
Auf dem diesjährigen Trendtag Glas des Aktionsforums Glasverpackung wurden jetzt die Gewinner des Wettbewerbs „Produktinnovation in Glas 2023“ gekürt und ein besonderer Jubiläumspreis verliehen. Im denkmalgeschützten Fabrikkomplex des Hamburger Museums der Arbeit wählten die Teilnehmer des Branchenevents außerdem ihren „Publikumsliebling“.
In der Kategorie „Kleine Unternehmen“ machte eine ebenso ungewöhnliche wie mutige Idee das Rennen. Das Weingut Galler aus dem pfälzischen Kirchheim füllt hochwertige Bioweine in Mehrwegbierflaschen ab. Damit geht das Familienunternehmen ganz neue Wege und überzeugte mit dem nachhaltigen und schlüssigen Konzept nicht nur die Jury, sondern auch die Teilnehmer des Trendtags Glas. Der „Publikumsliebling“ ging ebenfalls an die Biowinzer. Die für „Zwei Viertel Wein“ verwendete 0,5-Liter-Longneck-Bierflasche wird mit einem Kronkorken verschlossen und kann über das bestehende Mehrwegsystem zurückgegeben werden.
In der Kategorie „Mittlere und große Unternehmen“ überzeugte ein neues Produkt der Marke Mumm. Für den im März eingeführten Rebsortensekt „Godefroy“, eine Hommage an den Mumm-Gründer, hatte die Rotkäppchen-Mumm Sektkellerei eigens eine neue Flasche mit tiefsitzendem Flaschenkörper und schlankem Hals entwickelt. Neben dem eleganten Design gibt es eine besondere technische Komponente: Mit 90 Prozent ist der Altglasanteil bei der Herstellung der Gewinnerflasche sehr hoch. Produziert wird sie von Wiegand-Glas, aus dessen Glashütte auch die Mehrwegflaschen für den Biowein des Weinguts Galler stammen.
In diesem Jahr gab es außerdem einen Überraschungsgewinner. Anläßlich des 10. Jubiläums der „Produktinnovation in Glas“ hat die Jury einen besonderen Jubiläumspreis vergeben und sich dazu alle Gewinner der letzten Jahre noch einmal angeschaut. Das Dekadenrennen hat ein Produkt für sich entschieden, das 2017 prämiert wurde: Die Glück-Fruchtaufstriche der Göbber GmbH. Mit dem Produkt sei dem Familienunternehmen eine sensationelle Erfolgsgeschichte gelungen, die eine ganze Kategorie neu belebt habe, so die Jury. Das ikonische Glas mit seiner Tröpfchenform, dem dicken Boden und dem markanten Deckel zählt längst zu den Designklassikern, der in vielen Haushalten eine Zweitnutzung findet.
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