prozent der Befragten befürworten ein Verbot von Kunststoff in Einweg-Kaffeebechern.
Vier von fünf (79 Prozent) Deutschen befürworten laut einer Umfrage ein Verbot von verstecktem Kunststoff in Kaffeebechern aus Pappe. Die im Auftrag des Herstellers plastikfreier Kaffeebecher Jungle Cup durchgeführte Umfrage unter 2.000 Erwachsenen ergab, dass fast die Hälfte (48 Prozent) der Bevölkerung nicht weiß, dass Kaffeebecher aus Pappe eine Kunststoffbeschichtung enthalten.
In Großbritannien wiederum wissen 54 Prozent der Briten nicht, dass Kaffeebecher aus Pappe mit Kunststoff beschichtet sind. Gleichzeitig sind rund 78 Prozent der Verbraucher der Meinung, dass Coffee Shops die Verantwortung für Investitionen in kunststofffreie Becher zum Mitnehmen übernehmen müssen, um das umweltbelastende Plastik zu ersetzen.
Forschungen des Indian Institute of Technology haben ergeben, dass beim Einfüllen von kochenden Flüssigkeiten in einen mit Plastik beschichteten Einwegbecher bereits nach 15 Minuten 25 000 Mikroplastikteilchen in ein Getränk gelangen.[1] Giftige Schwermetalle wie Blei, Chrom und Cadmium wurden auch in der Kunststoffbeschichtung von Einweg-Papp- und Kunststoffbechern nachgewiesen.
Kaffebecherhäufig Einwegkunststoffprodukte
Neue Forschungsergebnisse bringen Mikroplastik mit gesundheitlichen Problemen wie Krebs, Frühgeburten, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verminderter Fruchtbarkeit in „jedem Stadium seines Lebenszyklus“ in Verbindung, so ein Bericht von Minderoo.[2] Jedes Jahr verwenden deutsche Verbraucher 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke. Das sind laut Umweltbundesamt 23 Becher pro Person.
Da sie sich nicht wirtschaftlich recyceln lassen, landen diese mit Kunststoff beschichteten Becher meist als Müll in der Umwelt. Wegwerfbecher gehören zu den zehn Einwegplastikprodukten, die am häufigsten als Abfall an den Stränden und in den Meeren Europas gefunden werden.
„Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Menschen, sobald sie den Plastikanteil in ‚Papp‘-Kaffeebechern kennen, unsere große Besorgnis über die Auswirkungen teilen, die diese nicht nur auf die Umwelt, sondern vor allem auf ihre Gesundheit haben. Es liegt nun in der Verantwortung der Coffee Shops im ganzen Land, ihre Kunden vor diesen versteckten Kunststoffen zu schützen, die die Mülldeponien, die Meere und sogar unseren eigenen Körper verschmutzen. Plastikfreie Alternativen existieren und bieten eine praktikable Lösung für Unternehmen, die heute umsteigen möchten.“
Paul Alberts, Gründer von Jungle Cup
Jungle Cup hat einen mikroplastikfreien Einweg-Kaffeebecher entwickelt, der für die häusliche Kompostierung zertifiziert ist und sich in nur 16 Wochen auflöst. Der Jungle Cup besteht aus einem einzigartigen Sperrschichtkarton und ist damit eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Pappbechern mit Kunststoffbeschichtung.
„Überall, wo wir hinkommen, werden wir mit Plastik konfrontiert. Es steckt in den Verpackungen der Lebensmittel, die wir essen, in der Kleidung, die wir tragen, und es sickert sogar in unsere Heißgetränke aus sogenannten „Pappbechern“. Und die meisten von uns wissen gar nicht, dass ihr Becher Mikroplastik in ihren Kaffee abgibt. Natürlich wollen die Menschen keine Kunststoffe mit ihren Heißgetränken trinken. Die Verantwortung für die Bereitstellung einer plastikfreien Alternative muss bei den Verkäufern liegen.“
Fionn Ferreira, Erfinder und Umweltaktivist
Quelle: Jungle Cup
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